Familienreise
 
Campingurlaub mit Kind

Camping mit Kleinkind – geht das? Klar, wunderbar sogar! Einige Dinge solltet ihr wissen und bedenken – aber dann steht eurer Mini-Robinsonade nichts mehr im Wege. Mit unseren Tipps gelingt der Campingurlaub mit Kind garantiert.

Familienreise: Campingurlaub mit Kind
iStock, Warchi
Inhalt: 
Die Ausrüstung für Camping mit Kindern: für alle FälleDie Camping-Unterkunft: Komfort statt KuschelfaktorAuto packen: Bitte nicht unterschätzenGemeinsam die Natur erkunden: So macht's allen SpaßFünf Campingplätze, die für Familien mit Kleinkindern wie geschaffen sind

Die Ausrüstung für Camping mit Kindern: für alle Fälle

Das Schöne am Campen: Man ist der Natur ganz nah. Das bedeutet aber auch, dass man für alle Witterungsbedingungen gewappnet sein muss. Regenklamotten, Gummistiefel und Fleecepullis gehören also unbedingt ins Gepäck, genau wie Sonnenhut, Sonnenbrille und Schutzcreme. Eine Taschenlampe ist prima fürs (Vor-)Lesen vor dem Einschlafen, für nächtliche Klogänge und Leuchtspiele im Zelt. Für ein Minimum an nächtlichem Komfort sorgen aufblasbare Iso-Matten und outdoortaugliche Kopfkissen. Wichtig fürs Camping mit Kindern: ein vernünftiger Kocher (selbst auf einem einflammigen lassen sich leckere Eintöpfe und Suppen zaubern und natürlich Milch und Gläschen aufwärmen), ein Frischwasserbehälter, eine elektrische Kühlbox, Geschirr und Spülzubehör. Eventuell einpacken: einen Badeeimer für Babys und ein Töpfchen für etwas größere Kinder, da Sammelduschen und -toiletten nicht immer sauber sind. Wenn es der Platz (im Auto und Zelt) zulässt, leisten ein zusammenklappbarer Hochstuhl (z. B. von Ikea) und ein Babyreisebett gute Dienste.

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Die Camping-Unterkunft: Komfort statt Kuschelfaktor

Solange euer Kind nachts noch viel schreit, tut ihr euren Nachbarn und euren Nerven keinen Gefallen, wenn ihr beim Camping im Zelt schlaft. Später das Zelt nicht zu klein wählen. Sonst bricht schnell Chaos aus, da Kleinkinder nur schwer vom Sinn grundlegender Ordnungsprinzipien zu überzeugen sind. Angenehm sind Familienzelte mit mehreren Kabinen, in denen man stehen kann und die bei widrigem Wetter auch Platz zum Kochen, Essen und Spielen bieten. Noch komfortabler (und weniger hellhörig) ist natürlich ein Wohnwagen. Wer nicht ständig zum Campen fährt und entsprechende Investitionen scheut, kann auf vielen Plätzen voll ausgestattete Zelte, Mobilheime oder auch kleine Blockhütten mieten.

Die Platzwahl beim Camping mit Kind: keine falsche Bescheidenheit

Viele Campingplätze sind voll auf Familien eingestellt. Ein gut sortierter Supermarkt für den schnellen Einkauf, Familienbäder mit Kinderwaschbecken und -WCs, Wickelmöglichkeiten, Spielplätze und eventuell sogar Kinderanimation machen den Aufenthalt dort wirklich zum Urlaub. Besonders in nördlicheren Gefilden sind auch ein Hallenbad und überdachte Spielmöglichkeiten für Regentage kein unnötiger Luxus.
Um den gewünschten Stellplatz mit Schattenbäumen zu bekommen, empfiehlt sich nicht nur in Ferienzeiten eine rechtzeitige Reservierung. Ihr sucht die große Freiheit? Nun ja. Wild campen mag zwar romantisch klingen – ist es aber in der Realität oft nicht, da Sanitäranlagen und Wasserzapfstellen fehlen und es bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit eventuell weit ist. Zudem ist in den allermeisten Ländern Europas wildes Campen verboten. Ausnahmen: Norwegen, Schweden und Finnland.

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Campingplätze, die für Familien mit Kleinkindern wie geschaffen sind!

Auto packen: Bitte nicht unterschätzen

iStock, Oleh_Slobodeniuk

Ich packe mein Auto und nehme mit ... Wer mit der ganzen Familie in Urlaub fährt, hat Berge von Gepäck. Beim Campingurlaub mit Kind noch mehr als sonst! Es gilt also, beim Packen ein paar Dinge zu beachten:

  • Lieber mehrere kleine Gepäckstücke wählen als wenige große. Taschen mit großer Öffnung und Koffer sind besser geeignet als Rucksäcke, in denen muss man zuviel wühlen. (Für vor Ort ist ein Tagesrucksack aber in jedem Fall ein praktischer Reisebegleiter!)
  • Praktisch sind große Aluboxen. Diese lassen sich im Zelteingang prima stapeln und können, da sie wetterfest sind, auch vor dem Zelt untergebracht werden. Eine Box für die Spielsachen, eine für das Kochgeschirr, eine für die Badesachen etc.
  • Die Dinge, die ihr auf der Fahrt garantiert nicht braucht, kommen ganz unten in den Kofferraum. Auch das schwere Gepäck sollte ganz unten liegen.
  • Wenn der Kofferraum eures Auto nicht vom Autoinnenteil getrennt ist, dürft ihr nicht zu hoch stapeln. Beim Bremsen verwandeln sich sonst alle Koffer, Taschen und Boxen in gefährliche Geschosse. In den meisten Automodellen kann man unkompliziert ein Gepäcknetz montieren.
  • Viel Packvolumen bietet eine Dachbox. Hier finden leichte, aber sperrige Dinge wie Campingtisch plus Stühle, der Babyhochstuhl etc. ihren Platz.
  • Bevor's losgeht: Checkt, ob ihr freie Sicht nach hinten habt oder ob das Gepäck den Blick versperrt.
  • Beim Losfahren bedenken: Ein voll beladenes Auto hat andere Fahreigenschaften: Der Bremsweg wird länger und beim Überholen beschleunigt das Auto langsamer.
  • Erhöht den Reifendruck und passt die Höhe der Schweinwerfer an das tiefer liegende Heck an.

Hier erfahrt ihr außerdem, ob es in Ordnung ist, Kinder für den Urlaub früher aus der Schule zu nehmen.

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Fünf Campingplätze, die für Familien mit Kleinkindern wie geschaffen sind

Ostsee: Wallnau auf Fehmarn

Schon im Wohnwagen (auch zu mieten) hört man hier das Meer rauschen, der Campingplatz beginnt direkt hinterm Strand. Kinder dürfen sich auf Ponyreiten, Theater mit Clowns, Basteln und drei große Spielplätze (einer speziell für die Kleinsten) freuen, ältere Geschwister können einen Segelkurs machen, die Eltern sich im Wellness-Bereich verwöhnen lassen.
www.strandcamping.de

Dänemark: Kommandørgården auf rømø

Rm besteht zur Hälfte aus Sandstränden, die so sanft ins Wasser abfallen, dass Kleinkinder gefahrlos toben können. Alternative: das Spieleland auf dem Campingplatz, der nur wenige Schritte vom Wattenmeer liegt. Bei schlechtem Wetter geht es in den Indoor-Pool, auf die Eltern wartet ein Wellness-Bereich.
www.kommandoergaarden.dk

Niederlande: Camping Ter Spegelt

Topadresse für Wasserratten – gleich drei Seen sowie ein überdachtes Strandbad gehören zum Platz. In Ferienzeiten ist ein Bereich speziell für Familien mit Kleinkindern reserviert (mit entsprechenden Spielgeräten und Sanitäranlagen). Zudem gibt es einen überdachten Spielplatz, viele Sportangebote sowie voll ausgestattete Holz- Tipis und Wohnwagen zu mieten.
www.terspegelt.de

Österreich: Rosental Roz

Wenn das nicht gut klingt: Streichelzoo, Piratenschiff, Klettergärten, Indianerzelt, Kinderfuhrpark, Wasserrutsche – alles da. Die Stellplätze liegen an einem Badesee zu Füßen der Karawanken, auf einem Teil stehen Miet-Mobilheime. Kostenlos können Buggys und Rückentragen ausgeliehen werden.
www.camping.rozweb.eu

Italien: Union Lido Vacanze

Ein großer Ferienpark auf einer Landzunge zwischen dem Meer und der Lagune von Venedig. Mit Privatstrand, zwei Wasserlandschaften, Wellness-Bereich, Sportcenter, Naturpark, acht Restaurants, vielen Einkaufsmöglichkeiten sowie Betreuung und Bespaßungsprogramm schon für Babys. Von Luxuszelten über Mobilheime bis zu Bungalows gibt es diverse Unterkünfte zu mieten.
www.unionlido.com

Noch mehr schöne Plätze findet ihr unter

www.eurocamp.de – Campingurlaub in fix und fertig aufgestellten Bungalowzelten, Luxuscaravans und Chalets in Europa, USA und Kanada. Es gibt viele Programmangebote für Kinder jeden Alters.www.canvasholidays.de – Familien-Camping und Mobilheime in Europa. 20 Plätze in Frankreich und Italien fallen in die Kategorie "besonders kleinkindgerecht". Im Mai, Juni und September können sich Kinder unter vier dort im beaufsichtigten Spielzentrum vergnügen. Für Größere gibt's auf 70 Plätzen in den Sommerferien Animation.
www.happy-family-camping.de – 20 familienfreundliche Camping- Ferienanlagen in Europa mit Spielangeboten für Kinder jeden Alters, Babysitterservice, guter Lage, kleinkindgerechtem Sanitärbereich.
www.leadingcampings.com – Zusammenschluss von 39 Spitzenplätzen in Europa, die fast den gleichen Service bieten, wie sie Hotelanlagen und verschiedene Miet-Domizile auch offerieren. Wer nicht an die Ferienzeiten gebunden ist, findet oft preislich interessante Angebote.
www.adac.de – Online-Campingführer des ADAC, der auch besonders familienfreundliche Plätze ausweist, dazu Tests, viele Tipps und Nachrichten (zum Teil nur für Mitglieder zugänglich).

Viele Urlaubsgrüße!

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