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„Ich bin eine Stubenhocker-Mama!“ 7 Tipps, wie die Kids trotzdem ausreichend an die frische Luft kommen

Hilfe, ich bin eine Stubenhocker-Mama: Kinder und erwachsene Person rennen durch ein schneebedecktes Feld
© avtk / Adobe Stock
Du weißt: Frische Luft ist gesund und die Kinder müssen regelmäßig raus. Nur leider bist du ein echter Stubenhocker? Dann geht es dir wie mir! Hier sind 7 Tipps, wie die Kinder trotzdem ausreichend nach Draußen kommen.

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Ja, ich gebe es offen zu: Ich bin eine Stubenhocker-Mama. Nicht so sehr im Sommer – oder im schon warmen Frühling. Dann sitze ich liebend gerne auf dem Spielplatz, im Stadtpark oder auf unserem Campingplatz an der Ostsee. Aber im Winter bei einstelligen Temperaturen, womöglich noch Regen und Wind – oder schlimmstenfalls ab 16 Uhr im Dunkeln – mit meinen Kindern im Sandkasten buddeln? Das ist mir ein Graus!

Doch es nützt alles nichts – die kleinen Racker müssen an die frische Luft. Wie sehr sie den Platz und die Natur zum Austoben und für ihr Wohlbefinden brauchen, merke ich spätestens nach einer Woche Bronchitis-Bettruhe. Dann fällt den beiden hier regelrecht die Decke auf den Kopf und es kommt zu langen Einschlafritualen sowie ständigem Geschwister-Streit.

Dass Bewegung im Freien zudem wichtig für die kindliche Entwicklung und die Gesundheit ist, weiß ich natürlich auch – und spätestens jetzt meldet sich mein schlechtes Stubenhocker-Gewissen. Immunsystem, Sehkraft, Motorik – all das wird durch Draußen spielen ganz nebenbei trainiert und geschult. Wer also nicht in den Genuss eines eigenen Gartens kommt, muss sich notgedrungen überwinden. Aber es gibt Mittel und Wege, die das Ganze für uns Stubenhocker einfacher machen:

7 Tipps, wie deine Kinder ausreichend an die frische Luft kommen – auch wenn du ein Stubenhocker bist

  1. Outsourcen
    Wer winterlichen Outdoor-Aktivitäten nicht so viel abgewinnen kann, die Kinder aber dennoch gerne an der frischen Luft sieht, könnte sich mit einem Waldkindergarten anfreunden. Hier sind die Kleinen den lieben langen Tag bei Wind und Wetter draußen unterwegs. Wem das dann doch ein wenig zu radikal erscheint: Eine Kita mit eigenem Garten tut es auch! Fragt am besten schon bei der Besichtigung, ob die Kinder viel draußen sind und auch mal Ausflüge in nahegelegene Parks oder Wälder unternommen werden.
  2. Das Notwendige mit dem Nützlichen verbinden
    Warum nicht den ohnehin notwendigen Weg zu Kita oder Schule und wieder zurück für Bewegung im Freien nutzen? Statt mit dem Auto zu fahren, also das Fahrrad (oder Laufrad) nehmen oder zu Fuß gehen – und schon haben die Kinder Guthaben auf ihrem täglichen Frischluft-Konto! Das geht natürlich nur, wenn die Wege nicht zu weit sind – eh klar!
  3. Freunde mit Garten einspannen
    Freunde eures Kindes leben in einem Haus mit Garten? Herzlichen Glückwunsch! Während die Kinder sich draußen austoben und sich an der Kälte erfreuen, könnt ihr im Warmen sitzen und durch die Fensterscheiben zusehen. Herrlich!
  4. Nachmittagsaktivitäten im Freien
    Wenn eure Kinder schon älter sind, bieten sich hier die Pfadfinder an: Da wird auch im Winter nicht vor ausgiebigen Wanderungen haltgemacht. Alternativen sind aber selbstverständlich auch viele Sportvereine, die fast das ganze Jahr draußen trainieren. Mannschaftssportarten wie Fußball oder Hockey ziehen im tiefsten Winter zwar auch in warme Turnhallen – aber zumindest den Herbst kann man so (im Vereinsheim wartend) schon mal gut überbrücken. Wer nach einem ganzjährigen Outdoor-Sport sucht: Rudern und Radfahren!
  5. Playdates im Freien
    Ihr habt ein kleines Netzwerk aus Freund:innen mit Kindern? Prima! Warum nicht reihum die Kids der anderen mitbetreuen und Playdates im Freien untereinander aufteilen. Klar, irgendwann muss dann auch der Stubenhocker mal ran – aber besser nur einmal, als jedes Mal auf dem Spielplatz bibbern!
  6. Großeltern/Onkel/Tanten in die Pflicht nehmen
    Okay, Pflicht klingt vielleicht etwas fordernd. Aber Schlittenfahren, Schlittschuhlaufen oder Schneemann bauen, sind einfach perfekte Aktivitäten für einen Tag mit dem Enkelkind – oder Neffe und Nichte. Jackpot: Die Großeltern bieten an, mit den Kindern in den Winterurlaub zu fahren.
  7. Anregende Umgebung
    Hier ist Ablenkung (also die des Stubenhockers) das Zauberwort: Die üble Laune auf dem Spielplatz geht ja häufig auch mit Langeweile einher. Und hinsetzen mag man sich bei dem nasskalten Grau ja auch nicht. Abhilfe schaffen hier anregende Ausflugsziele in die Natur: Wildpark, Nordsee, ein unbekannter Wald – Hauptsache, ein wenig was zu sehen. Dann spielt das Wetter plötzlich oft nur noch eine Nebenrolle. Und Weihnachtsmärkte zählen doch auch zu Aktivitäten an der frischen Luft, oder?
ELTERN

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