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Aus dem Kopf Medienzeiten? Wie schreibt man das?

Wiese mit Sonnenschein
© aus-dem-kopf.de
Wir haben aufgegeben. Jahrelang haben wir in Sachen Mediennutzung ein im Vergleich zu Eltern im Freundeskreis recht strenges Regiment geführt. Darauf war ich immer ein bisschen stolz. „Wie macht Ihr das nur?“, hörte ich oft von Freunden. „Meine Jungs würden ausflippen wenn ich ihr Handy einkassieren würde!“

Nun, das sind unsere auch. Regelmäßig. Und mehr als einmal haben wir den Titel „Schlimmste und gemeinste Eltern der Welt“… ach, was sage ich „…des Universums“ mit Abstand für uns entscheiden können. Unsere Jungs sind 13 und 11 und technisch gut versorgt. Beide besitzen ein eigenes Handy, teilen sie sich einen eigenen PC und wir haben zwei unterschiedliche Spielkonsolen, die sie beide nutzen.

An Schultagen durften sie immer etwa 2 Stunden am Tag „digital spielen“, inklusive Handyzeit, da diese vorwiegend genutzt wird um sich irgendwelche (pseudo-)lustigen Mini-Videos anzugucken. Das hatten wir dank diverser Apps auch wirklich gut im Griff. Die Handys der Jungs haben beide eine Altersbeschränkung, sodass sie keine Inhalte ab 16 Jahren aufrufen und anschauen können. Außerdem können sie keine In-App-Käufe tätigen und keine Spiele herunterladen, die nicht ihrem Alter entsprechen.

Am Wochenende waren wir großzügiger. Da konnten aus den 2 Stunden auch leicht schon mal 4 Stunden werden.

Aber wer denkt, dass die Kinder sich jemals freiwillig an irgendwelche Vorgaben und Abmachungen gehalten haben, hat sich leider geschnitten. Diese romantische Vorstellung habe selbst ich schnell über Bord geworfen. Sobald die vereinbarte Zeit vorbei war, kam der unangenehme Teil – die Diskussion. Und genau diese ist es, die viele Eltern scheuen. Aus gutem Grund.

Ich muss sagen, dass ich wirklich immer noch erstaunt bin, wie sehr Kinder sich durch Medienberieselung – seien es Videos oder irgendein Computerspiel – negativ verändern. Die bloße Erinnerung an das herannahende Ende der vereinbarten Zeit genügte meist um ein eigentlich umgängliches Kind in ein wutschnaubendes gereiztes Monster zu verwandeln, mit dem man sich lieber nicht anlegen wollte.

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