Filmtipp
 
Wächter der Wüste

Der Film lässt große und kleine Zuschauer Anteil haben am ersten Lebensjahr eines Erdmännchens in der unwirtlichen Kalahari-Wüste. Der Dokumentarfilm zeigt das Leben und Überleben der geselligen Tiere.

Kinostart: 20. November 2008
Genre: Dokumentation
Regie: James Honeyborne
Sprecher: Rufus Beck
FSK: ohne Altersbeschränkung


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Darum geht's:

Diese anspruchsvolle und mit eindrucksvollen Aufnahmen ausgestattete Tierdokumentation zeigt das Leben und Überleben einer Erdmännchen-Familie in der Kalahari-Wüste.
Der kleine Kolo, ein nur wenige Wochen altes Erdmännchen-Baby traut sich zum ersten Mal aus dem Bau der Familie und lernt dabei schnell, dass Erdmännchen stets wachsam sein müssen: Natürliche Feinde wie Adler oder Schlangen stellen den putzigen Tieren nach. Deshalb hält mindestens ein Familienmitglied stets Wache. Dabei sitzten die Erdmännchen ihren Hinterbeinen und hallten Ausschau nach möglicher Bedrohung. In einem engen Familienverband lebend, lernt Kolo von seinem älteren Bruder, wie man giftige aber für Erdmännchen äußerst leckere Skorpione erlegt, Insektenlaven aufspürt und drohender Gefahr entkommt.

Ein Jahr lang hat die Kamera das Leben dieser scheuen Tiere verfolgt und dabei auch die extremen Lebensbedingungen der Kalahari-Wüste eingefangen. Dabei entstanden beeindruckende Naturaufnahmen aber auch technisch höchst schwierige Einstellung wie beispielsweise die Aufnahmen einer jagenden Schlange in einem unterirdischen Bau.

Wer wird den Film lieben?

Natürlich alle, die Tiere lieben und gut gemachte Natur- und Tierfilme zu schätzen wissen. Und alle, die an einem verregneten Sonntagnachmittag mit der ganzen Familie im Kino beim Anblick von sengender Sonne, Wüstenkakteen und flirrender Luft für eineinhalb Stunden das nasskalte Wetter draußen vergessen wollen.

Für wen ist der Film nicht geeignet?

Wer Tiere als Hauptdarsteller eines Films nicht mag und auch mit Naturdokumentationen nur wenig anfangen kann, für den ist der Film nicht das Richtige. Doch wer sich auf den Film einlässt, der wird diese geselligen Tierchen mit den großen Augen schnell in sein Herz schließen.

Ab welchem Alter empfehlenswert?

Der Film kommt ohne Altersbeschränkung ins Kino. Jünger als sechs Jahre sollten die kleinen Kinogänger aber sicherlich nicht sein. Denn das Leben in der Wüste ist mitunter lebensgefährlich. Und so wird den Zuschauern auch in letzter Konsequenz gezeigt, was es heißt nicht nur Jäger, sondern auch Beute zu sein. Und so sieht man, wie Kolos Bruder von einem Adler erlegt wird, oder wie eine Kobra in den Erdmännchenbau eindringt und die kleinen Erdmännchen in Todesangst zu flüchten versuchen. Das verursacht bei kleinen Zuschauern Gänsehaut und viele Fragen stellen sich plötzlich: "Was macht der Adler jetzt mit Kolos Bruder?" und "Ist das Erdmännchen wirklich tot?"

Mit oder ohne Eltern?

Größere Kinder können den Film ohne weiteres alleine ansehen. An sich ist es aber ein schöner Familienfilm bei dem Kinder wie auch Erwachsene gleichermaßen gut unterhalten werden.

Top-Film - aber eher für große Filmfans!