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Mental Load Stress reduzieren durch die 1-1-1-Methode

Erschöpfte Mutter mit Tochter auf dem Arm
© christinarosepix / Shutterstock
Eine nicht enden wollende To-Do-Liste, Freizeittermine und so weiter: Willkommen im Alltagsstress vieler Eltern. Meist stehen so viel mehr Aufgaben an, als der Tag Stunden hat. Doch was tun, wenn der Stress überhandnimmt und eine Pause immer dringender wird?

Mama, die Familienmanagerin

Zwischen (zu) viel Verantwortung, (emotionaler) Erschöpfung, Glücksgefühlen und pausenloser Organisation des Familienalltags verlieren sich viele Mütter. Doch wie kommt man aus dem Hamsterrad der Care-Arbeit raus? Besonders tricky: Die ganzen unsichtbaren Aufgaben im Kopf, die fast jede Mutter täglich mit sich herumschleppt – und die oftmals nicht so richtig wahrgenommen werden vom Partner: Geschenk für XY kaufen, Rucksack packen für den Sport, Brotdosen für Kind 1-3 vorbereiten – die Liste lässt sich endlos fortführen. Der sogenannte Mental Load belastet nach wie vor überwiegend Mütter, aber auch immer mehr Väter, die sich für eine gleichberechtigte Elternschaft einsetzen.

Woher kommt der Stress?

In einer ruhigen Minute kannst du dir die Frage stellen, was deine Stressquellen sind. Und dann nach und nach ergründen, welche Dinge, Aufgaben oder Menschen diesen Stress auslösen. Was sind die Energieräuber? Sich mit diesen Fragen und Ursprüngen zu beschäftigen, macht schon einen Unterschied. Denn so kannst du die Stressquellen meist klarer definieren – und einige davon vielleicht sogar eliminieren?

Betrachte mal deinen Alltag aus der Distanz: Wie sind die Abläufe mit den Kindern? Wer übernimmt welche Aufgaben? Und wie viele? Vielleicht ist ja eine Umverteilung der Aufgaben möglich? Dabei geht es keinesfalls um die blanke Optimierung des Alltags und seiner Routinen, sondern schlicht um das Ergründen von möglichen Stressfaktoren. 

Die 1-1-1-Methode: Eine Lösung?

Ein Patentrezept gibt es – wie immer – auch hier nicht. ABER: Die 1-1-1-Methode kann dabei helfen, anders zu priorisieren und klarer zu sehen – und dadurch dein Stresslevel idealerweise ein bisschen senken. Wie das funktioniert?

Taucht ein Problem oder eine Aufgabe auf, das oder die die sowieso schon volle Liste mal wieder sprengt, kannst du dir folgende Fragen stellen: Ist das Problem oder die Aufgabe in etwa einer Woche noch von Bedeutung? Oder in einem Monat? Oder sogar in einem Jahr? Schnell wird auf diese Weise klar, was im Moment wirklich relevant ist und auf welchen Stress du vielleicht vorerst verzichten kannst. Manchmal lösen sich Situationen auch von alleine oder du merkst mit ein bisschen Abstand, dass du dir ganz umsonst viel zu viel Stress gemacht hättest. 

Diese Methode hilft dabei, eigene Prioritäten und Grenzen besser zu setzen. Und auch, dass die Welt nicht untergeht, wenn mal nicht alles perfekt organisiert ist. Wie hilfreich sie genau ist, mag sich von Person zu Person etwas unterscheiden, aber sie verleitet in jedem Fall dazu, eingespielte Prozesse mal kurz zu überdenken und vielleicht sogar zu verändern – weg von so viel Müssen und hin zu stressfreieren Momenten.

Verwendete Quellen: psychologie-heute.de: Unsichtbare Aufgaben & Die Kapitäninnen der Familien, focus.de

ELTERN

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