Der besondere Film
 
Preisgekrönter Kinderfilm: "Blöde Mütze"

"Blöde Mütze ist ein Kinderfilm, der sich konsequent mit ernsten Themen auseinandersetzt: Trennung der Eltern, Anschluss finden nach einem Umzug, Freundschaften aufbauen, erstes Verliebtsein und Anerkennung bekommen in einer Gruppe. Themen, die Kinder beschäftigen und mit denen sie umgehen müssen - die aber keineswegs kinderleicht zu lösen sind.

Sehen Sie hier den Filmtrailer:

Starttermin: 24.04. 2008
Darsteller: Johann Hillmann, Konrad Baumann, Lea Eisleb, Inka Friedrich, Stephan Kampwirth, Andreas Hoppe, Claudia Geisler, Inga Busch u. a.
Regie: Johannes Schmid
Genre: Kinderfilm, Drama, Literaturverfilmung
Filmlänge: circa 91 Minuten
FSK: 6
Website: www.bloedemuetze.de

Darum gehts: Der 12-jährige Martin (Johann Hillmann) ist mit seinen Eltern in die Provinz gezogen. Ihm fällt es schwer, den Anschluss an seine Mitschüler zu finden. Vom coolen Oliver (Konrad Baumann) bekommt er wegen seiner Baseballkappe den wenig schmeichelhaften Spitznamen "Blöde Mütze" verpasst. Und Silke (Lea Eisleb), das erste Mädchen, für das er schwärmt, ist auch noch Olivers Freundin. So weit so schlecht.

Die Zuneigung zu Silke lockt den schüchternen Martin jedoch aus der Reserve. Er sucht ihre Nähe, auch auf die Gefahr hin, sich mit Oliver anzulegen. Als Oliver jedoch auf dem Schulklo beim Rauchen erwischt wird und ihm der Rausschmiss aus der Schule droht, nimmt Martin die Schuld auf sich und kassiert eine Verwarnung. Ein erster Loyalitätsbeweis, dem noch einige folgen werden. Oliver geht es zunehmend schlechter: Seine Eltern stehen kurz vor der Trennung, sein Vater trinkt zu viel und bekommt auch noch einen Herzinfarkt. Allmählich merkt nicht nur Martin, dass er einen Freund braucht, sondern auch Oliver ist froh, dass er jemanden gefunden hat, auf den er sich verlassen kann.

Wer wird den Film lieben?: Eltern - denn es ist ein ruhiger, friedlicher Film, in dem es zwar ernste Themen geht, aber bis auf eine harmlose Prügelszene nichts Beanstandenswertes zu sehen ist. Mädchen und Jungs ab 9 Jahre finden aber sicherlich auch ihren Gefallen daran: Schmetterlinge im Bauch, schüchterne Jungs und eine Story mit nettem Happy End kommen schließlich immer gut an.

Wer sollte ihn besser nicht sehen? Wer eine lustige Comeing-of-Age Klamotte a la Hollywood erwartet, sollte lieber fern bleiben, dazu ist der Film zu deutsch und zu ernsthaft.

Mit oder ohne Eltern? Gerne mit Eltern, muss aber nicht sein. Da der Film versucht, das Gefühlsleben aus der Sicht eines 12-jährigen zu beschreiben, könnte es für Eltern aber hilfreich sein, die Nöte ihrer Sprößlinge etwas besser zu verstehen. Falls es Gesprächsbedarf gibt, kann man besser über die doch recht ernsthaften Themen diskutieren.

Eltern.de-Bewertung:

Genre: Kinderfilm Land: Deutschland 2006 Länge: 91 Minuten FSK: ab 6 Jahren

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