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Kinotipp Der Ruf der Wale

Aufregung um eine Grauwalfamilie: Schulkinder, Tierschützer und sogar Politiker hören den "Ruf der Wale" und nehmen teil am Schicksal der im Eis eingeschlossenen Wale. Ob die Rettung der drei imposanten Tiere gelingt?

Eltern.de-Bewertung für "Der Ruf der Wale":

Sehenswert, gute Unterhaltung.

Worum geht es in "Der Ruf der Wale"?

Dem Nachwuchs-Reporter Adam Carlson gehen in Barrow, dem nördlichsten Zipfel Alaskas, langsam die Geschichten aus. Er ist kurz davor, dem eiskalten Dörfchen den Rücken zu kehren, als es passiert: Er entdeckt eine Familie von Grauwalen, eingeschlossen im immer schneller gefrierenden Eis – und dem sicheren Tod geweiht, wenn nichts unternommen wird, um sie zu retten. Sein Bericht über die Walfamilie wird ausgestrahlt und löst einen Medienhype aus. Innerhalb kürzester Zeit interessieren sich neben den Ureinwohnern des Dorfes die verschiedensten Menschen für den "Ruf der Wale": sensationsgierige Journalisten, ein Öl-Magnat, ganze Schulklassen, die sowjetische Regierung, zwei Geschäftsmänner mit einer seltsamen Erfindung und allen voran Rachel Kramer, resolute Greenpeace-Aktivistin und Ex-Freundin Adams. Ob es ihnen gelingt, die Wale zu retten? Als die Temperatur plötzlich auf minus 50 Grad abfällt, scheint die Situation immer auswegloser. Übrigens: Die Story basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1988!

Wer wird "Der Ruf der Wale" lieben?

In "Der Ruf der Wale" gibt es Tiere und Natur, eine kleine Liebesgeschichte, wunderschöne Bilder, Umweltschutz, ein bisschen Drama. Der elfjährige Eskimo-Junge Nathan ist immer mit von der Partie, es gibt einige witzige Dialoge und politische Verwicklungen kommen auch vor. Ein Film, der sich mehrerer Genres bedient und in keines ganz hineinpasst. Das kann schiefgehen, weil das Ganze zu oberflächlich wird – oder wie hier funktionieren. Die Geschichte wirkt nicht platt, sondern macht Spaß, lässt mitfiebern und schmunzeln. Alle Figuren werden sehr menschlich, liebenswert und oft mit einem kleinen Augenzwinkern dargestellt – zum Beispiel die Umwelt-Aktivistin Rachel als durchgeknallt-sympathische Öko-Tante und nicht als tiefernste moralische Überbringerin der grünen Botschaft. So breit "Der Ruf der Wale" gefächert ist, so breit ist auch die Zielgruppe: Sie reicht von Naturfreaks über Familien bis zu politisch-historisch interessierten Kinogängern.

Für wen ist "Der Ruf der Wale" nicht geeignet?

Das vorherrschende Thema ist trotz Liebegeschichte und dem Auftritt des amerikanischen Präsidenten die Natur. Es gibt beeindruckende Bilder des endlosen weißen Winters in Alaska und Unterwasser-Aufnahmen der drei Grauwale. Wer das langweilig findet und stattdessen explodierende Autos, Gags und coole Sprüche am laufenden Band oder witzige Animations-Figuren bevorzugt, ist bei "Der Ruf der Wale" falsch. Wer aber ruhige, eher dokumentarische Filme mit schönen Bildern und einer interessanten Geschichte mag, dem wird "Der Ruf der Wale" bestimmt gefallen.

Ab welchem Alter ist "Der Ruf der Wale" empfehlenswert?

"Der Ruf der Wale" ist zu Recht ohne Altersbeschränkung freigegeben. Doch für die meisten Kindergartenkinder und auch für jüngere Grundschulkinder wird "Der Ruf der Wale" zu langweilig sein - sie werden beispielsweise die politischen Überlegungen hinter der Rettungsaktion nicht verstehen. Und die drei Grauwale, die immer wieder ihren Kopf aus dem Eisloch stecken und so in Nahaufnahme zu sehen sind, sind zwar beeindruckend. Aber für Kinder unter acht Jahren werden sie nicht niedlich genug sein, um den Film durch einen "Oh, wie süüüß"-Faktor sehenswert zu machen.

Mit oder ohne Eltern in "Der Ruf der Wale"?

Da in "Der Ruf der Wale" weder besonders gruselige Szenen noch zu derbe Ausdrücke vorkommen, könnten Sie Ihre größeren Kinder ruhig alleine ins Kino gehen lassen. Doch ein Kinobesuch von "Der Ruf der Wale" lohnt sich auch für Erwachsene. Also begleiten Sie Ihre Kinder und machen Sie sich gemeinsam einen schönen Kino-Nachmittag! Und wenn Ihre Kinder mal was nicht verstehen, können Sie es ihnen erklären.

Weitere Facts zu "Der Ruf der Wale":

Starttermin: 16. Februar 2012
Regie: Ken Kwapis
Darsteller: Drew Barrymore, John Krasinski, Kristen Bell, Dermot Mulroney u.a.
Länge: circa 107 Minuten
Genre: Öko-Drama
FSK: ohne Altersbeschränkung freigegeben
Weitere Infos:www.movies.universal-pictures-international-germany.de/derrufderwale oder www.facebook.com

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Was läuft außer "Der Ruf der Wale" noch im Kino?

Außer "Der Ruf der Wale" startet heute auch die Verfilmung von Knisters' Kinderbuch Yoko. Und mit Gefährten hat Star-Regisseur Steven Spielberg ebenfalls ein neues Epos auf die Leinwand gebracht.

Hier geht's zur Übersicht der aktuellen Eltern.de-Kinokritiken!


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