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Kinotipp 21 Jump Street

Mit der US-Serie "21 Jump Street" schaffte Hollywood-Star Johnny Depp einst seinen Durchbruch - jetzt gibt es ein Wiedersehen im gleichnamigen Film. In dem müssen die jungen Cops Schmidt und Jenko undercover in einer Highschool ermitteln und stoßen dabei auf ungeahnte Probleme. Ob sich ein Kinobesuch lohnt und für welches Alter der Film empfehlenswert ist, lesen Sie hier:

Eltern.de Bewertung für "21 Jump Street"

Ganz okay, aber etwas belanglos.

Worum geht es in "21 Jump Street"?

Eigentlich ist die Highschool-Zeit für die Cops Schmidt (Jonah Hill) und Jenko (Channing Tatum) längst abgeschlossen: Damals waren sie erbitterte Feinde, jetzt sind sie gemeinsam als Hüter von Recht und Ordnung und im Dienste des Staates unterwegs - immer bereit, ans Limit zu gehen. Doch ihren Einstieg ins Berufsleben hatten sich die beiden etwas anders vorgestellt: Statt Festnahmen und wilden Verfolgungsjagden in Polizeiwägen müssen sie auf Fahrrädern den Stadtpark abklappern und kleine Jungs vom Entenfüttern abhalten - und nicht einmal das bekommen sie wirklich auf die Reihe. Welch ein Glück, dass das Duo Infernale zu einer Spezialaufgabe abkommandiert wird: Wegen ihres jugendlichen Aussehens werden sie zu Undercover-Ermittlungen an der örtlichen Highschool eingeteilt, um dort gegen einen Drogenring zu ermitteln. Allerdings müssen sie feststellen, dass sich die Jugendlichen seit ihrer eigenen Schulzeit ganz schön verändert haben. Der frühere Frauenschwarm Jenko muss sich plötzlich bei den anderen Schülern beweisen, während dem unsicheren Nerd Schmidt die Herzen zufliegen. Bei so vielen Eindrücken und einem Leben voll von Sex, Partys, Drogen und hübschen Mädchen fällt es den beiden immer schwerer, sich abzugrenzen und sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Und auch die noch recht junge Freundschaft zwischen Schmidt und Jenko wird plötzlich auf eine harte Probe gestellt ...

Wer wird "21 Jump Street" lieben?

Wer einen kurzweiligen Film sucht, bei dem von allem ein bisschen was dabei ist, ist bei "21 Jump Street" richtig: Hier gibt's mit Jenko einen muskulösen Mann zum Anschauen, mit Schmidt und der Schülerin Molly (Brie Larson) eine süße, harmlose Lovestory zwischen Nerd und Männerschwarm, dank einer Hausparty mit Alkohol und Sexspielchen ein bisschen "American Pie"-Feeling und mit der lang erwarteten Verfolgungsjagd dann auch ein bisschen Autobahn-Schießerei mit Blutvergießen und Explosionen. Gerade Teenager-Jungs, die auf eine Mischung zwischen "CSI" und typischen US-Jugendfilmen stehen, werden in "21 Jump Street" bestimmt Spaß haben. Und alle Erwachsenen, die den Film aus Liebe zur gleichnamigen Serie aus den Spät-Achtzigern schauen wollen, werden sich besonders über den kurzen Gastauftritt von Johnny Depp freuen, der damals mit "21 Jump Street" seinen Durchbruch feierte.

Für wen ist "21 Jump Street" nicht geeignet?

Die eigentlich ganz interessant wirkende "Story behind", nämlich die Rückkehr der Cops an die Highschool, die Konfrontation mit alten Ängsten und Hoffnungen, die Männerfreundschaft, die dadurch auf die Probe gestellt wird, und nicht zuletzt die verdeckten Ermittlungen werden in "21 Jump Street" nur sehr oberflächlich angeschnitten. Insgesamt ist der Ausgang der Geschichte sehr vorhersehbar - von der Kinokarte sollten Sie also besser die Finger lassen, wenn sie einen Film mit Tiefgang suchen und über platte beziehungsweise zum Teil extrem vulgäre Witze nicht lachen können.

Ab welchem Alter ist "21 Jump Street" empfehlenswert?

Freigegeben ist der Film ab zwölf Jahren - und schlechte Träume wird Ihr Kind von diesem Film vermutlich auch nicht bekommen. Wenn Sie aber unbedingt vermeiden wollen, dass es mit Kraftausdrücken konfrontiert wird und im Zweifel auch noch neue lernt, ist Vorsicht geboten. Das Blutvergießen und die Schießereien sind zwar relativ harmlos, da die Szenen insgesamt unrealistisch wirken und dadurch wenig angsteinflößend sind. Dennoch muss eigentlich kein Mensch unbedingt sehen, wie ein Cop einem Banditen das Geschlechtsteil wegballert.

Mit oder ohne Eltern in "21 Jump Street"?

Vermutlich wird es sowohl für Ihr Kind als auch für Sie besser sein, wenn es ohne elterliche Begleitung ins Kino geht - außer, Sie sind ein alter Fan der "21 Jump Street"-Serie. Ansonsten wird es für Erwachsene wahrscheinlich schwer werden, über die Witze lachen zu können, denn die werden im Verlauf des Films immer zotiger. Da wird es bestimmt auch Ihr Kind besser finden, kein Elternteil neben sich zu haben, das die Sprüche eventuell auch noch kommentiert.

Weitere Facts zu "21 Jump Street":

Kinostart: 10. Mai 2012
Regie: Phil Lord und Christopher Miller
Darsteller: Jonah Hill, Channing Tatum, Brie Larson, Johnny Depp u. a.
Länge: circa 109 Minuten
Genre: Actionkomödie
FSK: ab zwölf Jahre freigegeben

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Was läuft außer "21 Jump Street" noch im Kino?

Und noch einmal Johnny Depp: Außer "21 Jump Street" startet heute auch seine neue Grusel-Komödie Dark Shadows - eine erneute Zusammenarbeit mit seinem Lieblings-Regisseur Tim Burton.

Und hier geht's zur Übersicht der aktuellen Eltern.de-Kinokritiken!

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