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Kinotipp Belle & Sebastian

Der freche und mutige Waisenjunge Sebastian trifft 1943 in einem französischen Bergdorf auf eine wilde und kluge Hündin namens Belle. Die Verfilmung der gleichnamigen Kinderbücher von Cecile Aubry kommen jetzt als "Belle und Sebastian" ins Kino - ein Abenteuer, das Sie auf keinen Fall verpassen sollten.

Worum geht es in "Belle und Sebastian"?

Sebastian (Felix Bossuet) ist ein aufgeweckter Junge, der gemeinsam mit Csar (Tchky Karyo), einem älteren Herrn, den er seinen Großvater nennt, in den Bergen der französischen Alpen lebt. Sebastian ist oft allein auf den Felsen und Feldern unterwegs. Als die Dorfbewohner eine furchtbare Bestie suchen, die in den umliegenden Ortschaften Schafe reißen soll, läuft er dieser Bestie prompt über den Weg. Doch er begegnet keiner Bestie, sondern der lieben, klugen und zuverlässigen Hündin Belle.

Doch erkennt anfangs nur Sebastian das wahre Wesen des Tieres. Gemeinsam erleben die beiden von nun an viele spannende Abenteuer. Sollte Ihnen die Geschichte bekannt vorkommen, liegt das daran, dass es sich bei "Belle und Sebastian" um die Verfilmung der gleichnamigen Kinderbücher von Cecile Aubry aus den späten 1960er Jahren handelt. Die Bücher wurden bereits zwischen 1965 und 1970 für das Fernsehen verfilmt und sogar als Anim-Serie vermarktet. Mittlerweile hat sich sogar eine Indiepop-Band nach den beiden Helden benannt.

Eltern.de-Empfehlung für "Belle und Sebastian":

Sehenswert, gute Unterhaltung.

Wer wird "Belle und Sebastian" lieben?

Wenn Sie Ihre Kindheit mit "Belle und Sebastian" verbracht haben, werden Sie um einen Kinobesuch nicht herum kommen. Der neugierige und freche Sebastian ist schlagfertig, niedlich und selbstbewusst und wird sowohl den Fans der alten Serie wie auch "Belle und Sebastian"-Neulingen gefallen. Auch Csar, der hin und wieder zu viel trinkt, sich am Ende aber bessert, kommt zeitgemäß und glaubwürdig rüber. Die 1943 angesiedelte Geschichte versucht, den Zuschauern einen Blick auf eine vermeintlich unbeschwerte Kindheit in Kriegszeiten zu ermöglichen. Obwohl Sebastian tapfer und mutig ist, muss auch er sich dem Leben mit all seinen traurigen Seiten stellen. Mit schönen, ruhigen und naturgetreuen Landschaftsaufnahmen bringt Kameramann Eric Guichard dabei die Schönheit der französischen Alpen auf den Punkt. Die Geschichte von "Belle und Sebastian" wird dank dieser Bildsprache zu einem wirklich schönen Kinoerlebnis für die ganze Familie.

Für wen ist "Belle und Sebastian" weniger geeignet?

Wer Geschichten, die in dörflichen Bergregionen spielen, nicht viel abgewinnen und Landschaftsaufnahmen nicht ausstehen kann, der sollte lieber zuhause bleiben. Andererseits bietet sich "Belle und Sebastian" gerade für solche Kinobesucher an, um ihre Meinung zu überdenken. Die Handlung ist vielseitig, dauernd passiert etwas - nur mit Logik und Glaubwürdigkeit sollten Sie es nicht so genau nehmen. "Belle und Sebastian" ist eben ein Film für Kinder und da darf ein wilder Hund auch ruhig ein Held sein.

Ab welchem Alter ist "Belle und Sebastian" empfehlenswert?

"Belle und Sebastian" ist zwar ohne Altersbeschränkung freigegeben, aber allzu klein sollte Ihr Kind beim Besuch einer Vorstellung nicht sein. Für Kinder zwischen vier und sechs Jahren dürfte gerade der Anfang schwierig sein, bei dem eine Gams ihre Mutter durch den Schuss eines Jägers verliert. Die Plünderungen der Nazis in den Bergdörfern Frankreichs stehen zwar nicht im Mittelpunkt der Geschichte, können aber Fragen aufwerfen. Für einen Kinderfilm wird verhältnismäßig viel geschossen und auch die gezeigten Verletzungen sind nicht immer unblutig. Für Kinder unter sechs Jahren herrscht während und vermutlich auch nach dem Film ein wenig Erklärungsbedarf, da für die Kleinen während der Nachtaufnahmen nicht immer deutlich zu erkennen ist, ob dort gerade die Guten oder die Bösen im Dunkeln tappen.

Mit oder ohne Eltern in "Belle und Sebastian"?

Für Kinder zwischen zehn und zwölf ist ein Kinobesuch durchaus auch alleine möglich. Da in "Belle und Sebastian" sehr viel passiert, ist der Film durchgehend unterhaltsam, spannend, traurig und schön zugleich. Je nachdem, wie weit Ihr Kind im Geschichtsunterricht ist, könnte es sein, dass Sie nach dem Film ein wenig Aufklärungsarbeit in Sachen Zweiter Weltkrieg betreiben müssen. Mutige und tapfere Kinder können ihre Eltern einfach zuhause lassen, etwas zarter besaitete Jungen und Mädchen dagegen sollten lieber Mama oder Papa mitnehmen - die eignen sich nämlich prima zum Ankuscheln, wenn es unheimlich oder traurig wird.

Weitere Facts zu "Belle & Sebastian":

Kinostart: 19. Dezember 2013
Regie: Nicolas Vanier
Darsteller: Felix Bossuet, Tchky Karyo, Dimitri Storoge, Margaux Chatelier, Andreas Pietschmann und andere
Länge: circa 94 Minuten
Genre: Kinderfilm
FSK: ohne Altersbeschränkung freigegeben

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Was läuft außer "Belle & Sebastian" noch im Kino?

Außer "Belle & Sebastian" startet heute auch das urzeitliche Animations-Abenteuer Dinosaurier 3D - im Reich der Giganten

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