Kinotipp
 
"Hancock" mit Will Smith

In seinem neues Blockbuster gibt Will Smith den Anti-Superhelden: Er trinkt zuviel, er flucht zuviel und nach jedem Einsatz hinterlässt er Verwüstung. Kein Wunder, dass die Bewohner von L. A. ihren Superhelfen endlich loshaben wollen. Actionstreifen, der nur mäßig überzeugt. Empfehlenswert nur für eingefleischte Will Smith Fans.

Trailer zu Hancock

Starttermin 3. Juli 2008
Darsteller: Will Smith, Charlize Theron, Jason Bateman
Regie: Peter Berg
Genre: Actionkomödie
FSK: 12

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Darum geht’s:

Hancock ist unbesiegbar, unsterblich – und ohne Manieren: Er trinkt zuviel, er flucht zuviel. Und auch, wenn er als superstarker Superheld gelegentlich Menschen das Leben rettet – hinterher sieht sein Einsatzort immer aus wie nach einem Meteoriten-Einschlag: zusammengefaltete Züge, aufgespießte Autos, demolierte Strassen. Die Leute in Los Angeles sind sauer auf Hancock, sie wollen ihn loswerden. Doch dann rettet Hancock Ray. Ray ist PR-Berater und will aus Hancock einen ordentlichen Superhelden machen, der ordentlich durch die Strassenfluchten von L.A. fliegt und ordentlich Leben rettet. Rays Plan: Hancock soll im Knast Buße tun, an seinen Umgangsformen feilen und warten: bis die Cops draußen ihn brauchen und um Hilfe bitten. Soweit, so vernünftig. Wäre da nicht noch Mary, Rays Frau. Ein unsichtbares Band scheint sie und Hancock zu verbinden. Kein Wunder: Denn auch Mary gehört zur Sippe der Superhelden. Sie lebt allerdings ein ordentliches Leben in einer amerikanischen Vorstadt. Und sie weiß: Nur wenn sie Abstand hält zu Hancock, können beide weiterhin unsterblich und unbesiegbar bleiben. Die Sache mit dem Abstand gestaltet sich vorübergehend als schwierig. Und deshalb geht auch noch einiges kaputt in L. A.. Am Ende wird jedoch alles gut: Mary lebt wieder ihr Vorstadtleben, Hancock ist ein ordentlicher Superheld. Und Ray hat mit seiner P.R. Kampagne sogar auf dem Mond Erfolg!

Wer wird den Film lieben?

Kleine und große Jungs, die auf angekohlte Superhelden-Hinterteile, Walfisch-Weitwurf und demolierte Hochhausarchitektur stehen. Und die auch offen sind für ein bisschen Gefühl. Denn ohne das lässt sich ein einsamer, zorniger und alkoholabhängiger Superheld mit schlechten Manieren nun mal nicht resozialisieren.

Für wen ist der Film nicht geeignet?

Für alle, die Wörter wie "Arschloch" oder "Pisspumpe" nur mäßig originell finden. Und die eher an eine Schule in Beslan denken als an gelungene Kinounterhaltung, wenn sie Geiseln mit Sprengstoffgürteln sehen, die ihrem nahen Tod entgegenzittern. Klar, die Geiseln werden von Hancock gerettet. Ist aber auch nicht wirklich lustig, denn vorher kriegt der Bankräuber noch die Hand amputiert!

Für welches Alter empfehlenswert?

Ab 12 nur für abgebrühte Superhelden-Fans, deren Eltern kein Problem haben mit deftiger Sprachkultur, blutigen Schusswechseln und schweren, ungezogenen Jungs.

Mit oder ohne Eltern?

Eher mit Eltern – dann kann man wenigstens hinterher zusammen rätseln, wie ein abgehackter Daumen weiterhin Knöpfe drücken kann. Und ob ein ordentlicher Superheld eigentlich nicht ein funklochresistentes Handy haben müsste?

Eltern.de Bewertung:

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Nur anschauen, falls man gar nichts anderes vor hat.