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Umfrage zeigt Väter schätzen den Zeitaufwand der Mutter für das Stillen viel zu gering ein

Neue Umfrage zeigt: Vater und Mutter beim Stillen ihres Babys
© Oleksandr Yakoniuk / Shutterstock
Ist Stillen die unsichtbare Tätigkeit der Mütter? Laut einer Umfrage schätzen Väter den Zeitaufwand für das Füttern des Babys geringer ein, als er tatsächlich ist. 

Wie sieht die Aufgabenteilung bei deutschen Eltern in den ersten sechs Lebensmonaten des Nachwuchses aus? Diese Frage hat die aktuelle Elvie-Umfrage untersucht. 1006 Eltern in Deutschland, deren jüngstes Kind maximal drei Jahre alt ist,  wurden befragt. Wie engagieren sich die Väter? Und vor allem: Wie wird der Beitrag des anderen Elternteils bewertet? Besonders beim Thema Stillen und Abpumpen ist Vätern der Zeitaufwand der Frauen nicht bewusst.

Die Hauptlast liegt immer noch bei den Müttern

Die Umfrage ergab, dass Väter bereits eine wesentliche Rolle bei der Babybetreuung und bei Aufgaben im Haushalt spielen. Sie wünschen sich jedoch noch mehr Beteiligung, insbesondere bei der Betreuung des Neugeborenen: 43 Prozent der Papas hätten sich in den ersten Monaten gerne mehr um das Baby gekümmert. 28 Prozent gaben sogar an, dass sie sich gefreut hätten, den Nachwuchs öfter zu wickeln. 

Aber was hält die Väter davon ab, sich mehr um das Kind zu kümmern? Eine potenzielle Erklärung: Männer verbrachten den Großteil ihres Tages im Job – fast alle Frauen bleiben besonders in den ersten Monaten Zuhause. Sie kümmern sich nach eigenen Angaben im Durchschnitt 12 Stunden am Tag um das Kind. Die zeitintensivste Aufgabe der Mütter: Das Füttern. Das nimmt täglich durchschnittlich 5 Stunden in Anspruch. Väter schätzen diesen Zeitaufwand geringer ein, als er eigentlich ist.

Stillen – die unsichtbare Tätigkeit der Mütter?

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Jede vierte Mutter verbringt 4 bis 6 Stunden täglich mit Stillen. 15 Prozent der Frauen sogar mehr als 8 Stunden. Von den Vätern schätzen nur wenige den zeitlichen Aufwand so hoch ein – das Stillen und Abpumpen wird unterschätzt. Nur die Hälfte der Väter und Mütter sind mit dieser Aufteilung so zufrieden. 

Wie könnte man den Zeitaufwand für das Füttern reduzieren? Für das Stillen ist das schwierig. Hier sollte man deswegen versuchen, sich die Zeit so bequem wie möglich zu gestalten. Am besten kann der Partner die Mutter unterstützen, indem er ihr zur Seite steht und zum Beispiel ein Glas Wasser holt. Beim Abpumpen gibt es zumindest einen Weg, um Zeit zu sparen. Denn normalerweise sind die Mütter an die Steckdose gefesselt. Mittlerweile gibt es Pumpen, die das erträglicher gestalten: Tragbare und auch leisere Geräte können den Alltag erleichtern.

Jessie Weiß: "Ich habe mich wie eine Milchkuh gefühlt." 

Jessie Weiß hat einen eigenen Online-Blog "Journelles" und arbeitet als Moderatorin und Kreativ-Direktorin. Sie teilt Einblicke ihres Familienlltags auf Instagram und über 200.000 Menschen schauen ihr begeistert dabei zu. Vor einem halben Jahr ist sie zum dritten Mal Mutter geworden. Bei jedem ihrer Kinder hat sie voll gestillt, wie auch jetzt bei ihrem Baby. Sie liebt das Stillen nicht abgöttisch aber schätzt die Unkompliziertheit, erzählt sie uns im Interview: "Ich genieße einfach die Benefits des Stillens. Dass ich keine Fläschchen vorbereiten und nichts rumschleppen muss."

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Vom Abpumpen war Jessie nie ein Fan: "Mit diesen Schläuchen habe ich mich wie eine Milchkuh gefühlt. Besonders das stundenlange Sitzen neben der Steckdose fand ich nervig. Ich habe während der Schwangerschaft eine tragbare Milchpumpe von Elvie zugeschickt bekommen. Das war wirklich eine Offenbarung für mich. Auf ein Mal konnte man ganz selbstverständlich nebenbei abpumpen und musste keine extra Zeit mehr dafür einplanen. Wenn es Elvie schon bei meinen Jungs gegeben hätte, wäre vieles leichter gewesen!“

Vor der Geburt ihres ersten Sohnes haben sie und ihr Mann sich darauf geeinigt, die Care-Arbeit zu gleichen Teilen zu übernehmen. Durch das Stillen wird diese Abmachung auf die Probe gestellt – es nimmt einfach viel Zeit ein. Das flexible Abpumpen bedeutet für Jessie weniger Stress bei Terminen schnell wieder zu Hause sein zu müssen. 

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Bei einem anderen Thema der Umfrage sind sich Frauen und Männer einig: Beide hätten sich mehr Zeit zu zweit gewünscht. Für eine Tasse Tee in Ruhe, für Wellness und Sport. Mit etwa drei Stunden Freizeit am Tag wären beide Elternteile zufrieden. 

mwe ELTERN

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