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KIM-Studie Schaut mein Kind überdurchschnittlich viel Fernsehen?

Kim-Studie: Mädchen mit Fernbedienung
© Liderina / Shutterstock
Du fragst dich, ob dein Kind überdurchschnittlich viel am Handy oder vor dem Fernseher sitzt? Eine Studie gibt Aufschluss. 

Fernsehen, Tablet, Internet, Smartphone... Die Möglichkeiten für Kinder, sich mit Medien zu beschäftigen, sind heute ja mehr als vielfältig. Und gerade zu Beginn der Corona-Pandemie, als viele von uns im Homeoffice arbeiten und nebenbei noch die Kinder betreuen mussten, war die Verlockung groß, den Nachwuchs einfach mal vor die Lieblingsserie oder ein Handy-Spiel zu setzen. Doch möglicherweise fragen wir uns als Mutter oder Vater zwischendurch: Übertreibe ich es vielleicht? Schaut mein Kind zum Beispiel viel mehr Fernsehen als andere?

Die Kim-Studie (Kinder, Internet, Medien) für 2020 gibt Aufschluss darüber, in welchem Maße Kinder welche Medien nutzen. Zwar waren viele zur Zeit der Befragung im Herbst 2020 wieder im Präsenzunterricht, trotzdem hatten sie größtenteils schon Erfahrung mit Homeschooling gemacht. Und auch abseits von Corona ist es für uns spannend, zu sehen, welchen Raum die Medien im Alltag unserer Schützlinge einnehmen. Befragt wurden Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren. 

Das Fernsehen ist unschlagbar

Was ist das beliebteste Medium bei unseren Kindern? Ganz klar, das Fernsehen. 70 Prozent sitzen täglich vor der Flimmerkiste – und zwar im Schnitt 68 Minuten. Die Hälfte der Kinder schaut Wissensformate, 27 Prozent Nachrichtensendungen. Überdies besitzen 44 Prozent der Haushalte mit Kindern einen Account für Streamingdienste, Tendenz steigend! Täglich nutzen die Kinder etwa 24 Minuten Netflix und Co.

Was ist mit dem Internet?

Klar, auch das Netz ist beliebt bei den Kids. Ganze 97 Prozent der Zwölf- bis 13-Jährigen nutzen es. Mit dem Alter nimmt dann auch die Verwendung ab. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen ist es nur noch ein Drittel, das das Internet zumindest selten benutzt. Im Schnitt gehen die Kinder über alle Altersstufen eine Dreiviertelstunde pro Tag ins Word Wide Web. Konkret für YouTube und Google (die zwei beliebtesten Seiten bei den Kindern) sowie WhatsApp, Filme und Videos. Das hat sich interessanterweise auch durch Corona nicht wesentlich verändert. 

Wer steckt hinter der Kim-Studie?

Für die Studienreihe wurden vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest in Zusammenarbeit mit dem Südwestfunk 1.200 Kinder und ihre Haupterzieher:innen befragt. Der Studienzeitraum lag zwischen dem 31. August und dem 14. Oktober 2020.

Verwendete Quellen: Pressemitteilung des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest

as ELTERN

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