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Unterm Dreck ist's sauber Brüste sind zum Stillen da

Blog Unterm Dreck ist's sauber, Brüste
© untermdreckistssauber.de
Die Diskussionen um das Stillen reißt nicht ab und macht auch vor Schauspielerin Nina Bott nicht halt. Die Dreifachmutter wurde aus einem Hamburger Cafe geworfen, weil sie ihr Baby stillen wollte. Das zeigt mir ganz deutlich, dass noch viel zu tun ist, bis die Deutschen endlich verstehen: Brüste sind zum Stillen da!

Für den späten Mittwochabend hatte Stern TV eines meiner Herzensthemen für ihre Sendung angekündigt: Das Langzeitstillen.
Mit zu Gast im Studio waren Sara Kulka (die Langzeitstillende), Juliette Greco (die Kurzzeitstillende) und die Kinderärztin Dr. Amelie Erbler als (vermeintlich) Fachkundige. Ich muss sagen, dass ich doch sehr gespannt war. Nach 20 Minuten folgten aber schnell Ernüchterung, Unverständnis und Ärger. Das Problem: schlechte, bis nicht durchgeführte Recherche und eine „Expertin“, die sicher Ahnung von pädiatrischen Krankheitsbildern vorweisen kann und einen recht sympathischen Eindruck auf mich machte –  aber ganz eindeutig keine Ahnung vom Stillen, und scheinbar noch nie einen Blick in gewisse, für jedermann zugängliche WHO Empfehlungen geworfen hat. Auch die mehr oder minder gut versteckten Versuche des Moderators, die Gemüter zu erhitzen, habe ich zwar fast schon erwartet – angebracht fand ich diese dennoch nicht.

Zunächst möchte ich jedoch ein großes Lob aussprechen:

  1. An die drei Frauen, die sich (zur Überraschung des Moderators) nicht haben beirren lassen und ausschließlich respekt- und verständnisvoll miteinander ins Gespräch gegangen und geblieben sind!
  2. An Sara Kulka, die von allen mit Abstand das meiste Fachwissen an den Tag gelegt hat. Hätte man ihr mehr Redezeit zugestanden und sie nicht des Öfteren abgewürgt – sie hätte sämtlicher Kritik und Unwissen gegenüber dem (Langzeit-) Stillen den Wind aus den Segeln nehmen können! Danke Sara, dass du immer die richtigen Worte gefunden hast! Und dass, obwohl die Unwissenheit der Ärztin einem die Sprache hätte verschlagen können…

Trotzdem, zurück bleibt ein schlechtes Gefühl, ja sogar Wut

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