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Kinotipp Exit Marrakech

"Exit Marrakech" handelt vom 17-jährigen Ben und seinen aufregenden Sommerferien in Marroko. Dort entdeckt er eine ebenso fremde wie faszinierende Kultur - und kommt auch seinem Vater wieder näher. Eltern.de hat den Film schon mal vorab für Sie gesehen.

Worum geht es in "Exit Marrakech"?

In den Sommerferien besucht Ben seinen Vater Heinrich in Marrakesch, der Hauptstadt Marrokos. Heinrich ist ein gefeierter Theaterregisseur aus Deutschland, der gerade an einem internationalen Theaterfestival teilnimmt. Schnell wird klar, dass Ben und Heinrich sich kaum kennen, da die Eltern seit Jahren geschieden sind und Heinrich sich bislang kaum für seinen Sohn interessierte. Der möchte mehr kennen lernen als die Luxushotels, in denen Heinrich seine knappe Freizeit verbringt.

Also macht er sich auf, Marrakesch auf eigene Faust zu erkunden - und kommt in Berührung mit einer neuen, ihm fremden Welt. So stürzt er sich Hals über Kopf in eine Romanze mit der jungen Karima. Nach einem Streit mit seinem Vater begleitet er sie in ihr entlegenes Heimatdorf im Atlasgebirge. Obwohl Karima ahnt, welche Probleme es ihr bereiten wird, nimmt sie Ben mit. Tatsächlich reagiert ihre Familie alles andere als begeistert auf den Neuankömmling. Ben ist plötzlich auf sich allein gestellt. Doch sein Vater hat sich bereits auf den Weg gemacht, ihn zu suchen. Die gemeinsame Rückreise durch das fremde Land stellt dann beide, Vater und Sohn, auf eine harte Probe ...

Eltern.de-Bewertung für "Exit Marrakech":

Top-Film - aber eher für große Filmfans!

Wer wird "Exit Marrakech" lieben?

"Exit Marrakech" werden alle lieben, die auch die früheren Filme der Oscar-prämierten Regisseurin Caroline Link ("Nirgendwo in Afrika", "Jenseits der Stille") mochten. Eindrucksvoll zeigt der Film die fremde Kultur Marokkos. Der Zuschauer wird von der Reizüberflutung, die Ben in Marrakesch erfährt, genauso mitgerissen wie die Hauptfigur. Im scharfen Kontrast dazu steht die karge Landschaft Marrokkos und die Einfachheit des Lebens der Landbevölkerung. Daneben steht auch die Beziehung zwischen Vater und Sohn immer wieder im Vordergrund von "Exit Marrakech": Die Konflikte zwischen den beiden und ihre Fremdheit sind stets spürbar - und trotzdem spürt man immer wieder die Verbundenheit zwischen Vater und Sohn.

Für wen ist "Exit Marrakech" weniger geeignet?

"Exit Marrakech" ist weniger geeignet für Kinder. Die Thematik des Films wird eher Eltern interessieren, die zu Hause selbst einen rebellierenden Teenager wie Ben haben.

Ab welchem Alter ist "Exit Marrakech" empfehlenswert?

"Exit Marrakech" ist ab sechs Jahren freigegeben, wobei Kinder in diesem Alter sicher noch nicht viel mit der Story anfangen können. Ab circa 14 Jahren werden Jugendliche dem Film gut folgen und sich vielleicht sogar mit dem Protagonisten Ben identifizieren können. Die Konflikte, die er mit seinen Eltern austrägt, werden alle kennen. Deshalb ist "Exit Marrakech" sehenswert für Jugendliche, die sich für fremde Kulturen und große Abenteuer interessieren und die alltägliche Streitigkeiten mit den Eltern kennen.

Mit oder ohne Eltern in "Exit Marrakech"?

Wie gesagt: "Exit Marrakech" ist eher ein Film für Erwachsene. Doch sehen Teenager den Film mit ihren Eltern, werden im Anschluss sicher viele spannende Unterhaltungen und Diskussionen über "Exit Marrakech" entstehen.

Weitere Fakten zu "Exit Marrakech":

Kinostart: 24. Oktober 2013
Regie: Caroline Link
Darsteller: Ulrich Tukur, Samuel Schneider, Hafsia Herzi u.a.
Länge: circa 122 Minuten
Genre: Drama
FSK: ab sechs Jahren freigegeben

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Was läuft außer "Exit Marrakech" noch im Kino?

Außer "Exit Marrakech" startet heute mit Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 die Fortsetzung des Animations-Ulks. Außerdem neu im Kino: Der deutsche Kinderfilm Sputnik

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