Fussball
 
Eine kleine Geschichte des runden Leders

Für alle, die immer schon wissen wollten, wie der Mensch erkannte, dass das Runde ins Eckige muss: Hier erfährst Du, wie Fußball entstanden ist.

Kleinkind spielt Fußball
iStock, HalfPoint

Rund um die Welt

Die Regeln des Fußballspiels sind heute auf dem ganzen Globus die gleichen. Das trägt sicher mit zum Erfolg bei - wahrscheinlich ist Fußball die am weitesten verbreitete Sportart. Auch wenn beispielsweise Amerikaner und Inder andere Sportarten vorziehen, so wird Fußball doch überall gespielt.

Besonders tun sich hier die Lateinamerikaner hervor, die immer wieder Weltklassespieler wie Pelé, Maradona oder Neymar stellen. Für viele arme Kinder aus den Slums ist der Traum vom Aufstieg zum Kicker-König die einzige Hoffnung, dem Elend zu entfliehen. Und wer es zum internationalen Star schafft, der scheffelt heute Millionen - wie man am Beispiel Lionel Messi sieht.

Frühstarter

Zuerst kickten die Chinesen um die Wette

Angefangen haben anscheinend mal wieder die Chinesen. Sie sollen angeblich schon 2.000 Jahre vor Christus einen mit Tierhaaren ausgestopften Lederball getreten haben. Später erfanden sie dann sogar den mit Luft gefüllten Ball. Das Spiel diente wohl zunächst dem Training der Soldaten, bis es immer beliebter wurde und schließlich so um das Jahr 300 Regeln aufgestellt wurden. Es kam nämlich immer wieder zu Handgreiflichkeiten auf dem Spielfeld ...

Etwa 100 Jahre später schlief die Begeisterung für das Ballspiel anscheinend wieder ein. Der Fußball wurde vergessen.

Von Dorf zu Dorf

Die Fußballregeln wurden von den Engländern verfasst

Doch der Ball ist rund und rollt - bis England. Dort taucht das Ballspiel als Match zwischen zwei Dörfern im frühen Mittelalter wieder auf. Der Ball wird dabei von einem Dorf zum anderen getreten. Wenn die mehrere Kilometer auseinanderliegen, kann das zur sehr schweißtreibenden Angelegenheit werden. Auch in Frankreich und Italien kämpft man, nach unterschiedlichen Regeln, ums Leder. Immer aber ist es ein Kampfspiel zwischen zwei Mannschaften. Auch, wie es scheint, in einer ganz anderen Weltecke, bei den Inkas in Südamerika. Dort wird eine Mannschaft nach dem Spiel den Göttern geopfert. Wer mag da mitspielen?Die Engländer nehmen die Sache schließlich in die Hand und verfassen allgemeingültige Fußballregeln. Im Jahre 1857 gründen sie dann den ersten offiziellen Fußballverein der Welt, den Sheffield FC. Ab jetzt geht es rund.

Vielfältig einsetzbar

Rund geht es mit Bällen übrigens nicht nur auf dem Fußballplatz: Das Leder rollt bei vielen Varianten des populären Spiels. Beim Fußballtennis gilt es, den Ball über ein Netz zu kicken, und beim Motoball kann es schon mal passieren, dass ein in voller Fahrt getretener Ball den Torwart gleich mit ins Netz befördert. Für alle Sportarten aber gilt: nicht nur zusehen - mitspielen!