Kinotipp
 
Krabat

Während des Dreißigjährigen Krieges kämpft Krabat ums Überleben. Das Angebot eines Müllers, bei ihm in die Lehre zu gehen, scheint seine Rettung zu sein. Doch der Meister lehrt nicht nur den Umgang mit dem Mahlwerk, sondern auch die Kunst der schwarzen Magie. Aufwändige Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans von Otfried Preußler.

Kinostart: 09. Oktober 2008
Darsteller: David Kross, Daniel Brühl, Christian Redl, Robert Stadlober
Regie: Marco Kreuzpaintner
FSK: ab 12

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Darum geht's:

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges stirbt die Mutter von Krabat (David Kross) an der Pest. Als Waise zieht der Junge bettelnd mit zwei Freunden durchs Land. In einem wiederkehrenden Traum ruft ihn eine Stimme zur alten Mühle. Obwohl die Mühle ein dunkler und unheimlicher Ort ist, nimmt Krabat das Angebot des Müllermeisters an, bei ihm in die Lehre zu gehen.
Dass die Lehre nicht nur die Arbeit am Mahlwerk bedeutet, sondern auch die Künste der Schwarzen Magie umfasst, findet Krabat erst mit der Zeit heraus. Das erste Lehrjahr ist hart. Seltsame Dinge gehen vor sich und die Mitgesellen sind grob und verschlossen. Allein der Altgeselle Tonda (Daniel Brühl) kümmert sich um Krabat und freundet sich mit ihm an. Bei einem Besuch des Dorfes Schwarzkolm verliebt sich Krabat in ein Mädchen. Tonda warnt ihn vor den Gefühlen und prophezeit großes Unheil, sollte der Meister jemals den Namen des Mädchens erfahren.
Als Tonda in der Silvesternacht stirbt, beginnt Krabat zu verstehen: Um seine Macht zu erhalten, opfert der Meister jedes Jahr einen Gesellen dem Teufel. Fortan lernt Krabat fleißiger als zuvor, wild entschlossen, den Meister selbst herauszufordern und zu besiegen. Um das zu schaffen ist die Liebe des Mädchens nötig. Sie muss Krabat am letzten Tag im Jahr frei bitten und eine Probe bestehen. Sollte das Mädchen scheitern, so müssen sie und Krabat sterben.
Krabat ist eine Geschichte, die von Freundschaft und Liebe handelt, von Vertrauen und Hinterlist. Vor allem aber von Macht - die man nur auf Kosten anderer besitzen kann.

Wer wird den Film lieben?

Alle, die Zauberei und Magie im Märchenstil etwas abgewinnen können, werden begeistert sein. Der Gruselfaktor ist aber nicht zu unterschätzen: Die Magie der alten Mühle ist düster und unheimlich und hat nichts mit einem fröhlichen "Hexhex" einer Bibi Blocksberg zu tun. Doch Krabat glaubt an das Gute und die Liebe, und beweist, dass es etwas stärkeres als Schwarze Magie gibt. Insofern spricht der Film auch große und kleine Romantiker an.

Für wen ist er nicht geeignet?

Freunde explodierender Autos, Science Fiction-Fans und Action-Liebhaber werden sich in dem Streifen eher langweilen. Krabat ist eine Erzählung, die in ihrer visuellen Aufbereitung mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen und ein paar "magischen" Effekten aufwartet. Schnelle Action findet man hier nicht und wer düstere Märchenumgebung und erdverschmierte Gesichter nicht gerne sieht, der sollte sich das Geld für die Kinokarte besser sparen.

Für welches Alter empfehlenswert?

Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren - absolut nachvollziehbar, angesichts des erklärungsbedürftigen Stoffes aus Schwarzer Magie und Teufelspakt. Doch manchmal ist die eigene Fantasie oft noch unheimlicher als die Bilder auf der Leinwand. Wer das Buch also bereits kennt, der kann sich auch den Film anschauen.

Mit oder ohne Eltern?

Für Eltern, die selbst mit "Krabat" aufgewachsen sind, ist der Film wahrscheinlich ein Muss. Doch düstere und unheimliche Szenen werden bei Kindern sicherlich den Wunsch wecken, neben sich einen Arm zum Festhalten zu haben. Einige Szenen verlangen auch Erklärungen für Kinder. Schwarze Magie und der Pakt mit dem Teufel – das ist kein leicht verdaulicher Stoff, auch wenn er als Märchen verpackt ist. Aber ansprechend ist der Film in jedem Fall für große und kleine Zuschauer.

Sehenswert, gute Unterhaltung.