Die Zahlen steigen wieder
 
Wenn die Schulen und Kitas wieder schließen, bricht Panik unter den Eltern aus!

Habt ihr in letzter Zeit mal Corona-News gelesen? Ich ja, und ich bekomme tagtäglich beim Blick auf die Zahlen leichte Schnappatmung. Der Grund: Ich habe ein Schulkind zu Hause und bin nebenbei mit 40 Stunden im Home Office. Erneute Schulschließungen sind für mich gleichbedeutend mit einer großen Panikattacke. Bin ich die Einzige? Ich bezweifle es! Vielen der 11,5 Millionen Familien in Deutschland geht es ähnlich. Das zeigen die erschreckenden Zahlen einer Umfrage, die ich euch gleich vorstelle. Doch bevor wir alle wieder in Schnappatmung verfallen, kurz innehalt und weiterlesen: Ich stelle euch auch zwei super Initiativen vor, die echt Hoffnung machen.

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Hier gibt's Hilfe!

Die Erinnerungen sind noch frisch: Der letzte Lockdown aufgrund von Corona war eine echte Herausforderung für jeden, aber am meisten für uns Eltern. Kinder ohne soziale Kontakte alleine zu Hause betreuen? Home Schooling übernehmen? Kleinkinder 24/7 neben der Arbeit betreuen? Ein Ding der Unmöglichkeit – und trotzdem mussten wir uns da irgendwie durchkämpfen. Der Staat hat die Familien fast komplett vergessen, die Muttis mussten wieder ran. Willkommen in den 50ern!

Doch nun ist Schluss mit dem Vergessen! In den letzten Monaten haben viele Eltern ihr Herzblut in den Aufbau von zwei tollen Initiativen gesteckt, die mittlerweile richtig groß geworden sind: „Eltern in der Krise“ und „Familien in der Krise". Sollten tatsächlich die Schulen und Kitas erneut geschlossen werden, wissen wir, wer uns unterstützt und wohin wir uns wenden können. Sie kämpfen für mehr Gehör der Eltern in der Politik, treffen sich mit Politikerinnen und Politikern und setzen sich für eine Corona-Strategie mit Blick auf Eltern und Kindern ein. Klickt drauf, schaut vorbei und macht mit! 

Und wenn Schulen und Kitas doch nicht schließen, gibt's bei diesen Initiativen natürlich trotzdem Unterstützung. Schließlich gibt es bis dato noch keine richtige Elternlobby, die unsere Anliegen in die Politik bringt – und deshalb sind Eltern in der Krise und Familien in der Krise so dringend nötig!

"Fun" Facts gefällig?

Die beiden Initiativen haben gemeinsam eine Online-Umfrage unter 1.300 Eltern schulpflichtiger Kinder gestartet, die erschreckende Ergebnisse geliefert hat:

  • Wusstet ihr, dass 93 Prozent der Eltern Homeschooling als Belastung empfanden? Nur 7 Prozent hatten kein Problem damit.
  • Ähnlich erging es den Kindern: 85,8 Prozent der Eltern sahen, dass ihre Kinder durch das Home Schooling belastet waren.
  • Über die Hälfte der Schüler wurden überhaupt nicht digital beschult und mussten mit ausgedruckten Arbeitsblättern im Lockdown arbeiten. Ausgedruckt natürlich hauptsächlich von uns Eltern! 
  • Nur bei fünf Prozent der Schülerinnen und Schüler hat der digitale Unterricht von Anfang an gut funktioniert. 
  • Mehr als 40 Prozent der Eltern haben die Home Schooling-Aufgaben ihrer Kinder überwiegend selbst korrigiert. Mich übrigens eingeschlossen! Ich saß da und zählte Cent-Stücke: Hat meine Erstklässlerin auch wirklich zehn Cent eingekreist und nicht nur neun Cent?! Mir platzt immer noch der Kragen, wenn ich darüber nachdenke.  
  • 88,5 Prozent aller Eltern sehen Lernlücken bei ihren Kindern
  • 75 Prozent der Befragten möchten den Regelbetrieb ohne flächendeckende​ Schulschließungen.
  • Masken für Schüler im Klassenzimmer lehnen 80 Prozent der Eltern ab.

Sonja Alefi ist eine der Mütter und Frauen, die sich für diese Initiativen engagiert. Sie fasst in diesem Zitat schön zusammen, was schon so viele Eltern vor ihr gefordert haben: 

Wir fordern: Bevor Schulen geschlossen werden, müssen erst andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens stark eingeschränkt werden. Der Schaden, der durch Schulschließungen entsteht, ist unverhältnismäßig groß!

Rolle rückwärts? Ohne uns!

Rolle Rückwärts
eltern.de

Wir bei ELTERN hatten privat auch ziemlich zu kämpfen und gingen zwischen Kinderbetreuung, Home Schooling, Meetings und kochen, kochen, kochen ziemlich unter. Wie erging es euch? Erzählt es uns per E-Mail oder auf unseren Social-Kanälen Instagram und Facebook! Wir wollen für euch da sein, euch ein offenes Ohr bieten und, wo wir können, Tipps, Tricks, Unterstützung und Hilfe liefern. 

Genau deswegen, weil wir so nah am Thema dran sind, haben wir auch unsere große Aktion "ROLLE RÜCKWÄRTS? OHNE UNS!" ins Leben gerufen. In Artikeln, Podcasts, in unseren Print-Heften ELTERN und ELTERN family, in Radiosendungen und Co. erzählen wir von Eltern in der Krise und stellen ganz konkrete Forderungen an die Gesellschaft, die Mütter, die Väter, aber auch die Arbeitgeber. Was brauchen wir jetzt, um nicht in die Fünfziger zurückzufallen? Wie können wir diesen gesellschaftlichen Corona-Cut als Chance für mehr Emanzipation nutzen – und zwar im Sinne einer echten Freiheit: Welche Rolle will ich leben? Darauf und noch auf viel mehr geben wir Antworten und liefern Hilfestellungen. Schaut unbedingt vorbei und macht mit!