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Lächeln und winken Das Recht auf Me-Time einfordern … und warum mich diese Formulierung so nervt

Lächeln und winken: Wartezimmer
© laecheln-und-winken.com
Jedes Mal, wenn ich auf irgendeinem meiner Kanäle so ein bisschen rumwitzle, dass ich jetzt etwas „Me-Time“ beim Arzt oder Einkaufen genießen werde, flattern mir Kommentare oder Nachrichten rein, die mich ein wenig dafür „schelten“, dass ich SOWAS Me-Time nenne

Sie klingen ungefähr so: Liebe Anke, das ist nicht lustig; das ist traurig. Mütter sollten es nicht als „Me-Time“ bezeichnen, wenn sie in einem Wartezimmer sitzen müssen. Sie sollten vehement ihr RECHT einfordern, RICHTIGE Me-Time zu bekommen. IMMER!

Also … grundsätzlich stimmt es natürlich, dass diese trendige Bezeichnung von Freizeit etwas anderes meint, als Schundblätter lesen auf mittelmäßig bequemen Wartezimmer-Stühlen. ABER Fakt ist: Sehr viele Mütter HABEN KEINE ANDERE ME-TIME … und auch keine Möglichkeit, diese einzufordern, ganz egal wie sehr es ihr RECHT wäre! Aus ganz vielen verschiedenen Gründen. Weil die Familien-Struktur es vielleicht aktuell nicht hergibt oder weil sie alleinerziehend sind oder weil die Kinder noch nicht in irgendeine Betreuung gehen (können) oder weil weder Verwandte noch Freunde um die Ecke wohnen und den Nachwuchs mal übernehmen können oder, oder, oder. Es gibt unzählige Gründe, warum Me-Time, die über profane „Veranstaltungen“ wie Friseur- oder Arztbesuche, ja sogar Einkaufengehen, hinausgehen, manchmal über eine gewisse Zeitspanne hinweg schlichtweg NICHT möglich ist.

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