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Fips & ich Auf Oxycotin-Entzug: Mein Abstill-Tagebuch

Blog, Der kleine Brandenburger, Abstillen
© Maravic / iStock
Vorausgeschickt: Mein Abstillen war eine Ratzfatz-Entscheidung aus medizinischer Notwendigkeit. Diese Notwendigkeit brachte nicht nur das Ende der Milchzeit mit, sondern auch körperliche Einschränkungen, wegen denen ich Fips zwei Wochen lang weder heben, noch wirklich kuscheln durfte/konnte.

Sprich: Von 100% Mama auf gefühlt irgendwie gar nichts. BÄM. Deal with it. Und wir haben es hingekriegt, aber puh.

TAG ZERO: DER ABSCHIED
Die letzten 24 Stunden Stillzeit habe ich sehr bewusst genossen. Nachdem Fips die Tage davor noch mehr an die Brust gehopst war als sonst, habe ich nun bei jedem Anlegen wiederholt, dass die Milch bald weg ist und wir es uns jetzt noch einmal gemütlich machen. Uns beiden habe ich es erklärt. Manchmal musste ich dabei Tränen runterwürgen, und manchmal haben wir eine wilde Schweinemilchparty gefeiert, lachend und voller Freude. „… ‚meckt gut“, hat Fips noch einmal gesagt. “ Lecker. ‚weinchen mag auch Milch.“ Dann wurde auch das Kuschelschwein gestillt, und mein Herz floss über bei jedem letzten Mal.

Bei jedem? Nein, tatsächlich nicht ganz. Als Fips abends beim Einschlafritual wieder knapp zwei Stunden an- und abdockte, wisperte ein Stimmchen in mir, dass ich mir diesen Wundwerd-Marathon bald nicht mehr geben müsste. Und ein klein wenig froh und frei war mir zumute.

TAG 1: DAS LETZTE MAL
Das letzte Mal stillen wir am Freitagmorgen, dem 14.06. um 6.30 Uhr. Ja, ich schreibe es ganz genau auf, weil hier eine Ära unwiederbringlich endet. 

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