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Selbstzweifel & Co. Diese 5 Fehler machen Eltern beim ersten Kind

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© Halfpoint / Adobe Stock
Das erste Kind bringt viel Veränderung mit sich: Plötzlich ist das ganze Leben auf den Kopf gestellt. Und als wäre das nicht alles schon aufregend genug, machen es sich viele junge Eltern mit diesen fünf typischen Fehlern noch zusätzlich schwer.

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Rückblickend betrachtet würden Eltern beim ersten Kind vieles anders händeln – und sind beim zweiten in vielen Dingen oft entspannter. Vielleicht, weil sie aus diesen fünf Fehlern gelernt haben: 

1. Fehler: Zu viele Sorgen

Hat das Baby ausreichend getrunken? Ist es warm genug angezogen? Schläft es zu wenig? Viele Eltern belasten sich besonders beim ersten Kind rund um die Uhr mit sorgenvollen Fragen um das Wohlbefinden ihres Schützlings – auch, wenn es meistens gar keinen Grund dafür gibt. Kommt dann ein Geschwisterchen, wissen die meisten bereits: In der Regel sind diese Sorgen unbegründet und es besteht kein Anlass, bei jedem Schrei direkt in Panik zu verfallen.

2. Fehler: Zu viele Vergleiche

„Also, mein Kind kann ja schon seit dem 5. Monat frei sitzen. Deins lässt sich ja ganz schön viel Zeit damit.“ Solche oder ähnliche Sprüche bekommen Eltern zwar auch noch beim zweiten oder dritten Kind zu hören, aber sie nehmen sich diese beim ersten Kind meistens mehr zu Herzen. Der Zweifel schleicht sich ein und verunsichert: Stimmt mit meinem Baby etwas nicht oder warum sind die anderen Kinder in der Krabbelgruppe schon so viel weiter? Dass die Kleinen sich in ihrem eigenen, ganz individuellen Tempo entwickeln und ein Vergleichen unsinnig und nervig ist, haben die meisten Eltern dann spätestens mit dem zweiten Kind verstanden.

3. Fehler: Zu viele Selbstzweifel

Das Stillen klappt nicht sofort, das Baby will nicht in die Trage und das Einschlafen ist eine Katastrophe? Erfahrene Eltern wissen, dass aller Anfang schwer ist. Beim ersten Kind stellen sich Eltern allerdings schnell selbst infrage: Was machen wir nur falsch? Gar nichts, ihr lernt euch einfach gerade noch kennen und findet heraus, was gut ankommt und was nicht. Nur weil alle anderen Babys in eurem Umfeld gerne im Kinderwagen liegen, muss das für euer Kind noch lange nicht gelten. Nehmt euch Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen und vertraut dabei auf euer Gefühl! Und wenn ihr wirklich nicht mehr weiter wisst: Scheut euch nicht, professionelle Hilfe bei einer Familienberatung in Anspruch zu nehmen!

4. Fehler: Zu viele Idealvorstellungen

Dass sich das Leben mit einem Kind grundlegend ändern kann, ahnen die meisten Neu-Eltern schon während der Schwangerschaft. Wie grundlegend – das muss allerdings erst mal jeder selbst herausfinden. Und daher stellen viele Eltern beim ersten Kind fest: So wie ich mir das ausgemalt hatte, ist es irgendwie nicht.
Auch wenn man sich vorgenommen hat, trotz Baby weiterhin einmal die Woche mit den Freund:innen auszugehen und das Familienbett in der Vorstellung absolut nicht infrage gekommen ist, kann sich das in der Realität schnell als Wunschdenken herausstellen. Damit das nicht zu Frust führt: Erwartungen herunterschrauben und offen sein für das neue Lebensgefühl mit Kind(ern). 

5. Fehler: Zu viele Einschränkungen

„Wenn das Baby schläft, darf niemand die Klospülung betätigen und zum Essen müssen wir immer zu Hause sein – sonst ist der Kleine zu sehr abgelenkt.“ Kommt euch das vielleicht bekannt vor? Viele Eltern sind beim ersten Kind obsessiv darauf bedacht, ihre Routinen einzuhalten und schränken sich damit selbst ganz schön ein. Dabei muss das nicht sein: Struktur und Sicherheit können auch vermittelt werden, wenn man gelegentlich von den Regeln abweicht. Einmal später ins Bett gehen wird sich nicht direkt negativ auf das Schlafverhalten auswirken und wenn das Baby unterwegs einmal weniger Brei isst, fällt es sicher nicht gleich vom Fleisch. Beim zweiten Kind wird das mit den unverrückbaren Regeln auch nicht mehr ganz so streng genommen und spätestens, wenn der große Bruder oder die große Schwester den Mittagsschlaf des Babys durch lautstarkes Trampeln unterbrechen, stellen Eltern fest: alles gar nicht so wild.

Mit dem zweiten Kind wird also alles automatisch leichter?

Natürlich ist jede Familie individuell, so wie auch jedes Kind. Und man kann nicht pauschal sagen, dass ab dem zweiten Kind alles entspannter laufen wird! Aber mit ein wenig mehr Erfahrung und dem Wissen, dass viele Sorgen und negativen Gedanken rückblickend eigentlich überflüssig waren, können wir vielleicht etwas gelassener sein.

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