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Infektionsschutzgesetz Lehrer:innen warnen vor Beeinträchtigung des Unterrichts im Herbst und Winter

Infektionsschutzgesetz: Lehrer:innen warnen vor Beeinträchtigung des Unterrichts im Herbst und Winter
© Vasyl / Adobe Stock
Lehrer:innen warnen jetzt vor möglichen Unterrichtsausfällen. Das neue Infektionsschutzgesetz würde sie nicht ausreichend schützen, was wiederum Folgen für die Kinder und Jugendlichen haben kann.

Lehrerverbände warnen jetzt vor möglichen weitreichenden Beeinträchtigungen des Schulbetriebs in Herbst und Winter. Der Grund: Das Infektionsschutzgesetz sei unzureichend und würde Lehrende zu wenig schützen. Wie auch die Bundesregierung ist der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, ebenfalls der Meinung: "Die Offenhaltung von Schulen und Kitas muss oberste Priorität haben", zitiert ihn das RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Corona-Herbst: Der Schutz der Lehrkräfte ist nicht ausreichend gegeben

Genau aus diesem Grund würden sie aber mit Sorgen Richtung Herbst schauen, denn das Infektionsschutzgesetz deutlich hinter ihren Erwartungen zurück. Die Corona-Maßnahmen sehen vor, dass für die kommenden Monate die Länder entscheiden, ob an Kitas und Schulen Corona-Tests durchgeführt werden müssen oder nicht. Eine Maskenpflicht ab der fünften Klasse sei möglich, aber zunächst nicht vom Bund angeordnet. Schulschließungen soll es nicht mehr geben.

"Wenn der Schutz und damit die Gesundheit der Lehrkräfte nicht hinreichend beachtet wird, werden die Schulschließungen vor dem Hintergrund des bereits ohnehin schon dramatischen Personalmangels bei entsprechendem Krankenstand von ganz allein kommen", warnt Beckmann.

Bereits jetzt: Lehrermangel belastet das Schulsystem

Bereits jetzt belastet der Lehrer:innenmangel die Schulen dramatisch, Unterrichtsfächer fallen weg oder neue Modelle mit nur vier Tagen Präsenzunterricht kommen zum Tragen. Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befürchtet: "Sollte es wieder zu deutlich mehr Krankheitsfällen bei den Beschäftigten an Schulen und Kitas kommen, wird es wegen des ohnehin herrschenden Lehrkräftemangels zu noch mehr Unterrichtsausfall kommen." Die eh schon klaffenden Lücken könnten dann kaum noch gestopft werden.

Nach Meinung des VBE wird mit dem Verzicht auf eine temporäre Maskenpflicht bei den unteren Klassen auf eine effektive Maßnahme verzichtet, um den "Unterricht in Präsenz zu ermöglichen und trotzdem relativ sicher vor einer Infektion zu sein", so Beckmann.

Verwendete Quelle: zeit.de

slr

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