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Frische Eltern? Diese Regel hilft bei Beziehungsproblemen im ersten Babyjahr

Eine nachdenkliche Frau hält ein schlafendes Baby im Arm
© globalmoments / Adobe Stock
Müde, keine Zeit zu kochen, duschen oder einfach mal wieder zu zweit zu sein? Die erste Zeit mit Baby ist eine Herausforderung. Doch vielleicht hilft euch diese einfache Regel.

Das Baby wird immer wieder wach, will gefüttert und kurz darauf neu gewickelt werden. Jede freie Sekunde dient dazu, das Chaos in der Wohnung zu beseitigen, endlich ein paar Minütchen zu schlafen oder andere Dinge zu erledigen. Das schafft eine:n ganz schön und wer im Leben schon einmal mit mehreren Wochen Schlafmangel zu tun hatte, weiß, dass das schnell die Nerven strapazieren und zu Stress mit dem:der Partner:in führen kann. Wir sind einfach nicht mehr unser ausgeglichenes Selbst. Auch dann, wenn wir unser Bestes geben, um uns, das Baby und unsere:n Partner:in zufriedenzustellen. Eine einfache Faustregel soll aber im ersten Jahr helfen.

Kein Freifahrtschein, aber eine Hilfe

Es ist nicht zu unterschätzen, wie viel der Alltag mit Neugeborenem uns abverlangt. Daher ist es umso wichtiger, sich dessen bewusst zu werden. Nicht durchzuschlafen und sich 24 Stunden am Tag um das Baby zu kümmern, kann sehr belastend für Menschen in einer Beziehung sein. Die Regel lautet daher:

Egal wie sehr wir uns im Alltag in die Haare kriegen, im ersten Jahr nach der Geburt wird die Beziehung nicht in Frage gestellt.

Selbst dann, wenn ihr euch mal so richtig streitet, die Schuldzuweisungen zunehmen oder ihr in eurem Inneren an allem zweifelt: Denkt daran, dass wie ihr fühlt, auch der aktuellen neuen Situation geschuldet sein kann und nicht unbedingt mit eurer Beziehung zu tun hat. Ihr seid möglicherweise noch in der Findungsphase, müsst euch noch auf alles besser einstellen und lernen, euch zu arrangieren.

Aber eins muss dabei klar sein: Diese Regel gilt natürlich nicht als Freifahrtschein für Gewalt oder Seitensprünge. Es gibt Grenzen. Stattdessen dient dieses kleine Versprechen als Reminder, dass ihr euch in dieser Zeit neu zusammenfinden müsst. Vielleicht braucht es weitere Unterstützung von außen oder Kleinigkeiten in eurem Alltag, die den Stress etwas lindern. Wie wäre es beispielsweise mit folgenden drei Ideen:

  • Nehmt Hilfe an, wo ihr sie bekommen könnt: Fragt Eltern, Freund:innen oder andere Familienmitglieder, ob sie euch das Baby für ein Stündchen abnehmen können, während ihr euch mal wieder hinlegt oder in Ruhe duschen könnt. Ihr müsst nicht alles alleine schaffen.
  • Fragt Freund:innen, ob sie beim Besuch etwas zu Essen für euch mitbringen können – leicht einfrierbar und dann später in die Mikrowelle oder im Backofen fix warm gemacht. Luxuriöse Kochsessions mit kleinem Baby sind einfach eine schwierige Angelegenheit und sollten nicht auf eurem Plan stehen. 
  • Sprich mit deinem:deiner Partner:in regelmäßig darüber, was ihr aneinander schätzt. Es können nur fünf Minuten pro Person sein, aber erinnert euch in all dem Chaos daran, warum ihr euch liebt und sorgt für mehr positive Gedanken, die leider gerne von der Erschöpfung verdrängt werden.

Allgemein gilt also in dem ersten Jahr mit Baby: Hilfe annehmen, Hilfe einfordern und Alltägliches wie Kochen oder Putzen vereinfachen – oder auch mal akzeptieren, dass im Haus oder der Wohnung absolute Unordnung herrscht und das erst einmal so bleiben kann. Und auch für überforderte frische Eltern zu putzen oder abzuwaschen, machen gute Freund:innen oder Eltern normalerweise gern, solange sie nebenbei die Chance haben, euren kleinen Schatz zu sehen. Außerdem: Vergesst bei all dem, was neu ist, nicht eure neue Faustregel, mit der ihr euch, wenn es gerade ruckelt, versprecht: Wir gehen da zusammen durch.

lkl ELTERN

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