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Kinotipp Sputnik

"Sputnik" erzählt, wie die zehnjährige Rike und ihre Freunde am 9. November 1989 den Lauf der Geschichte veränderten und die Mauer zu Fall brachten. Wirklich?

Worum geht es in "Sputnik"?

Kinotipp: Sputnik
© Georges Pauly

Herbst 1989 in dem kleinen Dorf Malkow in der DDR: Rike und ihre Science Fiction-verrückten Freunde bauen an ihrer ganz eigenen Version des "Sputniks", dem legendären Satelliten. Ihr großer Traum: einmal ins Weltall zu fliegen. Als Anfang November jedoch Rikes geliebter Onkel Mike in den Westen asureist, bricht für das Mädchen eine Welt zusammen. Doch dann schmiedet sie einen Plan: Inspiriert von ihrer Lieblingsserie "Raumschiff Interspace" baut sie mit ihren Kumpels Fabian und Jonathan einen "Beamer", um ihren Onkel zurück nach Malkow zu transportieren.

Am Abend des 9. November ist es soweit: Das Trio wagt den ersten Versuch - und die Ereignisse überschlagen sich: Zwar taucht Mike nicht plötzlich wieder in der ostdeutschen Provinz auf, dafür sind sämtliche Einwohner Malkows verschwunden. Haben die Kinder alle nach Westberlin gebeamt? Tatsächlich, als Rike und die Jungs den Fernseher einschalten, erkennen sie die Bürger Malkows auf der Berliner Mauer. Ob die jungen Erfinder wohl einen Nobelpreis dafür bekommen, dass sie die Berliner Mauer einfach weggebeamt haben?

Eltern.de-Bewertung für "Sputnik":

Großes Kino für kleine Zuschauer.

Wer wird "Sputnik" lieben?

"Sputnik" ist ein richtiger Familienfilm: Die historischen Ereignisse der Tage vor und während des Mauerfalls sind auf kindgerechte Weise aufbereitet. Jüngere Kinobesucher werden deshakb fasziniert sein von den spannenden Abenteuern, die Rike und ihre Freunde erleben. Aber auch die Eltern werden sich köstlich amüsieren, denn "Sputnik" überzeugt durch viel Wortwitz und eine tolle Situationskomik.

Für wen ist "Sputnik" weniger geeignet?

Für kleine Kinder ist "Sputnik" weniger geeignet. Die Geschichte ist an Stellen doch sehr spannend. Und wer es lieber laut und aufregend mit vielen Specialeffects oder Animationen mag, sollte sich besser einen anderen Film aussuchen.

Ab welchem Alter ist "Sputnik" empfehlenswert?

Trotz einer Freigabe ohne Altersbeschränkung ist "Sputnik" erst ab circa acht Jahren empfehlenswert. Ab diesem Alter können Kinder der Geschichte gut folgen und verstehen die Zusammenhänge der Ereignisse. Außerdem sind sie dann ungefähr im gleichen Alter wie die Hauptdarsteller und können sich daher sicher mit diesen identifizieren.

Mit oder ohne Eltern in "Sputnik"?

Der Film ist ein wahrer Familienfil. Daher empfiehlt es sich, den Film mit den Eltern anzusehen. Ab circa zwölf Jahren könnten Kinder den Film jedoch auch allein ansehen.

Weitere Fakten zu "Sputnik":

Kinostart: 24. Oktober 2013
Regie: Markus Dietrich
Darsteller: Flora Li Thiemann, Devid Striesow, Yvonne Catterfeld, Maxim Mehmet u.a.
Länge: circa 83 Minuten
Genre: Kinderfilm
FSK: ohne Altersbeschränkung
Weitere Infos:www.sputnikderfilm.de oder unter www.facebook.com/sputnikderfilm

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Was läuft außer "Sputnik" noch im Kino?

Außer "Sputnik" startet heute mit Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 die Fortsetzung des Animations-Ulks. Außerdem neu im Kino: Exit Marrakech, den neuen Film von Oscar-Preisträgerin Caroline Link ("Nirgendwo in Afrika", "Jenseits der Stille").

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