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Kinotipp Alice im Wunderland

Der verrückte Hutmacher, die Herzkönigin und die alt bekannte Grinsekatze: Tim Burton erweckt Lewis Carrolls beliebten Klassiker "Alice im Wunderland" aus dem Jahr 1865 zu neuem Leben. Nachwuchsschauspielerin Mia Wasikowska spielt die Hauptrolle und brilliert neben Johnny Depp als verrücktem Hutmacher.

Eltern.de-Bewertung für "Alice im Wunderland":

Großes Kino für kleine Zuschauer.

Worum geht es in "Alice im Wunderland"?

Die Geschichte von "Alice im Wunderland" ist ein Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Aber es wäre wohl kaum Tim Burton, wenn er die altbekannte Story einfach eins zu eins übernehmen würde. In der Neuverfilmung flieht die mittlerweile 19-jährige Alice (Mia Wasikowska) nach einem Heiratsantrag vor dem wohlhabenden, aber leider äußerst langweiligen Lords Hamish und kehrt zurück in die skurrile Welt, die sie einst als Kind kennenlernte. Natürlich warten dort ihre guten alten Freunde auf sie: das weiße Kaninchen, die Grinsekatze, die Zwillinge Tweedledee und Tweedledum und der verrückte Hutmacher - gespielt von Johnny Depp, in seiner bereits siebten Zusammenarbeit mit Regisseur Tim Burton. Aber auch die gehässige rote Königin (Helena Bonham Carter) ist wieder mit von der Partie. Um endlich die Terrorherrschaft der Herzkönigin zu beenden und ihrer verbannten Schwester, der weißen Königin (Anne Hathaway), zu helfen, begibt sich Alice auf eine abenteuerliche und fantastische Reise, bei der sie auch ihre eigene Bestimmung finden wird.

Wer wird "Alice im Wunderland" lieben?

Das Werk Lewis Carrolls ist die perfekte Vorlage für die surrealen Fantasien eines Tim Burton. Doch nicht nur Tim Burton-Fans werden "Alice im Wunderland" lieben. Die gelungene Mischung aus Live-Action und 3D-Animationsfilm ist verpackt in ein schaurig-schönes Märchen. Johnny Depp spielt den knallbunten und verrückten Hutmacher, einen Mix aus seinen bisherigen Burton-Figuren "Edward mit den Scherenhänden", Ichabod Crane aus "Sleepy Hollow" und Willy Wonka aus "Charlie und die Schokoladenfabrik".

Carroll litt übrigens an starker Migräne. Man geht davon aus, dass ihm seine Erfahrungen mit der Krankheit als Inspiration für das Werk dienten. Daher auch der Name des "Alice-im-Wunderland-Syndroms": Es bezeichnet eine durch Migräne ausgelöste Krankheit, bei der die Patienten sich selbst und/oder ihre Umgebung verändert (meist verkleinert oder vergrößert) wahrnehmen.

Für wen ist "Alice im Wunderland" nicht geeignet?

Für Kinozuschauer, die mit einem "echten" Kinderfilm gerechnet haben, wird "Alice im Wunderland" zu skurril sein. Versteckte Satire und der Mix aus Märchen, Horror und einer Prise Gothic sind nichts für die leichte Unterhaltung. Wer sich nur entspannt berieseln lassen möchte, sollte sich lieber einen anderen Film aussuchen.

Ab welchem Alter ist "Alice im Wunderland" empfehlenswert?

"Alice im Wunderland" ist für Kinofans ab zwölf Jahre freigegeben. Der Film zielt allerdings besonders auf das erwachsene Publikum ab. Auch für Jugendliche, die "Alice im Wunderland" noch als Zeichentrickserie aus ihrer Kindheit kennen, ist der Film gut geeignet. Tim Burton hat mit seiner eigenen Handschrift eine Adaption des Märchens auf die Leinwand gezaubert. Bizarre Handlungsorte und verschrobene Charaktere gehören ebenso zu ihm wie eine besondere Liebe zu traurigen und schaurigen Figuren.

Mit oder ohne Eltern in "Alice im Wunderland"?

"Alice im Wunderland" sollten sich Eltern auf keinen Fall entgehen lassen. Am besten zusammen mit den Kindern das 3D-Abenteuer genießen, damit der Nachwuchs sofort fragen kann, wenn er etwas nicht ganz verstanden hat. Aber auch ohne Kinder werden die Eltern einen tollen Kino-Abend haben.

Weitere Facts zu "Alice im Wunderland":

Kinostart: 4. März 2010
Regie: Tim Burton
Darsteller: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Mia Wasikowska
Länge: 103 Minuten
Genre: Animationskomödie
FSK: ab 12 Jahre freigegeben
Weitere Infos: www.alice-im-wunderland.de

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