Auf dem Bio-Bauernhof
 
Tierisch gut erholt!

frisches Brot, das unsere Gastgeberin jede Woche selbst bäckt. Dazu gibt’s selbst gemachte Marmelade aus Brombeeren und Erdbeeren. Und für die Kinder Apfelsaft. Die Region hier in Niederösterreich heißt nicht umsonst Mostviertel. Gleich nach dem Frühstück wollen Vincent und Luisa mit Gabi Danner in den Stall. Dazu brauchen sie ein "Stallgwand". Was die Bäuerin damit meint, sind Klamotten, die dreckig werden dürfen. Ich ziehe für jeden eine ausgebeulte Hose aus dem Koffer, gebe ihnen die leicht verfleckten T-Shirts vom gestrigen Tag und Gummistiefel – fertig ist die Stallkluft. Bevor die Führung losgeht, verteilt Gabi Danner einen Quiz-Fragebogen an die Kinder, den sie bis Ferienende beantworten sollen. "Wie viele Eier legt ein Huhn am Tag?", liest Luisa vor. "Fünf, acht, mal keins?", rät Vincent und weiß auch keine Antwort auf die nächste Frage: "Wie viele Hühner gehören zu dem stolzen Hahn?" "Das kann man doch eh nie rauskriegen, weil alle gleich aussehen und ständig wild durcheinander laufen", meint unser Sohn genervt. "Ich bin sicher, du schaffst das", sagt Gabi Danner und klopft ihm aufmunternd auf die Schulter. Für den Rest des Tages sind unsere großen Kinder voll beschäftigt. Zuerst "müssen" sie bei den 15 Milchkühen, den Pferden Mischa und Mira (auf denen sie später auch reiten dürfen) und dem fünf Wochen alten Zicklein Felix nach dem Rechten sehen. Dann sich für all die namenlosen Enten, Hühner, Hasen und Katzen Namen ausdenken. Und Punkt fünf Uhr abends beim Ausmisten helfen. Dazwischen bauen sie mit den anderen Urlauberkindern vom Hof am nahen Bach noch einen Staudamm und fahren eine Runde mit den Tret-Gokarts.