Kinotipp
 
Wall E - Der Letzte räumt die Erde auf

Auf der vermüllten Erde ist menschliches Leben nicht mehr möglich. Das Einzige, was auf dem Planeten noch funktioniert ist Wall E, ein Müll-Roboter, der Dreck zu Würfeln presst. Doch Wall E kann noch mehr: Nach all den Jahren hat er Gefühle entwickelt. Er sammelt Dinge, die ihm gefallen, er mag Liebesgeschichten auf Video und verliebt sich schließlich sogar selbst.

Kinostart: 25. September 2008
Regie: Andrew Stanton
Produktion: Pixar Animation Studios
Genre: Animation FSK: ohne Altersbeschränkung

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Darum geht's:

In der Zukunft ist die Erde ein trister Ort. Weil Massen an Müll Leben nicht mehr zulassen, haben die Menschen den Planeten vor Generationen verlassen und sich ein riesiges Raumschiff als Wahlheimat gebaut. Auf ihm treiben sie luxuriös aber planlos durchs All. Ihr Ziel, irgendwann auf die Erde zurückzukehren, scheinen sie über die Jahrhunderte aus den Augen verloren zu haben.

In der Zwischenzeit ist auf der Erde nur noch Wall E übrig, ein einziger kleiner Roboter, der unermüdlich von morgens bis abends die Müllmassen presst und sie zu Wolkenkratzern stapelt. Wall E ist aber kein gewöhnlicher Roboter - Wall E hat Persönlichkeit. Mit der Zeit hat er Vorlieben entwickelt, sammelt Dinge, die ihm gefallen und pflegt eine Freundschaft zu einer unverwüstlichen Kakerlake, die er als Haustier hält. Und weil Wall E Gefühle hat, empfindet er sich in seinem eintönigen Alltag als einsam.

Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf Wall Es Schrottplatz und setzt eine sehr hübsche aber auch sehr wehrhafte Raumkapsel aus, die nach Leben auf der Erde suchen soll. Eve heißt die schicke Roboterfrau und um Wall E ist es vom ersten Augenblick an geschehen ...

Obwohl die Roboter weder Stupsnasen noch Schmollmund haben, gelingt es den Machern von "Findet Nemo" oder "Ratatouille" in ihrem neunten Streifen sogar bei Robotern ein gewisses Kindchen-Schema zu erzeugen und den computeranimierten Figuren eine Seele zu geben.

Wer wird den Film lieben:

Auf alle Fälle größere Jungs und Mädchen ab zwölf Jahren, denen Roboter, Technik und Science-Fiction gefallen. Wie man von den Machern von "Findet Nemo" oder "Die Monster AG" gewohnt ist, besticht die computeranimierte Umsetzung durch technische Genauigkeit und interessante Detaills und transportiert überdies eine sozialkritische Geschichte, über die Erwachsene nachdenken werden.

Für wen ist der Film nicht geeignet:

Für kleine Kinder und Leute, die lieber echte Menschen mit vernünftigen Gesichtern im Kino sehen, ist der Film nicht das Richtige. Außerdem ist Wall E auch kein klassischer Gute-Laune-Film, nachdem man beschwingt aus dem Kino geht. Dazu ist die Atmosphäre zu düster und trist und der Hintergrund, vor dem die Geschichte spielt, zu sozialkritisch.

Für welches Alter empfehlenswert?

Der Film ist zwar ohne Altersbeschränkung, aber trotzdem ist Wall E kein Film, den man als kleinkindkompatibel bezeichnen könnte. Wall E ist längst nicht so niedlich geraten wie "Nemo" und hat nicht so viel Charme wie "Ratatouille". Trotzdem ist er eine Klasse für sich, die wohl eher ältere Kinder ab zwölf Jahren ansprechen wird als jüngere Kids.

Mit oder ohne Eltern?

Wenn Sie die technische Machart von "Findet Nemo" oder "Ratatouille" mögen, sollten Sie auf alle Fälle mit in den Film gehen. Der Film ist brilliant gemacht und die Story anspruchsvoll. Sicherlich besteht bei Ihren Kindern nach dem Film Gesprächs- und Erklärungsbedarf. Um ehrlich zu sein: Wahrscheinlich wird Ihnen der Film besser gefallen als Ihren Kindern.

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Sehenswert, gute Unterhaltung.