Verflixter Alltag
 
Ausgeschlafen

Die muntere Sonne scheint hell zum Fenster hinein, als wolle sie sagen: „Steh` auf, Du Schlafmütze!“. Ich liege in meinem Bett. Gähne. Stecke mich. Drehe mich noch ein wenig nach links. Döse weiter. Drehe mich etwas nach rechts. Blinzle. Strecke mich erneut und beschließe dann doch mal das Bett zu verlassen. Der kleine Zeiger der Uhr verweilt auf der 10.

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iStock, AlexSava

Alles wie immer. Entspannt und ausgeschlafen schlendere ich in die Küche. Der Rest der Familie ist bereits fertig mit dem Frühstück. Das Radio gibt Hits der 80er und 90er zum Besten. Ich setze mich an den gedeckten Tisch und genieße mein Toastbrot mit Marmelade.

Es ist Wochenende und ich bin froh, dass ich nicht in die Schule muss. Ich genieße es, so lange zu schlafen, bis es mir im Bett einfach zu langweilig wird. Liegen bleiben und die Welt da draußen ein wenig an sich vorbei rauschen lassen. Und dann irgendwann, selbstbestimmt, doch entscheiden, etwas mitzumischen.
Ach wenn ich nur damals gewusst hätte, welcher Luxus das war.

So halb ausgeschlafen
5 Jahre später. Mein Wecker klingelt schrill. Es ist 9 Uhr morgens, behauptet er. Viel zu früh. Aber was soll ich machen? Die Uni ruft und meint, ich solle doch bitte eine Vorlesung besuchen, die um 10 Uhr startet. 10 Uhr! Da liege ich sonst noch im Bett!!! Es ist eine Zumutung. Gleichzeitig bin ich jedoch dankbar dafür, dass sich die Veranstaltungen, die um 8 Uhr starten, auf einem überschaubaren Niveau halten. Ich schäle mich also aus dem Bett, mache mich frisch und frühstücke etwas. So viel, wie eben in einen noch schlafenden Magen passt. Mit Mühe erwische ich die Straßenbahn, die mich zum Hörsaal chauffiert. So ein Studentenleben kann ganz schön stressig sein, denke ich. Zumindest bleiben mir die Wochenenden, um mich von dem Schlafmangel zu erholen.

Ab und an ausgeschlafen
Weitere 5 Jahre später.

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