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Nachhaltige Kleidung Minimalismus im Kinderkleiderschrank

Nachhaltige Kleidung: Babyoutfit liegt auf einem Holztisch
Kinder brauchen viel weniger, als wir denken.
© Panthermedia / imago images
"Weniger ist mehr", heißt es. Nachhaltige Kleidung und ein bewusstes Einkaufen für den Nachwuchs werden immer beliebter. Hier kommen unsere Tipps, was ihr beachten könnt.

Für viele Eltern, die ihre Kinder nachhaltig anziehen möchten, stellen sich oft die Fragen: Wieviel braucht mein Kind wirklich? Wo finde ich schöne, nachhaltige Mode für meinen Nachwuchs? Und bedeutet ökologisch immer gleich teuer? 

Welche Kleidung braucht mein Kind wirklich?

Den Fehler, den die meisten frischgewordenen Eltern beim ersten Kind machen: Sie kaufen viel zu viel! Absolut verständlich, weil es einfach so viel niedliche Auswahl gibt und man sich noch nicht auskennt. Ein typisches Beispiel für einen Fehlkauf für Neugeborene Winterbabys sind dicke Thermo-Schneeanzüge, in denen sie im Kinderwagen schnell schwitzen. Wählt beispielsweise lieber einen Anzug aus temperaturausgleichendem Material, wie Wollwalk, und zieht das Baby im Schichtprinzip an.

Denkt genau darüber nach, was ihr kauft, bevor ihr in einen Kaufrausch verfallt. Konsumiert nicht nur, weil die Teile niedlich aussehen, sondern fragt euch, was davon unbedingt notwenig ist und welche Teile vielleicht unpraktisch zum An- oder Ausziehen sind. Kaum ein Baby braucht acht Strickmützen in unterschiedlichen Farben und auch Kleidchen für Minis sind zwar supersüß, aber meistens leider nur unpraktisch. Weiter unten findet ihr eine simple Ausstattungsliste für den minimalistischen Kleiderschrank. 

Muss ich für nachhaltige Kleidung tief ins Portemonnaie greifen?

Nein, auf keinen Fall! Erstens ist Nachhaltigkeit nicht immer gleich teuer und zweitens handelt es sich bei nachhaltiger Kleidung nicht automatisch um Bio-Kleidung, die ausschließlich in Deutschland produziert wird. Natürlich ist es super, wenn ihr Sachen kauft, die lange halten und nicht direkt kaputt gehen, aber zu nachhaltigem Konsum zählt genauso auch das Kaufen von gebrauchten Kleidungen über Vinted, Kleinanzeigen und Co.

Eine andere nachhaltige Lösung ist das Reparieren von Kleidungsstücken, wie zum Beispiel Löcher in Socken oder Hosen zu nähen, anstatt sie sofort zu ersetzen. Minimalismus bedeutet auch: Generell weniger zu konsumieren. Kauft auf Flohmärkten oder organisiert selbst eine Kleidertauschparty.

Was sind die Vorteile am nachhaltigen Konsum und einem minimalistischen Kleiderschrank?

Die einen haben nur wenig Platz und Stauraum für unzählige Babyklamotten und wollen Unordnung vermeiden. Die anderen möchten den Kinderkleiderschrank nachhaltig und qualitativ füllen, weil ihnen die Umwelt am Herzen liegt. Denn im Kinderkleiderschrank auf Langlebigkeit und Slow Fashion zu setzen, bedeutet natürlich auch, dass natürliche Ressourcen gespart werden. 

Egal aus welchem Grund – ihr werdet ein besseres Gewissen haben, Geld sparen und auch eurem Kind einen wertschätzenden Umgang mit Konsumgütern vermitteln, wenn es beispielsweise lernt, für jedes Kleidungsstück, dass es bekommt, eins auszusortieren. 

Zu einer Basis-Erstausstattung für Babys, die nicht überdurchschnittlich viel spucken gehören:

  • zwei Schlafsäcke
  • zwei bis drei Schlafanzüge
  • jeweils fünf bis acht Bodys, Strampler, Hosen (in Größe 56 oder 62)
  • zwei Strickjacken oder Pullover
  • zwei bis sechs Paar (ggf. auch dicke) Socken
  • Winterbabys brauchen zusätzlich einen Fleece-oder-Woll-Anzug, zwei Mützen, zwei Strumpfhosen 

So könnte ein minimalistischer Kleiderschrank für Kinder aussehen: 

  • drei lange Hosen
  • drei kurze Hosen
  • ein bis zwei Matschhosen
  • sieben Kurzarmshirts
  • sieben Langarmshirts
  • drei bis fünf Pullover
  • zwei bis drei Strick- oder Sweatjacken 
  • zwei Jogginghosen
  • zwei Röcke
  • zwei Kleider
  • eine dicke Winterjacke 
  • eine Übergangsjacke
  • eine Sommerjacke 
  • eine Regenjacke
  • zehn Unterhosen 
  • sieben normale Socken 
  • sieben dicke Socken
  • eine Wollmütze
  • ein Paar Handschuhe
  • einen Schal 
  • ein Paar Turnschuhe 
  • ein Paar Gummistiefel 
  • ein Paar Sandalen 
  • ein paar feste (Leder-)Schuhe
  • ein Paar Winterboots
ELTERN

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