Kinotipp
 
The Happening

Rätselhafte Selbstmorde erschüttern Amerikas Nordosten. Was ist der Grund? Wie kann man der Katastrophe entkommen? M. Night Shyamalan hat mit "The Happening" einen passablen Mystery-Thriller gedreht.

Darum geht's: Central Park, New York. Ohne erkennbaren Grund, ohne Vorwarnung bleiben Spaziergänger plötzlich stehen, erstarren in ihrer Bewegung – um schließlich Suizid zu begehen. Innerhalb kürzester Zeit ereignen sich ähnliche Vorfälle im ganzen Nordosten der USA. Warum? Was ist der Auslöser? Ein terroristischer Anschlag, ein Virus, eine biochemische Substanz? Und: Wo ist man sicher? Diesen drängenden Fragen muss sich auch der High-School-Lehrer Elliot Moore (Mark Wahlberg) stellen. Gemeinsam mit seiner Frau Alma (Zooey Deschanel) und Jess (Ashlyn Sanchez), der kleinen Tochter eines guten Freundes, versuchen sie der Katastrophe zu entkommen.

Wer wird den Film lieben? Nervenaufreibende Momente und Spannung bis zur letzen Minute - verpackt in einer aufregend-undurchschaubaren Story mit witzigen Details spielt Shyamalans "The Happening" mit gängigen Horrorfilmelementen. Verzweifelte Gesichter, düstere Wetterlage, verlassene Gegenden und mysteriöse Tode haben ganz klar Gruselfaktor. Wer nicht zu hohe Ansprüche an die etwas unbefriedigende Handlung stellt, ist mit dem Streifen gut bedient.

Für wen ist er nicht geeignet? Alle, die von Regisseur M. Night Shyamalans Topthriller "The Sixth Sense" begeistert waren, werden von seinem neuesten Werk wohl enttäuscht sein. Trotz szenischer Dichte bleibt die Handlung oft bruchstückhaft, was den Spaß an der unbehaglichen, bedrückenden Stimmung, die der Film transportieren soll, doch mindert.


Starttermin: 12.06. 2008
Darsteller: Mark Wahlberg, Zooey Deschanel, John Leguizamo, Ashlyn Sanchez,
Regie: M. Night Shyamalan
Genre: Thriller
FSK: 16

Für welches Alter empfehlenswert? Die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) gibt den Film ab 16 Jahren frei. Das ist auch gerechtfertigt. Zarte Gemüter wühlt die unheimliche Spannung, die aussichtslos erscheinende Flucht und die hilflosen Erklärungsversuche der Protagonisten in immer bedrohlicheren Situationen mit Sicherheit sehr auf. Die mysteriösen Selbstmorde werden mit verhältnismäßig wenig Blut gezeigt. Aber: Allein das Erahnen grausiger Tode, die oft nur akustisch präsentiert oder kurz von der Ferne ins Bild rücken, kann schockieren.

Mit oder ohne Eltern? Mit schwitzigen Händen in die Popcorntüte greifen und sich nervös am Nachbarn festhalten, macht in der Clique am meisten Spaß - und jüngere Kinder hätten in diesem Film selbst in Begleitung der Eltern nichts zu suchen! Für Erwachsene, die sich einen netten Kinoabend machen wollten, gilt dagegen: Nur, wer noch nicht so viele Horrorfilme gesehen hat und für wen die Handlung zweitrangig ist, kann sich bei "The Happening" gut unterhalten. Ansonsten lohnt der Preis für die Kinokarte nicht.

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