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Outdoor Grillen mit Kindern

Grillen mit Kindern
Grillen mit Kindern
© Photodisc / Thinkstock
Die Grillsaison läuft auf vollen Touren. Mit den Sonnenstrahlen ziehen köstliche Düfte von gebratenem Fleisch durch die Gärten. Hier finden Sie Tipps und Tricks rund um das gesundheitsbewusste Grillen.

Als wichtigste Vorsichtsmaßnahme sollte verhindert werden, dass Fett herunter in die Glut tropft. Denn hierbei entstehen polycyclische (ringförmige) aromatische Kohlenwasserstoffe. Das besonders gefährliche Benzpyren gilt als Hauptursache für die Entstehung von Magenkrebs. Durch den Rauch schlagen sich diese bedenkliche Substanzen am Gegrilltem nieder.

Tipps für gesundheitsbewussten Grillgenuss

  • Wählen Sie leicht durchwachsene Fleischstücke zum Grillen aus, damit nicht zuviel Fett verbrennt. Je dünner die Kotletts oder Steaks geschnitten sind, desto schneller sind sie gar – und desto kürzer auch der Glut ausgesetzt. Angebrannte Fleischränder sollten Sie großzügig abschneiden.
  • Legen Sie das Grillgut erst auf den Rost, wenn die Holzkohle gut durchgeglüht und von einer weißen Ascheschicht bedeckt ist.
  • Gepökeltes Fleisch (z.B. Kasseler Kotelett, Wiener Würstchen, Bockwürstchen, Fleischwürste, Leberkäse, Speck) nicht grillen. Hierbei würden geringe Mengen anderer schädlicher Stoffe entstehen: krebserregende Nitrosamine.
  • Servieren Sie einen frischen Salat mit Paprika, Tomaten oder Möhren: die darin enthaltenen Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe können die schädliche Wirkung von Benzpyren & Co einschränken.
  • Als Brennmaterial nur Holzkohle oder Holzkohlebriketts verwenden. Beim Verbrennen von Papier, harzreichem Holz oder Kiefernzapfen entstehen krebserregende Stoffe.
  • Grillen Sie Würste und Geflügel immer gut durch.

Für das Grillen mit Kinder sollten Sie folgende Sicherheitsvorkehrungen beachten

  • Den Grill an einer geschützten Stelle auf ebener Fläche aufstellen. Auf ausreichend Abstand zu den Gebäuden und Pflanzen achten.
  • Feuer niemals mit Spiritus oder Benzin entzünden. Gerade bei schon aufgeheizten Kohlen können meterhohe Stichflammen entstehen.
  • Kinder und Haustiere sollten vom Grill sowie dem heißen Grillzubehör fernbleiben - Achtung: Edelstahlspieße sind noch lange nachdem sie vom Grill genommen wurden sehr heiß!
  • Holzkohleanzünder nach Gebrauchsanleitung verwenden.
  • Ein Blasebalg unterstützt den schnellen Glutaufbau, dabei auf Funkenflug achten!
  • Kinder laufen durch den Garten, daher auf Standfestigkeit des Grills und eine Sicherheitsabsperrung, zum Beispiel Stühle, aufstellen.
  • Den Grill nie unbeaufsichtigt brennen lassen.
  • Nach dem Grillen die Kohlen ausbrennen lassen. Bei plötzlichen Ablöschen mit Wasser entstehen große Mengen heißen Wasserdampf, der Verbrühungen verursachen kann. Ein Liter Wasser ergibt 1700 Liter Wasserdampf!

Und so schmeckt es besonders gut

  • Zum Grillen eignen sich magere oder leicht fettdurchzogene ungepökelte Fleischstücke. Damit das Fleisch beim Zubereiten zart wird, sollten gut abgehangene, bindegewebsarme Teilstücke gewählt werden.
  • Vom Schwein eignen sich: Schnitzel, Koteletts, Nacken und Filet. Vom Kotelett, Nacken, Schulter oder Schinkenstück erhält man den beliebten Spießbraten.
  • Vom Rind werden vor allem Steaks in vielen Variationen gegrillt: Hüft-, Rump- oder Lendensteaks.
  • Geflügel wird im Ganzen, Hähnchenschenkel und Putenbrust werden als Teilstücke gegrillt.
  • Auf dem Speisezettel für das Grillfest dürfen natürlich die Brat- und Grillwürstchen sowie das Schaschlik nicht fehlen. Diese Fleischwaren werden aus Schweine-, Rind- oder Lammfleisch hergestellt.
  • Kalbfleisch und Wildfleisch eignen sich nicht gut zum Grillen. Sie werden durch die intensive Strahlungswärme schnell trocken und verlieren an Geschmack.
  • Drücken Sie das Grillgut beim Wenden nicht mit dem Spatel oder der Zange flach. Dabei verliert es an Saft und Geschmack.
  • Probieren Sie gegrillte Gemüsespießchen oder Gemüsescheiben, mariniert mit etwas Olivenöl, Kräutern und Knoblauch.
  • Legen Sie rohe, in Alufolie gewickelte Kartoffeln schon ganz am Anfang an den Rand des Grills. Sie sind dann gleichzeitig mit Fleisch oder Gemüse gar.
  • Wenden Sie das Grillgut nicht zu häufig. Es genügt, wenn es einmal – etwa nach der Hälfte der Garzeit – gewendet wird.
  • Kinder lieben Süßes. Wie wär’s, wenn Sie als Nachspeise gegrillte Bananen servieren? Dafür die Bananen längs in der Schale halbieren und mit der Schnittfläche nach unten etwa eine Minute grillen. Wenden und in etwa sieben Minuten fertig grillen.

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