Mumslife
 
40 ist das neue 30! – oder doch nicht?

Vor Kurzem bin ich 40 Jahre alt geworden. Ein Grund für mich inne zu halten und mal in Ruhe einen Blick auf mein Leben zu werfen. Was hat sich in den letzten 10 Jahren verändert und würde ich rückblickend irgend etwas anders machen? Sollte ich in Zukunft etwas verändern?

Mumslife Blog vierzig Luftballons
iStock, mattjeacock

Auch wenn ich eigentlich nie zuvor Probleme mit Geburtstagen hatte, war mir die Zahl 40 bereits zuvor unheimlich. Aber warum? 
Außerdem wurde mir im Zuge meines Geburtstages auch immer wieder gesagt: 40 ist das neue 30. Aber stimmt das?
40 Jahre. Ein Grund für mich inne zu halten und mal in Ruhe einen Blick auf mein Leben zu werfen.
Was hat sich in den letzten 10 Jahren verändert und würde ich rückblickend irgend etwas anders machen? Sollte ich in Zukunft etwas verändern?

Vor 10 Jahren 
Vor 10 Jahren hatte ich definitiv weniger Falten- und ich muss zugeben, manchmal wenn ich in den Spiegel schaue stören sie mich. Natürlich hätte auch ich gerne etwas weniger davon.
Doch dann denke ich daran, warum ich diese Falten in den letzten Jahren bekommen habe. 

Unter meinen Falten sind nicht nur Sorgen- oder Ärgerfalten. Nein, hier sind auch viele Lachfalten zu finden. Lachfalten vom gemeinsamen Lachen mit meinen Kindern. Falten um meine Augen, weil ich meine Augen bei dem Blick in die Sonne zusammengekniffen habe, um mit ihnen Wolkenbilder zu raten. 

Aber ja, es sind auch viele Sorgen- , Ärger- und auch Wutfalten dabei. Nicht immer läuft alles im Leben so, wie ich es mir wünschen würde. Und ja, das ärgert mich. Mit etwas Abstand aber stelle ich fest, dass es oft genau diesen Ärger oder genau diese Wut gebraucht hat um einen anderen Weg zu finden, der oft noch besser war, als ich es mir vorgestellt habe.
Und auch die vielen Sorgenfalten gehören in mein Gesicht. Meine große Tochter ist jetzt im besten Alter von neun Jahren. Seit dem Moment ihrer Geburt – und bereits davor- habe ich mir Sorgen gemacht und auch Ängste ausgestanden. Eben diese Art von Sorgen und Ängsten, die nur ein Mamaherz haben kann. Genau deswegen gehören sie zu mir, meine Falten.

Leider sind da auch viele Trauerfalten. Vor 10 Jahren haben wir unsere erste Tochter Alina verloren und in diesem Moment stand die Welt für mich still und meine Welt bestand nur noch aus Trauer. Also ja, auch diese Falten gehören in mein Gesicht und machen einen Teil meines Selbst aus.

Genau so wie die Falten zu mir gehören, gehören auch meine mittlerweile viele grauen Haare zu mir. Genau aus diesen Gründen. Okay, diese fallen oft weit weniger auf, da man sie dank Strähnen nicht so deutlich sehen kann. Aber sie sind da.
Anfangs konnte ich sie vereinzelt noch ausreissen. Das würde heute nicht mehr funktionieren, bzw. hätte ich danach wahrscheinlich keine Haare mehr auf dem Kopf – und glaube mir, ich habe wirklich viele Haare.

Mein Körper ist keine 30 mehr

Jetzt hier weiterlesen