Fernreise
 
Mit kleinem Kind nach Übersee?

Immer mehr Deutsche zieht es im Urlaub in die Ferne. Auch Familien packt das Fernweh. Dagegen spricht auch nichts, wenn Sie ein paar Dinge beachten.

Fernreise : Mit kleinem Kind nach Übersee?

Ihre Traumziele heißen dann Afrika, Asien, Australien oder Amerika. Die meisten Eltern möchten ihre kleinen Kinder gerne mitnehmen auf die große Fahrt. Oft sind sie aber unsicher, ob eine Reise nach Übersee mit einem kleinen Kind zu verantworten ist. Auf den ersten Blick scheint wenig dagegen zu sprechen:

  • Mit kleinem Kind reist man günstig. Bis zu zwei Jahren zahlen Kinder nur zehn Prozent des Flugpreises. Auch bei der Unterbringung gibt es oft hohe Ermäßigungen.
  • In den ersten zwei, drei Lebensjahren sind Kinder noch sehr anpassungsfähig. Sie brauchen vor allem ihre Eltern, um sich wohl zu fühlen. Später hingegen wird Kontakt zu Gleichaltrigen wichtig, manchmal auch ein Unterhaltungsprogramm.
  • Mit kleinem Kind ist man noch nicht an die Schulferien gebunden und kann deshalb fahren, wenn es klimatisch oder finanziell am günstigsten ist.

Wer eine Reise mit einem kleinem Kind antritt, sollte dessen Bedürfnisse unbedingt berücksichtigen. Es braucht Zeit, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Ruhephasen sind wichtig, Essenszeiten und ein fester Schlafrhythmus. Auch Zeit fürs Schmusen und Spielen sollte eingeplant sein. Die Eltern sollten nicht zum ersten Mal eine Fernreise antreten. Denn sind sie nervös und unsicher, so überträgt sich diese Anspannung auf das Kind. Begeisterte Globetrotter nehmen ihr Kind oft schon früh mit, damit es sich ans Reisen gewöhnt. Kinderärzte aber sind kritisch, was die Reisebegeisterung angeht. Eltern, die mit kleinen Kinder auf große Fahrt gehen, sollten wissen, dass sie Risiken eingehen:

  • Reisen sind für Kinder immer anstrengend, erst recht ins ferne Ausland: Der lange Flug, Wartezeiten inmitten fremder Menschen, eine ungewohnte Umgebung und Ernährung, Klima- und Zeitwechsel. Alle diese Faktoren können das Gleichgewicht von Kindern stören, nicht selten reagieren sie mit wochenlangen Schlafstörungen.
  • Durch die Anstrengung wird auch die Abwehrkraft geschwächt, die Kinder sind anfälliger für Krankheiten. Am häufigsten kommt es unterwegs zu Magen-Darm-Erkrankungen. Auslöser sind meist Viren, Salmonellen sowie Würmer und Amöben sind eher die Ausnahme. Da kleine Kinder sich viel am Boden bewegen und alles in den Mund nehmen, sind sie besonders Keimen ausgesetzt, gegen die Europäer nicht immun sind. Bei diesen Erkrankungen verlieren Kinder schnell Wasser und Salz. Das kann zu einer bedrohlichen Situation werden. Eltern unterschätzen leicht den Flüssigkeitsbedarf ihres Kindes. In jede Reiseapotheke gehört daher ein Elektrolyth-Präparat, um den Flüssigkeits- und Mineralverlust bei Durchfall auszugleichen. Allerdings ist es lediglich eine Notfallhilfe und ersetzt nicht den Arztbesuch.
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