ELTERN-Edition
 
Brauchen Kinder Märchen?

Ja, meinen wir. Deshalb gibt es ab sofort die ELTERN-Märchenedition - in zehn schön gestalteten Bänden. Hier erfahren Sie, wo es die Bücher zu kaufen gibt. Und wir erklären, welche Märchen für welches Alter geeignet sind.

Zehn auf einen Streich: die ELTERN-Märchenedition

ELTERN-Edition: Brauchen Kinder Märchen?

Märchen sind zeitlos und wollen immer wieder erzählt und gelesen werden. Die ELTERN Märchenedition versammelt die schönsten Texte in einer 10-bändigen Sammlerausgabe, in der jeder sein Lieblingsmärchen wiederfinden oder ganz neue, unbekannte Märchenschätze entdecken kann.
Ab jetzt im Buchhandel - für 6,95 Euro pro Band oder 59,95 Euro für alle zehn Bände

Die Märchenedition im Überblick

Auf diese Märchen können Sie sich freuen

Märchen der Gebrüder Grimm:
u.a. Frau Holle; Sterntaler; Rupelstilzchen; Schneewittchen; Der Fischer und seine Frau

Märchen von Hans Christian Andersen:
u.a. Die kleine Meerjungfrau; Der standhafte Zinnsoldat; Die Nachtigall; Was Vater tut, ist immer recht; Der kleine Klaus und der große Klaus; Däumelinchen

Märchen von Wilhelm Hauff:
u.a. Zwerg Nase; Kalif Storch; Der kleine Muck; Der junge Engländer; Der falsche Prinz; Das Gespesterschiff

Märchen aus 1001 Nacht:
Aladin und die Wunderlampe; Ali Baba und die vierzig Räuber; Sindbad der Seefahrer

Die schönsten Tiermärchen:
Der gestiefelte Kater; Die Bremer Stadtmusikanten; Der Mistkäfer; Der Hund und der Sperling; Der Wettlauf ziwschen dem Hasen und dem Igel; Das hässliche Entlein

Gespenster- und Gruselmärchen:
u.a. Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen; Das Totenhemdchen; Der schwarze Graf; Der beherzte Flötenspieler; Der Geist im Glas; Das Gespensterschiff; Der Spuk auf der Bleichwiese

Märchen von Prinzen und Prinzessinen:
u.a. Aschenputtel; Der Froschkönig; Dornröschen; Die Prinzessin auf der Erbse; Die drei Nüsse; Der Schweinehirt; Siebenschön

Hexen- und Zaubermärchen:
u.a Hänsel & Gretel; Hans mit der goldenen Schnupftabaksdose; Jorinde und Joringel; Rapunzel; Der Liebste Roland; Der Mann ohne Herz; Die sechs Schwäne; Das Jaköbchen und der Zuckertütenbaum

Märchen aus aller Welt:
u.a. Hans und der Bohnenstengel; Die Geschichte von den drei Bären; Finist, der helle Falke; Wassilissa die Wunderschöne; Die goldenen Äpfel; Der kleine Däumling; Die Schöne und das Tier

Die schönsten Weihnachtsmärchen:
u.a. Das Wunder des heiligen Martin; Der Tannenbaum; Eine Weihnachtsgeschichte; Das Mädchen mit den Schwefelhölzern; Der kleine Tannenbaum; Der Schneemann; In Hülle und Fülle

Und hier können Sie die Edition bestellen.

Erfahren Sie auf der nächsten Seite:

Wie Märchen Kindern helfen und warum sie besser gemeinsam gelesen werden.

Sind Märchen nicht von gestern?

Gefühle, die in Märchen vorkommen, sind immer aktuell

Keine Sorge: Kinder lieben Märchen - auch heute. Sie befriedigen ihre Sehnsucht nach dem Magischen, Wunderbaren. Und sie passen zu ihrem Enwicklungsstand. Bis ins Schulalter scheinen Kindern Tiere, Gegenstände oder Pflanzen genauso lebendig wie Menschen. Der Wechsel zwischen realer und irrealer Handlung ist für sie genauso selbstverständlich und normal wie für die Märchenfiguren selbst. Märchen schenken Kindern Raum für Träume, Bilder und Fantasien.

Und: In Märchen geht es um elementare Erfahrungen - um den Kampf des Guten mit dem Bösen, um Liebe und Hass. Gefühle, die in Märchen vorkommen, sind immer aktuell: Heute wie vor Hunderten von Jahren spüren Kinder Rivalität zu ihren Geschwistern, wie der Dummling in "Die drei Federn". Wollen sie nicht verlassen werden wie Hänsel und Gretel, leiden unter Ängsten, die in der Figur des Wolfs ein Bild finden. In puncto Geschlechterbeziehungen sind Märchen in gewisser Weise sogar modern: Es sind oft gerade die Frauenfiguren, die Kraft und Stärke beweisen. Gretel rettet ihren Bruder vor dem sicheren Tod. Es ist die kleine Schwester, die allen Gefahren trotzt und ihre in Raben verwandelten Brüder befreit. Und Aschenputtel bringt den auf, heimlich auf den Ball zu gehen.

Brauchen Kinder denn wirklich Märchen?

Ja! Weil Märchen genau die Themen bearbeiten, die Kinder bewegen.

  • Märchen spenden Trost:
    Kinder fühlen sich verstanden, wenn sie die Geschichten von Hänsel und Gretel oder dem Aschenputtel hören. Da ist ja noch einer, der Angst hat, nicht geliebt zu werden. Der sich manchmal schrecklich blöd vorkommt. Der nicht selbstständig werden will. Einer, der wie ich Ärger mit Bruder oder Schwester hat.
  • Märchen machen Mut:
    Die Struktur der Geschichten ähnelt sich: Der Held wird auf den (Lebens-)Weg geschickt, kommt in schier aussichtslose Lagen, muss sich gegen das Böse behaupten und reift an seinen Aufgaben. Am Ende siegt das Gute. Entweder weil der Held seinen ganzen Mut zusammengenommen hat. Oder weil Helfer ihn in einer schier aussichtslosen Lage unterstützen. Und deshalb wohnen die Bremer Stadtmusikanten am Ende in dem Haus, tanzen die sieben Geißlein mit ihrer Mutter gemeinsam um den Brunnen, kann die Königin ihr Erstgeborenes behalten. Märchen sind optimistisch: Märchen machen Mut. Sie sagen den Kindern: Wenn du zupackst - dann schaffst du es. Dieses Urvertrauen ins Leben, das die Märchen offenbaren, brauchen Kinder für eine gesunde Entwicklung.
  • Märchen vermitteln Werte:
    Held oder Heldin beweisen nicht nur Mut. Sie sind auch besonders tugendhaft. Sie sind treu, fleißig, demütig, geduldig, bescheiden, ehrlich. Und diese Werte können Kinder durch ihr heutiges, ziemlich kompliziertes Leben leiten.
  • Märchen lassen Gefühle zu:
    Moralische Zuordnungen sind eindeutig im Märchen. Es gibt ganz klar Gut und Böse, Schwarz und Weiß, keine Zwischentöne. Das entspricht der kindlichen Entwicklung, denn auch für ein Kind im Vorschulalter sind Menschen entweder gut oder böse. Wenn es aber in alle Rollen schlüpfen kann, darf es beide Seelenanteile erleben, die guten und die bösen. Neid, Eifersucht, Verachtung genauso wie Hilfsbereitschaft, Mitleid und Loyalität. Es kann das arme Stiefkind sein, aber auch die Prinzessin, sogar die Hexe oder die böse Stiefmutter. Märchen erlauben Kindern, negative Gefühle gegenüber Menschen zuzulassen, die sie eigentlich lieben. Die eigene Mutter ist eben nicht nur lieb, sie kann auch Verbote aussprechen, schimpfen oder das Kind zu fest an sich klammern. Die Wut auf die eigene Mutter wird dann auf die bösen Figuren gelenkt – die Stiefmutter oder die Hexe.

Sind Märchen nicht zur grausam?

Weil Märchen Ängste auslösen können, ist es so wichtig sie gemeinsam zu lesen

Die Stiefschwestern von Aschenputtel hacken sich Zeh und Ferse ab, um in den goldenen Schuh zu passen. Am Ende picken ihnen die Tauben die Augen aus. Die Stiefmutter von Schneewittchen muss zur Strafe rot glühende Eisenpantoffeln tragen und sich zu Tode tanzen. Die Hexe verbrennt im Ofen, und Rumpelstilzchen reißt sich entzwei. Als Filmversion wären die Geschichten sicher nicht ab sechs freigegeben. Doch in einer Geschichte ist Kindern so ein Ende wichtig. Das Böse muss bestraft werden - und zwar richtig. Nur so können sie sichergehen, dass die Hexe wirklich nicht wiederkommt.

Trotzdem kann ein Märchen bei Kindern Ängste auslösen. Dann, so sagen Experten, hat das aber nichts mit der Geschichte selbst zu tun. Sondern mit dem Thema, das das Märchen bearbeitet. Nicht die verbrennende Hexe macht Angst, sondern dass man wie Hänsel irgendwann selbstständig seinen Weg gehen muss. Deshalb ist es so wichtig, Märchen gemeinsam zu genießen. Denn zum einen gibt schon die Geborgenheit durch die Eltern Schutz. Zum anderen besteht dann auch die Gelegenheit, über den Text zu sprechen: "Was hättest du gemacht, wenn ...?

Welches Märchen im welchem Alter?

Mit Beginn der magischen Phase, also etwa mit vier Jahren, wächst das Interesse an Märchen. Wichtig ist, dass sie von vertrauten Personen vorgelesen werden, den Eltern, Großeltern oder der Erzieherin. Man beginnt mit Märchen, die wenige Personen und eine einfache Handlung haben, wie zum Beispiel "Der süße Brei". Dann können "Dornröschen", "Schneewittchen", "Der Wolf und die sieben Geißlein" folgen. Längere Märchen sind im Schulalter angebracht.

Kennen Sie sich mit Märchen aus?

Kennen Sie sich aus in der Welt der Zwege, Hexen und verwunschenen Prinzessinnen? Wissen Sie, was Rumpelstielzchen forderte? Oder wie lange Dornröschen geschlafen hat? Dann machen Sie unser Märchen-Quiz!