Kinotipp
 
Urmel - wirklich "voll in Fahrt"

Nach "Urmel aus dem Eis" kehrt der süße Dino nun zurück auf die Leinwand. Und ist längst der Augsburger Puppenkiste entwachsen, hat die Marionettenfäden gekappt. Der animierte Urmel ist ein witziger Zeitgenosse, der von einer rasanten Szene in die nächste stolpert. Ist das auch für kleine Kinder die richtige Unterhaltung? Eltern.de hat den Film getestet.

Sehen Sie hier den Filmtrailer:

Starttermin: 01.05. 2008
Sprecher: Anke Engelke, Wigald Boning, Christoph Maria Herbst, Wolfgang Völz, Oliver Kalkofe, Oliver Pocher
Regie: Reinhard Klooss, Holger Tappe
Genre: Animationsfilm
Filmlänge: circa 84 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung
Website: www.urmelvollinfahrt.film.de
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Süß, cool und rasant

Darum geht’s: Wer wäre nicht gerne einmal ein großer Star, den Abend für Abend ein riesiges Publikum sehen will? Dem kleinen Dino Urmel gefällt der Gedanke ziemlich gut; vor allem, weil ihm auf seiner Heimatinsel Titiwu gerade ein kleines Pandamädchen den Platz streitig macht. Babu heißt die kleine, ach so süße Schwester von Urmel, die dem Dino ziemlich auf die Nerven geht. Denn sie isst ihm seinen Geburtstagskuchen weg, schläft in seinem Bettchen und - wäre das nicht alles schon schlimm genug - nennt ihn immer "Ummel". Da taucht Barnaby, der Betreiber eines gigantischen Vergnügungsparks, genau zum richtigen Zeitpunkt auf. Er will Urmel als die Attraktion in seinem Park engagieren. Da gibt es nur ein kleines Problem: Eigentlich sucht Barnaby im Auftrag seiner Geldgeber ein furchterregendes, zähnefletchendes Ungeheuer. Aber da es auf Titiwu nun mal nur Urmel gibt, wirbt Barnaby halt diesen an.
Im Vergnügungspark angekommen, merkt der kleine Dino recht schnell, dass aus dem Traum vom großen Ruhm wahrscheinlich nichts wird. Oder warum wird er direkt am ersten Abend in Ketten gelegt? Gut, dass da Babu zu Stelle ist. Babu? Ja, wie kleine Schwestern halt so sind, wollte das Pandamädchen unbedingt mit in den Vergnügungspark - und hat es unbemerkt von allen auch geschafft. Jetzt hilft sie Urmel, sich zu befreien und am Ende kehren die beiden auch wieder zurück nach Titiwu – vorher aber müssen sie natürlich noch einige Abenteuer bestehen.

Wer wird den Film lieben? Eltern und Kinder gleichermaßen, denn neben einer süßen Geschichte, deren Kern natürlich das nicht ganz einfache Verhältnis zwischen Geschwistern ist, hat der Animationsfilm auch immer wieder wirklich komische Dialoge und rasante Szenen zu bieten, über die auch Erwachsene herzhaft lachen werden. Wenn Schweinedame Wutz zum Beispiel auf einem Skateboard den Hang hinunter rast, vorbei an fleischfressenden Pflanzen, verfolgt von einem riesigen Fass und mit einem Frosch auf dem Kopf. Oder wenn Urmel und Babu zusammen die - leider nicht ganz fertig gestellte - Achterbahn des Vergnügungsparks testen und dabei von Barnabys fiesem Hund Otto gejagt werden. Langatmig ist "Urmel voll in Fahrt" auf keinen Fall, manchmal überschlägt er sich an Action aber etwas – und ist dann gerade für kleinere Kinder etwas zu aufregend.

Für wen ist er nicht geeignet? Der Anblick eines Skeletts, die schwindelig machende Fahrt auf der Achterbahn, dazu noch über einen Großteil des Films hinweg ein ziemlich lauter, von Bässen dominierter Soundtrack - für Kinder unter fünf Jahren eher nicht geeignet.

Für welches Alter empfehlenswert? Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren werden den Film garantiert mögen. Bei älteren Kindern stellt sich dann die Frage, ob Urmel trotz cooler Sprüche nicht doch etwas zu "kindisch" ist.

Mit oder ohne Eltern? Urmel ist auf jeden Fall ein Familienspaß - Eltern werden sich garantiert nicht langweilen!