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Kinotipp Serengeti

Kinder lieben Tiere - und Antilopen, Büffel, Gazellen, Gnus, Zebras, Löwen und Leoparden gibt es in "Serengeti" so viele, dass man sie kaum zählen kann. Die Dokumentation über die Wanderungen durch die afrikanische Savanne kommt jetzt ins Kino - ob sich eine Wanderung ins Lichtspielhaus lohnt?

Eltern.de-Bewertung für "Serengeti":

Worum geht es in "Serengeti"?

Jedes Jahr in der Regenzeit versammeln sich Millionen Gnus, Zebras und Antilopen in den weiten Ebenen der "Serengeti" - die größte Ansammlung an Huftieren, die es auf der Erde gibt. In der Nähe der Vulkane des Kraterhochlandes finden sie ein wahres Meer an Gras, das alle Vegetarier satt bekommt - und natürlich auch deren Feinde. Danach ziehen die Tiere auf der Suche nach Nahrung und Wasser auf der immer gleichen Wanderroute über dornige Buschländer bis zu den üppigen Weiden im Norden. Ein Weg durch 25.000 Quadratkilometer atemberaubende Wildnis. Der Weg ist gefährlich: Natürliche Feinde wie Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen und Krokodile sind ihnen auf der Spur. Breite Flüsse und gewaltige Buschbrände stellen fast unüberwindbare Hindernisse dar. Der Film "Serengeti" zeigt in unglaublichen Bildern ein freies, wildes, aber auch bedrohtes Naturschauspiel.

Wer wird "Serengeti" lieben?

Afrika-Fans kommen bei "Serengeti" ins Schwärmen, denn der Film entführt in eine einmalige Traumlandschaft: die endlose Savanne, die Vulkanwelt des Weltnaturerbes und natürlich eine der letzten großen Tierwanderungen überhaupt. Zebramütter mit ihren Kindern, Gnu-Familien, und - immer dabei - Löwen und Leoparden mit Nachwuchs unternehmen jedes Jahr einen kreisförmigen Zug durch die Serengeti. Wer Filme wie "Unsere Erde", "Unsere Ozeane" oder natürlich den Klassiker "Serengeti darf nicht sterben" mochte, der wird auch "Serengeti" lieben. Familiengründung und Nachwuchsaufzucht sind Themen, die nicht nur Menschen, sondern auch Tiermütter beschäftigen. Eltern werden bestimmt einige Gemeinsamkeiten erkennen. Denn die Antwort darauf, warum die Gnus immer wieder zu den Vulkanen zurückkehren und all die Mühsal auf sich nehmen, ist fast menschlich: Die Gnu-Mütter wissen genau, was für ihren Nachwuchs das Richtige ist. Die Kleinen brauchen die Mineralien, die sie nur in der südlichen Serengeti finden. Und für ihre Babys tun auch diese Mütter alles - junge Eltern werden das am Besten verstehen.

Für wen ist "Serengeti" nicht geeignet?

Es gibt tausende Fernsehfilme über die Naturschönheiten Afrikas. Wer also von Löwen-, Zebra-, und Krokodilaufnahmen bereits gelangweilt ist, muss nicht mehr unbedingt in "Serengeti" gehen. Auch wenn die schönen Naturaufnahmen auf Kinoleinwand atemberaubend sind, zeigt der Film an sich nichts komplett Neues. Außerdem bleibt "Serengeti" als Naturfilm sachlich und besticht mit Bildern und Musik, nicht mit Action. Aber auch die pädagogisch wertvollen Botschaften, die man zu diesem bedrohten Naturspektakel erwartet, fehlen. Doch der Film wirkt auch so.

Die Wanderung durch die "Serengeti" ist allerdings sehr abenteuerlich: Löwen machen Jagd auf Gnus, Tiere stürzen bei der beschwerlichen Flussüberquerung ins Wasser und ertrinken, das Maul eines Krokodils schnappt plötzlich aus dem Wasser. Auch wenn die Filmmacher kurz vor den ganz blutigen Teilen immer die Szene wechseln - für die zarten Gemüter der Kleinen ist der Film trotz der vielen niedlichen Tierbabyszenen nichts.

Ab welchem Alter ist "Serengeti" empfehlenswert?

"Serengeti" ist ab sechs Jahren freigegeben. Da in der Tierwelt eben die Regel "Fressen und gefressen werden" gilt, sind entsprechende Szenen auch für manche Schulanfänger wahrscheinlich zu heftig. Deshalb sollten ängstliche Kinder erst ab acht Jahren mit in "Serengeti" gehen.

Mit oder ohne Eltern in "Serengeti"?

"Serengeti" ist ein richtiger Eltern-Kind-Film. Gemeinsam wird in der afrikanischen Savanne eine Familienpackung Popcorn geknuspert und die Eltern können während dem Film die Fragen der Kinder klären, die Sprecher Hardy Krüger nicht beantwortet. Möchten Sie sich allerdings mal ohne Kinder einen schönen Abend machen, dann ist "Serengeti" nach einem leckeren afrikanischen Essen genau der richtige Film.

Weitere Facts zu "Serengeti":

Kinostart: 3.2.2011
Regie: Reinhard Radke
Sprecher: Hardy Krüger
Länge: 100 Minuten
Genre: Naturfilm
FSK: ab sechs Jahre freigegeben

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