Weihnachtsmann vs. Christkind

Kinderfragen zu Weihnachten

Weihnachten – das ist für Kleinkinder Spannung pur! Und die Neugier ist grenzenlos, wenn es darum geht, rauszufinden, was es mit Christkind, Weihnachtsmann und den vielen, vielen Geheimnissen an Weihnachten auf sich hat. Hier findest du Antworten auf die Fragen, die Kinder in der Weihnachtszeit haben.

Zwei Kinder stehen vor Weihnachtsbaum
iStock, romrodinka
Auf einen Blick
Artikelinhalt
  • Im Süden und Westen Deutschlands glauben Kinder eher an das Christkind, im Norden und Osten eher an den Weihnachtsmann.
  • Der Weihnachtsmann mit seiner rot-weißen Kleidung ist eine Erfindung des Getränkeherstellers Coca-Cola.
  • Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann haben reale Adressen, an die Wunschzettel geschickt werden können.
  • Der Brauch des Weihnachtsbaums wurde vor 400 Jahren erfunden. Damals hängte man Nüsse und Süßigkeiten an die Äste.

Fast alle Kinderfragen beginnen mit Warum – und fast alle sind gar nicht so leicht zu beantworten. Wir haben versucht, für dich Antworten auf die wichtigsten Fragen zu finden. Leider gibt es auf die meisten Fragen nicht die eine richtige Antwort, sondern viele verschiedene Ansätze. Denn Weihnachten ist eine uralte Tradition und die sieht überall ein bisschen unterschiedlich aus: Im Süden wird anders gefeiert als im Norden und jede Familie hat ihre ganz eigenen Rituale an Weihnachten. Für Kinder ist es meist kein Problem, wenn verschiedene Geschichten kursieren – das macht das ganze Weihnachtsfest noch ein bisschen geheimnisvoller und spannender.

Weihnachtsmann, Nikolaus und Christkind

Weihnachtsbaum mit Geschenken, Weihnachtsmütze und Rentier
iStock, surfi

Eigentlich ist es ganz einfach!

  • Nikolaus ist bei uns als der Mann bekannt, der am 6. Dezember für kleine Geschenke wie Äpfel, Nüsse, Mandarinen und dergleichen in Schokoform zuständig ist. Der Nikolaus, dem wir diesen schönen Brauch zu verdanken haben, war im 4. Jahrhundert ein Bischof und half armen Menschen. Die Figur beruht also auf eine geschichtliche Person. Mittlerweile wohnt er natürlich im Himmel und schreibt alle guten und weniger guten Taten in sein goldenes Buch.
     
  • Der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen mit rot-weißem Mantel, ist tatsächlich eine Erfindung von Coca Cola. Viele Kinder in Deutschland (vor allem im Norden und Nordosten) freuen sich, dass an Weihnachten der Weihnachtsmann zu Besuch kommt und die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legt.
     
  • Genauso viele Kinder (meist im Süden und Südwesten Deutschlands) freuen sich auf das Christkind. Martin Luther verbreitete die Geschichte vom "Heiligen Christ", der zu Weihnachten mit Gaben im Gepäck kam. Nach und nach wurde daraus das Christkind. Und jetzt wird's schwierig: Dieses Christkind hat nichts mit dem Jesuskind in der Krippe zu tun. Bei vielen Abbildungen werden Maria und Josef von Engeln begleitet – und deren Anführerin soll das Christkind sein. Jedenfalls bringt das Christkind die Geschenke am 24. Dezember, wenn's langsam dunkel wird. Wenn man ganz leise ist, kann man ein Glöckchen hören – das Zeichen, dass das Christkind da war und die Kerzen am Christbaum angezündet hat.

Egal ob Christkind oder Weihnachtsmann: Kinder lieben den Gedanken, dass nicht die Eltern und Großeltern die Geschenke kaufen, sondern dass man erstmal einen Wunschzettel schreibt und dann innigst hofft, dass die Wünsche in Erfüllung gehen.

Wo wohnen Christkind & Co.?

Schneemann und Geschenkesack
iStock, cmannphoto

So ganz einig sind sich die Experten da nicht. Und jedes Kinder-Weihnachtsbuch wartet mit einer anderen Geschichte auf. Eines ist aber gewiss: Das ganze Jahr über halten sich Christkind und Weihnachtsmann in unerreichbarer Ferne auf. Im Himmel, hoch im Norden oder in einem Wolkenschloss. Und nur zu Weihnachten kommen sie zu uns. Sehen kann man übrigens nur den Weihnachtsmann (zum Beispiel, wenn ein netter Nachbar einen roten Mantel, einen weißen Bart und an Weihnachten ein bisschen Zeit hat), das Christkind bleibt für uns unsichtbar und kommt heimlich.

Wo kommen die Geschenke her?

Ohne Päckchen geht Weihnachten gar nichts. Aber wo kommen sie eigentlich her, die bunt eingepackten Schachteln? Wir haben drei Erklärungen:

  • Für kleine Romantiker: Vom Weihnachtsmann. Der wohnt oben im Norden, wo es ganz kalt ist, deshalb ist er so warm angezogen. Er hat einen Schlitten mit Rentieren. Damit fliegt er über die Wolken zu jedem Kind und verteilt die Geschenke.
     
  • Für kleine Traditionsbewusste: Vom Christkind. Genau genommen bringt nicht das Christkind die Geschenke, sondern wir schenken uns etwas, weil vor vielen Jahren der kleine Christus auf die Welt gekommen ist und wir jedes Jahr seinen Geburtstag feiern.
     
  • Für kleine Realisten: Von den Eltern. Die haben genau zugehört, was das Kind sich wünscht. Sie haben die Wünsche dann an die Großeltern und die Patentante weitergegeben. Alle, die etwas schenken, tun das, weil sie das Kind so lieb haben.

Geschenke für Kinder ab 2 Jahren

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Warum schreiben Kinder einen Wunschzettel?

Klar, weil sie Geschenke wollen! Aber auch, weil es wunderschön ist, den selbst geschriebenen oder gemalten Brief wahlweise ans Christkind, den Weihnachtsmann oder Nikolaus loszuschicken, auf Antwort zu hoffen – und diese dann auch wirklich zu bekommen. Dazu muss der Brief allerdings zeitig abgeschickt werden. Und hier wohnen Christkind & Co.:

  • An den Nikolaus: 66351 St. Nikolaus
  • An den Weihnachtsmann: Weihnachtspostfiliale, 16798 Himmelpfort
  • An das Christkind: Postamt Christkindl, Christkindlweg 6, A-4411 Christkindl

Man kann den Wunschzettel aber auch einfach außen auf die Fensterbank legen. Vielleicht noch ein Glas Milch und ein paar selbst gebackene Plätzchen dazustellen, darüber freut sich das Christkind / der Weihnachtsmann garantiert, wenn es / er in der Nacht kommt und den Wunschzettel mitnimmt.

Warum stellen wir einen Tannenbaum ins Wohnzimmer?

Der Brauch, einen geschmückten Nadelbaum ins Wohnzimmer zu stellen, entstand vor etwa 400 Jahren. Damals war es Brauch, den Weihnachtsbaum mit Nüssen, Äpfeln und Süßigkeiten zu schmücken – und die Kinder durften ihn dann am Heiligen Abend plündern. Heute schmücken wir ihn mit Kerzen und Kugeln und schaffen so einen schönen Platz für all die Geschenke, die wir darunter platzieren.

Was tun, wenn ältere Geschwister sagen "das Christkind gibt’s doch gar nicht!"

Eine Idee wäre: Das Christkind bringt nur den Kindern Geschenke, die daran glauben! Bei den anderen müssen wohl oder übel die Eltern Geschenke kaufen.

Wieso gibt es so viele Weihnachtsmänner?

Viele Schoko-Weihnachtsmänner
iStock, studiodr

Manchmal hat man das Gefühl, ab Mitte November von Horden von Weihnachtsmännern verfolgt zu werden: Sie stehen überall in Schokolade gegossen im Supermarkt, klettern an Balkonen hoch, verteilen Schokolade in Einkaufscentern, schmücken jedes Schaufenster. Und Kinder fragen sich zu Recht, welches denn nun der richtige Weihnachtsmann ist. Die logische Erklärung: Es gibt so viele Kinder, dass der Weihnachtsmann natürlich fleißige Helfer braucht. Und bei denen schaut eben jeder ein bisschen anders aus.

Wie schaffen Christkind oder Weihnachtsmann es, in einer Nacht alle Kinder zu beschenken?

Das Christkind kann fliegen und ist schneller als der Wind. Und weil es so schnell ist, gelingt es auch keinem Kind, das Christkind zu sehen. Der Weihnachtsmann mit seinem meist dicken Bauch kann selbst nicht fliegen. Muss er auch nicht, denn er hat ja seinen Rentierschlitten, mit dem er durch die Nacht fliegt.