Eine ganz normale Mama
 
10 Momente, in denen ich die Zeit anhalten möchte

Seit ich Kinder habe, rast die Zeit nur so vorbei. Hatte ich nicht gerade eben noch erst diesen Riesenbauch? Hat der Kleine nicht vorhin erst Krabbeln gelernt? Und jetzt spricht er und wälzt sich im Trotzanfall auf dem Boden! Wo sind sie alle hin, diese Momente? Und wie kann ich die Zeit festhalten? Aus meinen kleinen Babys sind zwei süße Jungs geworden und es wird nicht lange dauern, dann sind sie zwei süße Schuljungs.

Und immer wieder gibt es Momente im Leben mit Kindern, in denen ich die Zeit am liebsten einfach anhalten möchte. Oder sie zumindest abspeichern möchte, immer wieder abrufbar. Denn das Leben mit Kindern ist einfach wunderschön!
Eine Top 10 dieser Momente liste ich hier mal auf… meine persönliche Besondere-Momente-Liste, die eigentlich tagtäglich in Gedanken ergänzt wird. Heute werde ich sentimental, Leute!

1 – Der Moment, als ich meine beiden Söhne zum ersten Mal im Arm hielt

Nathalie Klüver
Das ist fast fünf Jahre her, da war der Große wenige Stunden alt und ich hab ihm die halbe Nacht erzählt, wie ich mich auf ihn gefreut habe.

Tja, das ist einer dieser Momente, die sich leider nicht wiederholen lassen. Dabei ist es einer der schönsten Momente. Als mich diese kleinen Männchen, die ich bis dato nur von ihrem kräftigen Strampeln gegen meine Bauchdecke und Ultraschallbildern kannte, mit ihren großen Augen anschauten und sich an mich kuschelten. Diese Babyhaut, der Babygeruch, die Speckbeinchen. Dieses ganze Wunder – wie auf einmal ein Mensch auf die Welt kommt, auf einmal da ist nach so langer Wartezeit und man das Gefühl hat, als wäre er schon immer da gewesen. Ich hoffe, diese Erinnerung verblasst nicht. Ich hoffe, ich kann sie immer wieder abrufen.

2 – Wenn sich zwei Ärmchen schlaftrunken um den Hals schlingen

Ein Moment, der glücklicherweise häufiger vorkommt. Wenn man das Kind aufweckt nach einer Autofahrt und ins Haus trägt. Wenn man ein auf dem Sofa eingeschlafenes Baby ins Bett verfrachtet. Wenn man den fast fünfjährigen Sohnemann, der abends nicht einschlafen wollte, morgens halbschlafend an den Frühstückstisch schleppt. Diese Bettwärme und diese zwei Ärmchen, mit denen sich die Kinder an einem festhalten. Sich an einen schmiegen. Diese kuscheligen Haare, die am Kinn kitzeln. Dieses Vertrauen, was aus diesen Ärmchen spricht. Und irgendwann sind sie groß und sagen „Mama, ich kann alleine gehen.“

3 -Wenn das Baby nach dem Stillen an der Brust einschläft

Auch das ist so ein Moment, der irgendwann nicht mehr reproduzierbar ist. Wenn das Baby trinkt, erst gierig, dann immer langsamer und dann einschläft, die Brustwarze noch halb im Mund. Sich ankuschelt, ruhig atmet, die Finger ganz entspannt auf dem Bauch liegen. Wie oft bin ich ewig so sitzengeblieben, habe mich nicht bewegt (dabei oft mit einer Hand einen Blogartikel getippt), mir es verkniffen auf Klo zu gehen, um dieses schlafende kuschelige Wunder nicht aufzuwecken. Bis die Beine einschliefen. Oder der Arm. Oder beides. Und die Blase dann doch zu sehr zwickte.

4 – Wenn die Kinder am Essenstisch um die Wette Quatsch machen

Oder im Auto auf der Rückbank. Wenn sie sich angucken und in dieses unvergleichliche Kindergelächter ausbrechen, weil sie irgendein geheimes Stichwort haben. Wenn sie über Kindersachen lachen, die nur Kinder verstehen. Wenn sie sich gegenüber sitzen und Pupsgeräusche machen. Wenn der Große seinen Arm beschützend um den Kleinen legt. Wenn ich die beiden so zusammen sehe, dann denke ich: Ja, es ist gut, zwei Kinder zu haben, die sich auch einanderhaben. Und diese Momente hören hoffentlich auch nicht auf, wenn ich alt und grau bin und die Jungs so alt wie ich jetzt.

5 – Wenn die Kinder neben mir einschlafen und sich an mich kuscheln

Auch wenn das Insbettbringen manchmal gewaltig nervt und dieses Rumhopse auf dem Bett und Schlafanzug-Wiederauszieh-Getue mich auf die Palme bringen kann und, ja, ich auch irgendwann Lust auf das Sofa und ein bisschen Ruhe habe: Wenn die Jungs dann eingeschlafen sind nach der X.ten Gutenachtgeschichte, in der wir natürlich wieder einen Schatz gefunden haben, und so neben mir liegen, dann springe ich nicht sofort auf. Erstens, weil man immer nochmal warten sollte, denn, wie ich mal unter meinen Anfängerfehlern schrieb: Ruhiger Atem heißt nicht gleich tiefer Schlaf! Aber auch zweitens: Weil es so schön ist. So warm. So gemütlich. Ich oft genug selbst einschlafe.

6 -Wenn das Kind im Halbschlaf murmelt „Du bist die beste Mama der Welt“

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