Türkei
 
Auf den Spuren der Geschichte

Pergamon

Auch Pergamon (heute Bergama) hat bedeutende Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie den Trajan-Tempel oder das Theater. Ebenso wie in Troja gruben deutsche Archäologen auch Pergamon aus. Der berühmte Zeus-Altar ist in Pergamon in seinen Grundrissen zu bewundern. Der eigentliche Altar mit dem berühmten Fries steht heute aber im Berliner Pergamon-Museum (eine willkommene Gelegenheit, den Türkei-Urlaub in Deutschland zu vervollständigen). Zwar führt eine Straße auf die rund 330 Meter hoch gelegene Fundstätte. Wer jedoch Zeit hat und Kinder, die gerne wandern, geht zu Fuß von Bergama hinauf. Dabei kommt ein "authentisches" Antikegefühl auf. Allerdings eignen sich dafür - zumindest während der heißen Sommermonate - nur die frühen Morgenstunden. Nur rund 20 Kilometer von Pergamon ebenfalls in der Provinz Izmir befindet sich übrigens der sehr gut erhaltene antike Kurort Allianoi.

Myra

In Myra amtierte der Nikolaus als Bischof

Ebenfalls sehenswert: die antike Stadt Myra die heute Demre heißt. Myra war früher Bischofssitz, und ab dem Jahr 300 nach Christus amtierte dort Nikolaus von Myra als Bischof. Und das dürfte auch die Kids interessieren, denn es handelt sich genau um jenen Nikolaus, der bei uns noch heute in der Vorweihnachtszeit verehrt wird (und für den sie freiwillig ihre Schuhe putzen, damit er seine Gaben hineinlegt). Sehenswert sind neben der Basilika das römische Theaterund die Felsengräber. Die Gebeine von Nikolaus ruhen allerdings nicht mehr in Myra, sondern seit nunmehr fast tausend Jahren in der italienischen Stadt Bari.

Kekova

Und von Myra aus ist die Insel Kekova nicht weit. Teile der Insel und mit ihr die Gebäude - versanken im Laufe ihrer Geschichte im Meer. Diese unter Wasser gelegenen Ruinen ziehen viel Touristen an, die auf Booten mit gläsernen Böden und Guckfenstern in die Tiefe des Meeres auf eine versunkene Stadt blicken. Spätestens hier werden Kinder von der archäologischen Vielfalt der Türkei überzeugt sein.