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Kinotipp Fish Tank

"Fish Tank" ist ein aufrüttelndes Drama, das in diesem Jahr den Jurypreis in Cannes gewonnen hat. Die 15-Jährige Mia führt ein perspektivloses Leben in einem sozialen Brennpunkt. Ein Film für Jugendliche und Eltern - zum Nachdenken und Augen öffnen.

Eltern.de-Empfehlung für "Fish Tank":

Worum geht es in "Fish Tank"?

"Sehr harte Schale, weicher Kern." - Das ist Mia. Die 15-Jährige ist völlig perspektivlos und lebt zusammen mit der kleinen Schwester bei ihrer alleinstehenden Mutter im englischen Essex. Von der Schule verwiesen und von den früheren Freundinnen gehasst, findet sie in der ungemütlichen Atmosphäre zuhause nur Trost im Alkohol oder dem Tanzen. Eines Tages unterbricht ein plötzlich in der Küche stehender halbnackter Mann die Monotonie ihres Lebens. Der Fremde nennt sich Connor und ist der neue Freund der Mutter. Durch ihn kommt ein wenig dringend benötigte Nähe und Liebe in die Familie. Doch wer ist er? Mia ist gleichzeitig fasziniert und verwirrt - was will sie? Einen Vater, einen Kumpel oder will sie mehr?

Wer wird "Fish Tank" lieben?

Die rebellische Mia in "Fish Tank" ist widerborstig und verletzlich zugleich. Eine Jugendliche, ungeliebt und unverstanden, wie man sie überall in sozialen Brennpunkten treffen kann. Vielleicht ist sie deshalb so authentisch, weil sie von Katie Jarvis gespielt wird, die von der Straße weg gecastet wurde. "Fish Tank" eignet sich für ältere Jugendliche und Eltern, die in das Leben einer "normalen" Jugendlichen in einer außergewöhnlichen Situation eintauchen möchten. „Fish Tank" fasziniert den Zuschauer, weil es weder ein krasses Sozialdramen noch ein konventioneller Tanz-Film wie "Save the last dance" oder "Step up" mit unrealistischem Happy End ist. Sondern ein Film über ein Leben, wie es eben laufen kann. Vielleicht kann man durch Mia die Verhaltensweisen mancher Jugendlichen besser verstehen - oder schätzt nicht zuletzt die selbstverständlichen Dinge des eigenen Lebens mehr.

Für wen ist "Fish Tank" nicht geeignet?

"Fish Tank" ist auf keinen Fall ein Kinderfilm. Auch mit Begleitung von Erwachsenen werden Kinder unter 15 Jahren keine Freude haben. Fehlende Filmmusik und eine Handlung voller nicht ausgesprochener Emotionen oder vermeintlich unerklärlicher Verhaltensweisen machen den Film für Kinder nicht verständlich.

Ab welchem Alter ist "Fish Tank" empfehlenswert?

"Fish Tank" ist ab 12 Jahren freigegeben. Der Film ist jedoch eher ab 15 Jahren zu empfehlen, da er Szenen mit sexuellen Handlungen, kurze Gewaltszenen und üblen "Straßenchargon" enthält. Außerdem ist der Film ohne Musik und schockierenden Wendungen keine "leichte Kost".

Mit oder ohne Eltern in "Fish Tank"?

Jugendliche ab 15 Jahren können "Fish Tank" ohne ihre Eltern im Kino ansehen. Sie haben es am leichtesten, sich in Mias Rolle hineinzuversetzen. Haben Eltern und Jugendliche den Film gesehen oder vielleicht sogar einen gemeinsamen Kinoabend verbracht, könnte auch eine anschließende Diskussion über Mias Verhalten interessant sein.

Weitere Facts zu "Fish Tank":

Kinostart: 23.09.2010
Regie: Andrea Arnold
Schauspieler: Katie Jarvis, Michael Fassbinder, Kierston Wareing
Länge: 122 Minuten
Genre: Drama
FSK: ab zwölf Jahren freigegeben

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Was läuft außer "Fish Tank" noch im Kino?

Neben "Fish Tank" startet heute auch die Dokumentation "12 Monate Deutschland", die vier Austauschschüler ein Jahr lang begleitet.

Und hier geht's zur Übersicht der aktuellen Eltern.de-Kinokritiken!

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