Kinotipp
 
Die Girls von St. Trinian

"Diese Schule rockt" verspricht der Untertitel von "Die Girls von St. Trinian". Stimmt! Mit viel schwarzem Humor und frischer Action kämpfen freche Gören und schräge Lehrer gegen die Schließung ihres eigenwilligen Mädchen-Internats. Eltern.de hat den Streifen genauer unter die Lupe genommen.

Starttermin: 07.08. 2008
Darsteller: Rupert Everet, Colin Firth, Lena Headley, Gemma Anderton, Mischa Barton
Regie: Oliver Parker und Barnaby Thompson
Genre: Spielfilm
FSK: 12

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Darum geht's

"St. Trinian muss weg!" Auf schnellstem Wege will der neue Bildungsminister Geoffrey Thwaites (Colin Firth) diesen Schandfleck der englischen Bildungslandschaft für immer schließen. Gut für ihn, dass das für seine unorthodoxen und anarchistischen Lernmethoden berüchtigte Mädchen-Internat kurz vor der Pleite steht. Doch die Schülerinnen sind da ganz anderer Meinung. Gemeinsam mit der schrägen Direktorin Camilla Fritton (Rupert Everett), einst Thwaites große Liebe, tüfteln sie einen kühnen Plan aus. In einem TV-Quiz brilliert das sexy Trio Chloe (Antonia Bernath), Chelsea (Tamsin Egerton) und Peaches (Amara Karan) mit klugen Antworten, die keinen Zweifel am effektiven Unterricht des Internats zulassen. Die Live-Show in Londons National Gallery hat für St. Trinian aber noch einen finanziell attraktiven Nebeneffekt: Jan Vermeers Gemälde "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" hängt dort. Nicht mehr lange, denn die furchtlosen Mädchen um Schulsprecherin Kelly (Gemma Arterton) und Neuling Annabelle (Talulah Riley) haben es auf das berühmte Werk abgesehen, das auf dem Schwarzmarkt hohe Summen einspielen könnte. Die Rettung für St. Trinian?

Wer wird den Film lieben?

Abgedreht, cool, selbstbewusst - die geballte Girl-Power zieht einen unweigerlich in ihren Bann. Nicht nur Mädchen werden die eigenwilligen Lehrer samt ihrer Macken, die wilden Partys in den verwinkelten Gemäuern des Internatsgebäudes und die liebenswert-lässigen Gören von St. Trinian lieben. Klar, dass bei dieser Mischung eine Prise bitterböser, überspitzter Humor nicht fehlen darf, die viele Lacher verspricht.

Für wen ist der Film nicht geeignet?

Wer es eher ruhig und beschaulich mag oder ernste Filme mit intellektuellem Anspruch bevorzugt, der sollte den "Spielplatzterroristen" von St. Trinian lieber fern bleiben. Hier geht es wild zu, Punk und Rock’n’Roll von seiner besten Seite. Durchgeknallte Action im Stil von "Ocean’s Eleven", Szenen im Retro-Zeichentrick, ein rasanter Soundtrack und schnelle Schnitte sorgen für viel Wirbel auf der Leinwand.

Für welches Alter empfehlenswert?

Ab 12 Jahren - so die Empfehlung der FSK. Zwar werden brutale, blutige oder allzu intime Nacktszenen weitestgehend ausgeklammert, doch das nicht immer einwandfreie Verhalten der Mädchen - und der Lehrkräfte! - könnte Einigen zu weit gehen. Eine kiffende Schulleiterin und Lehrkräfte, die öfter Mal etwas zu tief ins Glas schauen gehören ins Repertoire von "Die Girls von St. Trinian". Trotz der nötigen Portion Witz werden Schülerinnen, die Schnaps brennen, mogeln was das Zeug hält, bei denen "bumsen" zum Standardvokabular zählt und Partyexzessen wie Telefonsex frönen vor allem Eltern jüngerer Mädchen nicht begeistern.

Mit oder ohne Eltern?

Auch Erwachsenen kann dieser Film Spaß machen, wenn sie sich nicht an fehlenden Manieren und grezwertigen Tugenden stören. Britischer Humor gepaart mit spannender Action, die an James-Bond-Streifen erinnert, gefällt Jung und Alt gleichermaßen. Mädchen, und auch Jungs, schauen sich den Film aber lieber in der Clique an als mit ihren Eltern. Das passt gar nicht zu einem Film wie "Die Girls von St. Trinian". Zu spießig.

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Sehenswert, gute Unterhaltung.