„elternschule“ – Ein Kommentar zum Film

Ich muss gestehen, ich habe lange gehadert mit meiner Entscheidung, ob ich mich zur der im Film „elternschule“ gezeigten Therapiepraxis äußern soll, und tue es noch immer. Dennoch wünsche ich mir einen anderen „Umgang“ mit dem Film und der berechtigten Kritik.

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Aus meiner langjährigen Erfahrungen der Traumabewältigung mit dem „inneren Kind“, weiß ich wie Kinder und Erwachsene mit Verletzungen bzw. Schmerz und Zurückweisung umgehen.
Die vielen Menschen, die in der „elternschule“ zu sehen sind, sind aus meiner Sicht gebrochen bzw. werden gebrochen, indem sie die Kinder nachts schreiend allein lassen und ihnen das Essen in den Mund pressen. Das macht mich einfach nur endlos traurig.

Unter gebrochen verstehe ich dabei, dass den betroffenen Eltern und Kindern das Mitgefühl bzw. die Empathiefähigkeit, die unserer Gesellschaft (Welt) zur Zeit so sehr fehlt, „abtrainiert“ wird. Dabei ist es gerade das, was sie gerade so sehr brauchen.

Diese Kinder werden empathieunfähig aufwachsen, aus Angst vor Strafe und Zurückweisung versuchen sich entsprechend den Erwartungen ihrer Erziehungsberechtigten zu verhalten. Dabei werden sie aber nicht lernen, was „richtig oder falsch“ ist. Stattdessen werden sie lernen, wie sie dem Schmerz durch Strafe entgehen können.

Diese Kinder werden als Erwachsene sofern sie keine Heilung erfahren, sehr vermutlich ohne Selbstbewusstsein aufwachsen. Und entweder nachdem Motto „ich zu erst“ (das zur Zeit leider sehr populär ist) leben oder ohne zu wissen, was sie wollen, versuchen zu „überleben“ ohne weiterhin verletzt zu werden.

Beide Wahrscheinlichkeiten des Umgangs nach diesen Therapieformen wünsche ich niemanden.

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