mum & still me
 
Abschied vom Familienbett

Wir haben einen kleinen Schritt unternommen, der für uns alle irgendwie ganz schön groß ist: wir haben Abschied vom Familienbett genommen.

mum & still me: Abschied vom Familienbett

Leser*innen, die meinen Blog schon länger verfolgen wissen, dass ich eine große Verfechterin des Familienbetts bin. Alle schlafen zusammen, geborgen. Das ist nicht nur wunderschön, wie ich beispielsweise hier schon einmal aufgeschrieben habe. Das ist auch ganz schön praktisch, solange die Kinder noch nicht durchschlafen. Wenn sie anfangen zu weinen oder sich schwer tun wieder einzuschlafen, sind wir als Eltern gleich nah bei ihnen gewesen. Bevor sie hellwach waren schliefen sie im besten Falle wieder ein. Und wir mussten nicht extra aus dem warmen Bett aufstehen. Sogar das Zubettbringen mit zwei Kindern hat schnell ziemlich gut geklappt – auch wenn ich anfangs dachte, das würde ich nie alleine schaffen. Warum dann also jetzt alles anders?

Das große Kind ist jetzt viereinhalb, der kleine Kerl bald zwei. Unser Bett ist 1,80 breit. Es ist eng. Das macht mir in den meisten Fällen gar nicht so viel aus, ich glaube sogar, dass die kleinen Mäuse sich sowieso an uns kuscheln würden, da würde es auch nichts helfen, wenn das Bett doppelt so breit wäre. Tatsächlich hat es mich nicht wirklich gestört, wenn ich die ganze Nacht bewegungslos auf einer Seite lag und mich nicht umdrehen durfte, damit die Kinder es bequem haben. Auch die Beengtheit empfand ich eher als Geborgenheit.

Vertraue dir…

Im Grunde war also alles gut. Fast. Kinder sind so verschieden und das kleine Winterkind vermittelte mir immer öfter den Eindruck, dass es fast besser schlafen würde, je mehr Platz es hat. Es drehte sich Nachts wie der Zeiger einer Uhr im Kreis. Bollerte mit den Füßchen auf die Matratze – oder auf seinen Bruder, wenn er das Pech hatte zu nah zu liegen. Das war der eine Grund. Der andere: unser großer Sohn braucht unsere Nähe sehr stark und darf sie auch immer haben. Aber wir hatten das Gefühl, ein Umzug zusammen mit seinem kleinen Bruder in das eigene Zimmer könnte ihn stärken und ihm Selbstvertrauen schenken. Ein Zeichen: Du kannst auch ohne unmittelbare Nähe zu uns bestehen und sicher und gut schlafen. Vertraue dir, wollten wir ihm vermitteln. Immer mit der klaren Botschaft: wenn du merkst, du kannst nicht gut schlafen, darfst du immer zurück zu uns in das Elternbett.

Soweit so gut. In einer mittelgroßen Aktion zogen wir aus unserem Schlafzimmer aus und wandelten es zum Kinderzimmer um. Die Kinder sollten so mehr Platz haben und weiter in dem Raum schlafen können, den sie bereits kennen.

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