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Retro-Spaß 20 alte Spiele, die wir als Kinder geliebt haben

Kinder sitzen in einem Kreis auf dem Rasen und spielen
© Rawpixel.com / Shutterstock
Ob drinnen oder draußen, alleine oder im Team – zahlreiche alte Kinderspiele sind nach wie vor ein Hit. Wir stellen die beliebtesten Klassiker vor.

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Es gibt eine Vielzahl an Spielen, die absolut zeitlos sind. Du hast sie früher geliebt und jetzt finden deine Kinder Begeisterung an ihnen. Wir stellen dir 20 dieser Spiele vor, inklusive Altersempfehlung und benötigter Anzahl an Mitspieler:innen.

Sechs alte Spiele zum Laufen, Fangen und Verstecken

Ochs am Berg

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens drei

Bei Ochs am Berg geht es darum, dass ein als Ochs bestimmtes Kind gegen eine Wand schaut und dabei den Zählreim: „Eins, Zwei, Drei … Ochs am Berg” aufsagt. Bei diesem Reim können sich die etwa zehn bis 20 Meter entfernten Kinder pro Wort in einzelnen Schritten nach vorne bewegen, müssen jedoch sofort erstarren, wenn der Ochs sich auf das Wort „Berg” umdreht. Eine detaillierte Anleitung zu Ochs am Berg findest du hier.

Räuber und Gendarm

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens drei

Räuber und Gendarm ist ein wunderbares Spiel für im Freien. Die Kinder teilen sich dafür in zwei Gruppen auf: Räuber und Gendarmen. Innerhalb einer vorab definierten Fläche können sich die Räuber nun verstecken. Die Gendarmen haben dann die Aufgabe, die Räuber zu fangen und sie ins Gefängnis (zentraler Platz auf der Fläche) zu bringen. Kinder, die aktive Spiele mit Fangen und Verstecken lieben, kommen hier voll auf ihre Kosten.

Katz und Maus

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens fünf

Die Spieler:innen bilden einen Kreis und halten sich dabei an den Händen fest. Ein Spieler wird als Maus und ein Spieler als Katze bestimmt. Die Katze versucht nun, die Maus zu fangen. Die Maus kann durch den Kreis entkommen, während die Kinder im Kreis versuchen, die Katze am Passieren zu hindern.

Blinde Kuh

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens drei

Kinderspiele wie Blinde Kuh verlieren nie ihren Reiz. Benötigt wird lediglich ein Schal, um der vorab als Kuh definierten Spielerin die Augen zu verbinden. Diese dreht sich nun zweimal im Kreis und macht sich dann auf die Suche nach den anderen Spieler:innen. Diese geben während der Suche wiederholt hörbare Zeichen und Necken und Triezen die Kuh. Kann die Kuh einen Spieler schnappen, so nimmt dieser die Rolle der Kuh ein.

Reise nach Jerusalem

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens fünf

Mindestens fünf Spieler begeben sich auf die Reise nach Jerusalem. In der Mitte des Raumes werden vier Stühle (beziehungsweise immer ein Stuhl weniger als die Teilnehmerzahl), mit der Sitzfläche nach außen, im Kreis aufgereiht. Ein Spielleiter schaltet nun die Musik an und die Kinder bewegen sich um den Stuhlkreis. Verstummt die Musik, müssen sich die Kinder so schnell es geht auf einen Stuhl setzen. Das Kind, das keinen Platz findet, scheidet aus. Ein weiterer Stuhl wird aus dem Spiel genommen.

Das Spiel geht in die nächsten Runden und endet damit, dass nur noch ein Stuhl übrig ist und ein Kind sich diesen in der letzten Runde sichern kann. Aktive Spiele wie die Reise nach Jerusalem werden nie langweilig und eignen sich gut als Abwechslung zu Brettspielen oder Aktivitäten wie Basteln.

Das Spiel hat übrigens nichts mit der Stadt Jerusalem zu tun. In anderen Ländern heißt es etwa „Reise nach Rom”, „Stürmische See” oder „Tanzende Stühle”.

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? 

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens drei

Ein Kind wird vorab als Wolf bestimmt. Die anderen Kinder stellen sich einige Meter vom bösen Wolf entfernt in einer Reihe auf. Der Wolf ruft nun: „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?”. „Niemand!”, antworten die Kinder. „Und wenn er kommt?”,fragt der Wolf. „Dann laufen wir.”, entgegnen die Kinder und laufen so schnell sie können von dem jetzt jagenden Wolf davon. 

Dieser versucht, so viele Kinder wie möglich durch Berührung zu fangen. Jeder Gefangene wird ebenfalls ein Wolf und unterstützt die Jagd. Der letzte verbliebene Spieler gewinnt und startet in der nächsten Runde, als Wolf.

Drei alte Wettkampf-Spiele

Schnitzeljagd

  • Alter: ab etwa fünf Jahren
  • Spieler:innen: mindestens vier

Kinder lieben das Lösen von Aufgaben. Kinderspiele wie die Schnitzeljagd sind daher bei allen Altersgruppen beliebt. Bei ihr kann ein spezielles Motto als Aufhänger dienen. Weitere Tipps und Inspirationen findest du in unserem Artikel zur Schnitzeljagd.

Sackhüpfen

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens zwei

Auf einer Strecke mit Start und Ziel versuchen die Mitspieler:innen, die sich alle in Jutesäcken befinden, so schnell wie möglich zum Ziel zu hüpfen. Wer als Erstes ankommt, gewinnt das Spiel. Sackhüpfen ist ein Kinderspiel, das sich perfekt für den Kindergeburtstag eignet.

Seilziehen

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens zwei

Beim Seilziehen treten zwei Teams gegeneinander an. Benötigt wird ein stabiles Seil, welches auf dem Boden platziert wird. Auf Höhe der Seilmitte bringen die Teilnehmer:innen vor Beginn des Spiels eine Markierung an. Sie trennt die beiden Gruppen voneinander. 

Jede Gruppe nimmt nun auf ihrer Seite das Seil in die Hand und auf das Startkommando ziehen alle Kinder mit voller Kraft am Seil. Die Gruppe, die es schafft, die Gegner über die Markierung zu ziehen, gewinnt das Spiel.

Alte Spiele mit Bällen oder Murmeln

Völkerball

  • Alter: ab sechs Jahren
  • Spieler:innen: mindestens acht

Völkerball hat als Spiel im Sportunterricht für viele denkwürdige Momente in der Kindheit vieler Erwachsener gesorgt. Für das Spiel bilden sich zwei Teams, die sich auf einem Spielfeld mit zwei Feldern gegenüberstehen. Jedes Team bestimmt einen Spieler, der sich außerhalb des gegnerischen Feldes platziert.

Jetzt gilt es, die Spieler:innen im gegnerischen Feld mit einem Ball abzuwerfen und Spielern des eigenen Teams, die sich in guter Position befinden, den Ball zuzuwerfen. Getroffene Spieler:innen verlassen das Feld und begeben sich zum Spieler außerhalb des gegnerischen Feldes. Auch sie können von dort Spieler:innen abwerfen, wenn sie an den Ball kommen. Sind alle Spieler aus einem Feld abgeworfen, ist das Spiel zu Ende.

Fußball

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: ab zwei

Spiele mit einem Ball sind und waren immer angesagt. Fußball ist ein Weltsport und wird auch gerne als der Volkssport der Deutschen bezeichnet. Viele Kinder beginnen bereits in jungen Jahren, einem Ball hinterherzujagen. Gerade auf Schulhöfen ist Fußball als zeitloses Ballspiel angesagt. Benötigt wird lediglich ein Ball und zwei Tore beziehungsweise Markierungen für Tore. 

Dann bilden sich zwei Teams, die das Ziel haben, den Ball ins jeweils gegenüberliegende Tor zu schießen, ohne dabei die Hände zu verwenden. Innerhalb der Teams darf der Ball abgespielt werden, während der Gegner versucht, den Ball zu erobern und dann selber ein Tor zu erzielen. Spiele mit Ball haben den Vorteil, dass man sie alleine, zu zweit oder in einer Gruppe spielen kann.

Murmeln

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens zwei

Kinderspiele mit Murmeln sind vermutlich schon 5.000 Jahre alt und haben sich daher ihren Platz unten den alten Spielen wahrlich verdient. Beim Murmeln im Freien nehmen die Kinder einige Meter vor einem etwa faustgroßen Loch im Boden ihre Position ein und versuchen eine Murmel in das Loch zu werfen. Wenn jedes Kind an der Reihe war, beginnt das Kind mit der zweiten Runde, das seine Murmel am dichtesten am Loch platzierte. Wer zuerst seine Murmel im Loch versenkt, gewinnt das Spiel.

Drei alte Spiele, bei denen ihr springt

Gummitwist

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens drei

Gummitwist ist der Klassiker unter den alten Spielen. Ein zugeknöpftes Gummi wird dabei um die Knöchel zweier Kinder platziert, sodass es ordentlich gespannt ist. Das dritte Kind hüpft nun in verschiedenen Kombinationen über das Gummi. Verschiedene Sprüche zum Hüpfen und eine detaillierte Spielanleitung zu Gummitwist findest du hier.

Himmel und Hölle

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens zwei

Bei Himmel und Hölle zeichnen die Spieler:innen diverse Spielfelder mit Kreide auf den Boden. Ziel ist es, das Feld „Himmel” zu erreichen, ohne in das Feld „Hölle” zu fallen. Die genaue Spielanleitung zu Himmel und Hölle findest du in unserem Artikel zum Spiel.

Seilspringen

  • Alter: ab etwa fünf Jahren
  • Spieler:innen: alleine oder ab drei

Seilspringen wird sowohl alleine als auch in Teams gespielt. Je nach Anzahl der Spieler:innen und Größe des Seils, hüpfen die Kinder über ein Seil, welches von den anderen an beiden Enden festgehalten und im Kreis gedreht wird. Wenn sich ein Kind beim Springen im Seil verheddert, scheidet es aus. Spiele wie Seilspringen fördern die Koordination.

Fünf alte Spiele für junge Denker

Schere, Stein, Papier

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: zwei

Zwei Kinder verstecken ihre Hände hinter dem Körper und sagen gemeinsam Schere, Stein, Papier. Nach dem Vers strecken sie gleichzeitig eine Hand nach vorne, die eins der drei Symbole Stein, Schere oder Papier zeigt. Die Schere ergibt sich durch den ausgestreckten Zeige- und Mittelfinger, der Stein durch eine Faust und das Papier durch eine flache Hand. Während der Stein die Schere schlägt, umwickelt das Papier den Stein und die Schwere zerschneidet das Papier. Reaktionsspiele wie Schere, Stein, Papier werden aufgrund der kurzen Spieldauer nie langweilig.

Ich packe meinen Koffer

  • Alter: ab fünf Jahren
  • Spieler:innen: mindestens zwei

Ich packe meinen Koffer ist ein Spiel, bei dem jeder Spieler einen Gegenstand symbolisch in seinen Koffer packt und alle bereits von den Mitspieler:innen genannten Gegenstände vorher aufzählt. Verwendet wird dabei der einfache Satz: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: …” Da mit jeder Runde neue Dinge hinzukommen, wird es immer schwieriger, sich alle Begriffe zu merken. Wer durcheinander kommt oder etwas vergisst, scheidet aus.

Ich sehe was, was du nicht siehst

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens zwei

Wenn uns früher langweilig wurde und keine Brettspiele oder Sachen zum Basteln griffbereit lagen, dann kam nicht selten eine Runde Ich sehe was, was du nicht siehst ins Spiel, zum Beispiel auf einer langen Autofahrt. Auch heute eignet sich das Fragespiel ideal auf Reisen und verschafft Eltern wie Kindern eine Pause vom Smartphone. Zudem sind Spiele dieser Art gut, um die Kreativität anzuregen. Im Kern geht es darum, ausgewählte Begriffe aus der Umgebung zu erraten. Dabei wird als Hinweis lediglich die Farbe oder Beschaffenheit genannt.

Brettspiele

  • Alter: ab vier Jahren (je nach Spiel)
  • Spieler:innen: mindestens zwei

Von „Mensch ärgere dich nicht” bis „Schach” – Brettspiele sind unglaublich vielfältig und fördern sowohl die Geselligkeit als auch unsere Gehirnzellen. Früher war es normal, sich bei Familientreffen über Brettspiele die Zeit zu vertreiben. Brettspiele eignen sich auch perfekt als Ergänzung zu Outdoor-Spielen, bei denen sich die Kinder körperlich austoben. 

Wortketten

  • Alter: ab vier Jahren
  • Spieler:innen: mindestens zwei

Reaktionsspiele sind witzig und fördern gleichzeitig die Kreativität. Der erste Spieler nennt ein aus zwei Hauptwörtern zusammengesetztes Wort. Die nächste Spielerin formt nun aus dem letzten Hauptwort des vorherigen Spielers ein neues Wort mit einem zweiten Hauptwort am Ende. Beispiel: Autoschlüssel – Schlüsselwort – Wortspiel – Spielführer. Wortketten machen vor allem Spaß, wenn man die Zeit zum Überlegen fest vorgibt.

Lieber Basteln als Spiele spielen? Während manche Kinder lieber stundenlang mit Klötzen bauen, wollen andere Kinder ihre Kreativität beim Basteln ausleben. DIY war damals wie heute total angesagt. Von Mobile basteln, Basteln mit Korken bis zu Basteln mit Kleinkindern – bei uns findest du zahlreiche Vorlagen und Ideen.

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