Kinotipp
 
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Längst sind sie Kult, die drei Indiana Jones-Filme aus den 80ern. Jetzt kehrt Harrison Ford in der Rolle des Abenteurers und Archäologen zurück. Nach fast zwei Jahrzehnten läuft heute der vierte Teil "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" in den deutschen Kinos an. Eltern.de hat den Streifen genauer unter die Lupe genommen.

Darum geht's: 1950er Jahre, Kalter Krieg: Nur knapp entkommt der mittlerweile in die Jahre gekommene, aber nicht weniger agile, Indiana Jones (Harrison Ford) einer Auseinandersetzung mit russischen Agenten in einer entlegenen Lagerhalle in der amerikanischen Wüste.

Doch die nächsten Schwierigkeiten lassen nicht lange auf sich warten. Zurück am College muss Professor Jones erfahren, dass er seinen Lehrstuhl verlassen muss. Unterwegs zu einer anderen Universität, an der er künftig lehren möchte, trifft er auf den jungen Rebellen Mutt (Shia LaBeouf). Der macht ihm - auf Geheiß seiner Mutter Marion (Karen Allen) - ein attraktives Angebot. Der Archäologe Jones soll ihm helfen, den mysteriösen Kristallschädel von Akator zu finden, was ohne Zweifel größten wissenschaftlichen Ruhm und weltweites Ansehen bedeuten würde. Der erprobte Abenteurer lässt sich nicht lange bitten und reist gemeinsam mit Mutt nach Peru, wo der sagenumwobene Schädel rätselhaften Hinweisen zu Folge zu finden sein soll.

Dass dieses wertvolle Objekt, das seinem Besitzer schier grenzenlose Macht sicher könnte, nicht nur von Indiana Jones und seinen Gefährten gesucht wird, versteht sich von selbst. Eine sowjetische Elitetruppe, angeführt von der eiskalten und wunderschönen Irina Spalko (Cate Blanchett), ist ebenfalls dem Geheimnis des Kristallschädels auf der Spur - und ihnen ist jedes Mittel recht, das sie der vermeintlichen Weltherrschaft ein Stück näher bringt.

Wer wird den Film lieben? Ganz klar: Freunde witziger, comichaft inszenierter Spannung und Action und natürlich Fans des legendären Abenteurers Indiana Jones. Denn ein höchst mysteriöser, wertvoller Schatz, versteckt in den verborgenen Winkeln des peruanischen Dschungels in einer geheimnisvollen versunkenen Stadt, knifflige Rätsel und verschlüsselte Hinweise, eine ganze Armada von skrupellosen Feinden, die für rasante Verfolgungsjagden und actiongeladene Kampfszenen sorgen und natürlich Indy samt Fedora-Filzhut, der immer einen flotten Spruch auf Lager hat - was braucht ein gelungener Abenteuerfilm mehr?

Für wen ist er nicht geeignet? Wer mit meist maßlos übertriebenen, manchmal schier endlos in die Länge gezogenen Kampfszenen in allen erdenklichen Varianten nichts anfangen kann, wird bei "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" keinen Spaß haben. Der Streifen bedient außerdem zahlreiche Klischees vom grundsätzlich bösen, russischen Prügelknaben über dunkle Geheimgänge voller Spinnweben und verwitterter Skeletten bis hin zum obligatorischen Versinken im Treibsand - wer einen anspruchsvollen Plot mit klugen Dialogen erwartet, ist hier definitiv im falschen Film.