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Kinderkrankengeld Krankes Kind: Wer bleibt zuhause - Mama oder Papa?

Kleines krankes Mädchen kuschelt sich an Vater
© YazolinoGirl / iStock
Zehn Arbeitstage im Jahr dürfen Mütter und Väter jeweils frei nehmen, wenn ihr Kind krank ist. Aber wer bleibt immer noch überwiegend zuhause, wenn das Kind Fieber, Durchfall oder Schlimmeres hat? Richtig: die Mütter. Nur 20 % der Krankentage übernahmen die Väter im vergangenen Jahr, in Bayern und Nordrhein-Westfalen sogar nur 16 %. Wie die Väter in anderen Bundesländern abschnitten, zeigt unsere Tabelle.

Fieber, Durchfall, Hand-Fuß-Mund-Krankheit – wer noch nicht wusste, was ein kleines Kind so alles an Krankheiten haben kann, lernt es in den ersten Jahren mit Kind. Der Gesetzgeber sieht deshalb für berufstätige Mütter und Väter jeweils zehn Tage pro Jahr vor, an denen sie zur Betreuung des Kindes (bis zwölf Jahre) zuhause bleiben dürfen. Den Verdienstausfall trägt in diesem Fall die Krankenkasse und zahlt Kinderkrankengeld.
Die KKH Kaufmännische Krankenkasse hat jetzt Zahlen aus ihrer Statistik für 2016 veröffentlicht, die deutlich zeigen: Immer noch übernehmen die Mütter den Löwenanteil der Betreuung. Im Bundesdurchschnitt zahlte die KKH für 80 % aller Fehltage wegen kranker Kinder Lohnersatz an die Mütter. Bei den Vätern waren es nur 20 % der Fehltage. Dabei gibt es auch deutliche regionale Unterschiede: In Brandenburg bleiben deutlich mehr Väter wegen eines kranken Kindes zuhause (23 % der Tage), Schlusslicht sind dagegen Bayern und Nordrhein-Westfalen mit 16 %.
Noch eine gute Nachricht, so die KKH: Verglichen mit 2008 blieben die Väter 2016 doppelt so häufig beim kranken Kind zuhause.
Mehr Infos: Alle wichtigen Infos zu den zehn Kinderkrankheitstagen für berufstätige Eltern

 

Bundesland

Anteil der Väter an Krankenbetreuungs-Tagen

Anteil der Mütter an Krankenbetreuungs-Tagen

Hamburg

19 %

81 %

Berlin

22 %

78 %

Niedersachsen / Bremen

21 %

79 %

Thüringen

19 %

81 %

Brandenburg

23 %

77 %

Sachsen-Anhalt

20 %

80 %

Sachsen

21 %

79 %

Mecklenburg-Vorpommern

21 %

79 %

Hessen

18 %

82 %

Schleswig-Holstein

19 %

81 %

Rheinland-Pflaz

17 %

83 %

Saarland

18 %

82 %

Bayern

16 %

84 %

Nordrhein-Westfalen

16 %

84 %

Baden-Württemberg

17 %

83 %

Deutschland

20 %

80 %

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