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Vorbild 3 goldene Regeln, die mir Oma über das Mamasein beigebracht hat

Oma
© Mariia Korneeva / Adobe Stock
Großmütter sind toll. Nur wenige sind so weise und lebenserfahren wie Oma und genau davon können wir als Mamas profitieren.

Meine Oma hat schon viel mehr Zeit auf dieser Welt verbracht als ich. Sie hat viel mehr gesehen und gehört als ich, Fehler gemacht, mit den Konsequenzen gelebt und hat natürlich rückblickend eine ganz andere Perspektive auf viele Dinge, als ich sie habe. Das gilt auch für das Mamasein. Sicher waren die Zeiten andere, aber manche Dinge ändern sich bekanntlich nie. Umso wertvoller ihre Ratschläge, die sie sich selbst hart erarbeitet hat. Und die mir nun im besten Fall ein wenig Druck nehmen, alles perfekt machen zu müssen, wenn ich an mir oder dem Kind verzweifle. Vor allem die Gelassenheit, mit der sie die Dinge angeht, bewundere ich sehr. Die Ratschläge, dich ich immer wieder von ihr zu hören bekomme, wenn ich sie frage, woher sie diese Ruhe nimmt, sind folgende:

1. Alles hat seine Zeit

Wie, das Kind läuft noch nicht? Spricht es denn schon? Sollte es mit vier Jahren nicht längst trocken sein und in seinem eigenen Bett schlafen? Und was ist mit der Teenietochter los, die gerade nur noch in ihrem Zimmer rumhängt? Fragen, die alle Eltern umtreiben. Rückblickend haben sich viele Dinge, um die man sich Sorgen und Gedanken gemacht hat, einfach von selbst erledigt. Kinder lernen alles, wenn sie dafür bereit sind. Kein Kind schläft mit 16 noch im Bett seiner Eltern oder hat es bis dahin nicht gelernt auf Toilette zu gehen. Unterstützung ist natürlich gut, Druck meist kontraproduktiv und oft stehen wir Eltern uns mit unserer Erwartungshaltung selbst im weg. Es hat einfach alles seine Zeit, wie meine Oma immer gesagt hat.

2. Wir werden uns schon dran gewöhnen

Kinder sind eine große Veränderung. Erst wirbeln sie unser Leben durcheinander, wenn sie geboren werden, dann während sie groß und größer werden, nochmal, wenn sie ausziehen und auch immer noch, wenn sie schon längst erwachsen sind und ihr eigenes Leben führen. Aber am Ende gewöhnen wir Eltern uns an jede Veränderung, egal wie unbequem wir sie finden. Oder hättest du mal gedacht, dass du auch mit maximal 1,5 Stunden Schlaf am Stück auskommen würdest? Klar, ist nicht so richtig toll, aber irgendwie gewöhnt man sich eben dran. 

3. Es kommt immer anders, als man denkt

"Mach dir keinen Kopp, Kind, es kommt eh anders als du dir jetzt denkst." – Diesen Satz habe ich nicht nur einmal gehört und jedes Mal hatte Oma recht. Es bewahrt mich zwar nicht davor, mir dennoch unnötige Gedanken zu machen, aber so langsam kommt auch in meinem Hirn an, dass es nicht sinnvoll ist, sich verrückt zu machen, weil es nämlich mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit anders kommt, als man sich das vorher ausgemalt hat. Hätte ich mal gleich auf Oma gehört.

ELTERN

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