Filmkritik
 
Der Love Guru

Blödel-Guru Mike Myers schlüpft in seinem neuen Streifen in die Rolle eines indischen Gurus, der sich um das Seelenheil reicher Hollywood- und Sport-Promis kümmert. Hört sich witzig an und der Stoff würde auch einiges hergeben, aber leider fallen Myers gerade nach dem ersten Drittel des Streifens nur noch flache Witze unterhalb der Grütellinie ein.

Kinostart: 2. Oktober 2008
Regie: Marco Schnabel
Produktion: Mike Myers
Genre: Komödie FSK: ab 12 Jahren

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Darum geht's:

Weil sich seine Frau von ihm getrennt hat, trifft der kanadische Eishockey Star Darren Roanoke (Romnay Malco) keinen einzigen Puck mehr. Der Trennungsgrund heißt Jacques "Le Coq" Grande (Justin Timberlake). Jacques wurde, wie sein Spitzname schon erkennen lässt, offensichtlich von Mutter Natur großzügig ausgestattet. Außerdem ist er auch noch Darrens Erzrivale auf dem Eis.

Damit der Club bei der Eishockeymeisterschaft nicht chancenlos verliert, soll "seine Heiligkeit der Love Guru Pitka" (Mike Myers) Darren und seine Frau wieder zusammenbringen. Leider gelingt es Guru Pitka nicht, dabei ein Mindesmaß an Niveau an den Tag zu legen: Sprüche wie "Ich bin nervös wie ein nackter Arsch" oder "du Pimmelgucker" sind da noch das Harmloseste, was man in den 92 Minuten geboten bekommt.

Eigentlich schade um den witzigen Filmstoff, aus dem man mit ein bisschen mehr Esprit durchaus eine lustige Komödie hätte machen können. Aber wenn gegen Ende des Films dann auch noch zwei Elefanten auf dem Eishockeyspielfeld kopulieren, hat der Film endgültig die Talsohle des guten Geschmacks erreicht und man ist einfach nur froh, wenn der Abspann kommt und endlich diese peinliche Vorstellung ein Ende hat.

Wer wird den Film lieben?

Sicherlich nur ganz hart gesottene Mike Myers Fans, die sich aus Prinzip alles ansehen, was ihr Blödel-Idol fabriziert. Aber ob selbst die den Film "lieben" oder eher zur Kenntnis nehmen werden, bleibt dahingestellt.

Für wen ist der Film nicht geeignet?

Für jeden Menschen, egal ob groß oder klein, der ein wenig Anspruch an Kinofilme hat. Ebenfalls ungeeignet für alle, die sich nicht mit blödsinnigen Sparwitzen, die fast ausschließlich unterhalb der Grütellinie angesiedelt sind, abfertigen lassen wollen.

Für welches Alter empfehlenswert?

Der Film ist ab zwölf Jahren freigegeben. Für Zwölfjährige, die auf dem Pausenhof durch unterirdische Bemerkungen glänzen möchten, ist dieser Film eine ideale Nachhilfestunde. Ansonsten ist der Streifen für ältere Pubertierenden wahrscheinlich schon zu "peinlich".

Mit oder ohne Eltern?

Wenn Sie Ihr Kind in den Film gehen lassen, dann sollten Sie wenigstens konsequent sein und sich den Streifen auch antun. Dann wissen Sie wenigsten, woher es die neuen Kraftausdrücke hat und in welchem Zusammenhang sie im Film standen.

Unterirdisch, ein Film den die Welt nicht braucht