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Kinotipp Hugo Cabret

Mit "Hugo Cabret" bringt Altmeister Martin Scorsese jetzt erstmals einen Kinderfilm in die Kinos - und den gleich noch in 3D! Ob er auch die Geschichte um einen Waisenjungen, der im Pariser Bahnhof lebt, in Kino-Magie verwandelt? Hier sagen wir es Ihnen.

Eltern.de-Empfehlung für "Hugo Cabret":

Großes Kino für kleine Zuschauer.

Worum geht es in "Hugo Cabret"?

"Hugo Cabret" (Asa Butterfield) lebt Anfang der Dreißigerjahre des vorigen Jahrhunderts auf dem Pariser Hauptbahnhof und zieht dort die Uhren auf. Von Uhren versteht der Waisenjunge etwas, sie machen ihm Freude. Die rätselhafte, aufziehbare Figur, die ihm sein verschollener Vater hinterlassen hat, hat er jedoch bisher nicht zum Laufen bringen können. Denn das entscheidende Teil fehlt: ein herzförmiger Schlüssel. Als Hugo schon fast verzweifelt, trifft er zufällig auf Isabelle (Chloe Grace Moretz ). Plötzlich scheint es, als könnten sie gemeinsam das Geheimnis um die Aufziehfigur lösen ...

Wer wird "Hugo Cabret" lieben?

"Hugo Cabret" ist nicht nur ein ausgezeichneter Film für alle 3D-Fans, sondern eine wunderschöne Geschichte, die mit beeindruckenden Bildern auftrumpft. Der bisher vor allem auf harte Gangster-Epen abonnierte Altmeister Martin Scorsese ("Der Pate", "Departed - unter Feinden") hat mit "Hugo Cabret" einen Film geschaffen, der durchaus als eine Hommage an den Beginn des Kinos und die heute längst vergessenenen ersten Filme verstanden werden kann. Ein entscheidendes Kinobild zieht sich dementsprechend durch die gesamte Handlung: der Mond mit Gesicht, in dessen rechtem Auge eine Rakete steckt! Die Erklärung für alle, die kein Studium der Filmwissenschaft absolviert haben: Dabei handelt es sich um ein Bild aus dem Kinofilm "Die Reise zum Mond" von Georges Mlis aus dem Jahre 1902. Dieses Bild, das die aufziebare Figur nach anfänglichen Startschwierigkeiten auf Papier malt, bringt Isabelle und Hugo auf die Idee, den Erfinder der Figur und somit auch den Schöpfer des Gemäldes zu suchen. Mehr soll gar nicht verraten werden, nur so viel: Wer ebenso viel für spannende (Kino-)Geschichte wie für hypermodernes 3D übrig hat und Paris liebt, sollte sich "Hugo Cabret" unbedingt ansehen!

Für wen ist "Hugo Cabret" nicht geeignet?

"Hugo Cabret" ist für jeden Kinobesucher geeignet! Denn es dürfte niemanden geben, der nicht irgendetwas an diesem Film für sich entdecken könnte. Sei es die Tatsache, dass 3D hier wirklich Spaß macht, oder einfach der Fakt, dass die Geschichte gut ausgearbeitet und "Hugo Cabret" durchweg unterhaltsam ist. Ob mit der ganzen Familie oder alleine - "Hugo Cabret" garantiert einen geglückten Kinobesuch. Der Plot vermischt geschickt eine Kindergeschichte mit einer Handlung für Erwachsene, so dass am Ende alle zufrieden sind. Fazit: Es gibt viele Filme, die für zig Oscars nominiert werden, und bei denen jeder sich fragt, "warum eigentlich?", aber dieser Film hat es wirklich verdient!

Ab welchem Alter ist "Hugo Cabret" empfehlenswert?

Durch den 3D-Effekt erlebt man "Hugo Cabret" intensiver als herkömmliche Filme. Bei kleineren Kinobesuchern könnte dies allerdings hin und wieder Unbehagen hervorrufen. Der Zuschauer geht mit Hugo über dunkle Plätze, erlebt traurige wie schöne Momente und ist überwältigt von der schwindelerregenden Fahrt über die Dächer von Paris. Sollte Ihrem Kind die 3D-Brille aber nicht von der Nase rutschen, können Sie getrost mit einem Kind ab sechs Jahren ins Kino. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass Sechsjährige alleine ins Kino gehen, sind Sie ja im Zweifel da, falls sich Ihr Kind zwischendurch mal gruselt.

Mit oder ohne Eltern in "Hugo Cabret"?

Ist Ihr Kind erst sechs Jahre alt, gehen Sie mit ins Kino. Nicht nur für Ihr Kind, sondern für sich selbst. Denn der Film lohnt sich! Kinder zwischen zehn und zwölf können sich den Film getrost auch ohne Eltern anschauen und gemeinsam mit ihren Freunden und "Hugo Cabret" ein kleines Kinoabenteuer erleben. Für ältere Kinder sollte der Besuch einer Vorstellung von "Hugo Cabret" sowieso Pflicht sein: Ein bisschen Filmgeschichte hat noch keinem geschadet!

Weitere Facts zu "Hugo Cabret":

Starttermin: 09. Februar 2012
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Asa Butterfield, Sir Ben Kingsley, Sacha Baron Cohen, Chloe Grace Moretz u. a.
Länge: circa 126 Min
Genre: Abenteuer-/Familienfilm
FSK: ab sechs Jahre freigegeben
Weitere Infos: www.hugocabret.de

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Was läuft außer "Hugo Cabret" noch im Kino?

Außer "Hugo Cabret" kommt jetzt auch der erste Teil der "Star Wars"-Reihe, Star Wars: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung 3D erneut in die Kinos - diesmal sogar in 3D!

Und hier geht's zur Übersicht der aktuellen Eltern.de-Kinokritiken!

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