Türkei
 
Auf den Spuren der Geschichte

Nicht jedem Kind liegt während des Urlaubs ein Ausflug ins Museum oder die Geschichte eines Landes unbedingt am Herzen. In der Türkei haben wir jedoch einige Plätze gefunden, die Ihre Kinder ganz bestimmt interessieren. Sehen Sie selbst!

Weltkulturerbe Türkei

Türkei: Auf den Spuren der Geschichte
Weltkulturerbe Türkei

In der Türkei wimmelt es geradezu von archäologischen Sehenswürdigkeiten. Neun türkische Orte hat die UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet, darunter die archäologische Stätte von Troja und die Ruinen von Xanthos mit dem Heiligtum Letoon. Zwei der antiken Weltwunder liegen ebenfalls in der Türkei: der Tempel der Artemis in Ephesos und das Mausoleum von Halikarnassos. Selbst wer nur zum Baden in die Türkei fährt, kommt also kaum um einen kulturellen Ausflug herum.

Ephesos

Ephesos ist eine der kulturellen Hauptattraktionen. Die Stätte nahe der Stadt Seluk in der Provinz Izmir empfängt jedes Jahr mehrere hunderttausend Touristen. Allerdings brennt im Sommer die Sonne erbarmungslos, und Kinder, die sowieso eher schwer für die Ausgrabungen zu begeistern sind, haben rasch die Nase voll. Am ehesten kann man sie für den kulturellen Trip gewinnen, wenn man Archäologie lebendig macht. Das gelingt am besten, wenn man den Archäologen als Detektiv beschreibt - und den Nachwuchs auf Spurensuche schickt. Vielleicht gelingt ja ihm ja ein echter Raritäten-Fund ...

Aber wie arbeitet so ein Detektiv? Ist ein Gebiet für seine Recherche ausfindig gemacht, wird das Gelände erst einmal weiträumig ausgeschachtet. Heutzutage machen das Bagger, aber früher war das eine beschwerliche Handarbeit. Anschließend wird alles, was die Suche nach der Vergangenheit behindert, mit Schaufeln und Hacken beiseite geräumt, etwa Schutt und Wurzeln. Dann wird die Fundstätte vermessen und in einzelne Felder eingeteilt. Sonst wäre es bei großen Ausgrabungen wie Ephesos quasi unmöglich, den Überblick zu bewahren. Anschließend beginnt die echte Detektivarbeit: Mit kleinen Schaufeln, Besen und Maurerkellen werden die einzelnen Grabungsfelder freigelegt. Die Erde wird in Eimer gefüllt und sorgfältig gesiebt, damit auch kleine Funde nicht verloren gehen. Am Ende zückt der Archäologe dann Pinsel, um auch die kleinsten Feinheiten freizulegen.

So verlief auch die Ausgrabung von Ephesos im 19. Jahrhundert. Heute bietet die Stätte so großartige Bauwerke wie die Celsus-Bibliothek, die zwischen den Jahren 115 und 117 n.Chr. errichtet worden ist. Ihre zweistöckige Fassade überzeugt immer noch durch die prachtvolle Architektur, in den Wänden der Bibliothek befinden sich übereinander dreireihige Nischen, in denen früher die Schriftrollen aufbewahrt wurden. Aber auch der Tempel der Artemis oder das Theater lassen den Besucher von Ephesos den Atem der Antike spüren.

Troja

Einige bedeutende Funde stehen heute nicht mehr in Troja

Während Ephesos im Auftrag des Britischen Museums erforscht wurde, standen die Ausgrabungen in Troja ganz im Zeichen des deutschen Kaufmanns und Hobby-Archäologen Heinrich Schliemann. Auch in Troja gibt es Vergangenheit pur, einige bedeutende Funde stehen heute allerdings nicht mehr in Troja: So kam der berühmte Schatz des Priamos erst nach Berlin, und wurde dann im Zuge des Zweiten Weltkriegs nach Russland gebracht, wo er sich noch heute befindet. Aber auch ohne Schatz ist Troja einen Besuch wert. Und Eltern, die sich vorher mit dem Trojanischen Krieg samt berühmtem Pferd auseinandergesetzt haben, dürfen sich der Aufmerksamkeit des Nachwuchses sicher sein, wenn sie davon erzählen.

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