MamiChaos
 
Der berühmt-berüchtigte Milcheinschuss – oder "Hilfe, meine Malonen!"

Erstmal die Frage: Was sind Malonen? Definition aus dem Duden “paariges, halbkugelförmiges Organ (an der Vorderseite des weiblichen Oberkörpers), das die Milchdrüsen enthält und das in der Stillzeit Milch bildet”

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Wenn Kinder anfangen zu sprechen, werden die witzigsten Begriffe gebildet und unsere Große hat im Sommer 2015 unser Lieblingswort: “Malonen” in die Welt gesetzt. Wir haben leckere Wassermelone gegessen und nachdem sie ihr Stück aufgefuttert hatte, hat sie nach noch einem Stück “Malone” gefragt und so war das Sommerwort 2015 geboren.

So weit so gut. Die Definition hört sich ja erstmal total harmlos an und es stimmt ja auch. Aber nun kommt meine ganz persönliche Geschichte dazu.

Unsere kleine große Windelpupserin war nun auf der Welt und wir durften uns endlich im total gemütlichen Krankenhauszimmer – so gemütlich, wie ein Krankenhauszimmer nun mal sein kann – ausruhen. Das war zumindest meine Theorie. Aber wie ihr ja im letzten Artikel feststellen konntet, war ich von der Realität sehr weit entfernt. Da sitze ich nun mit meiner kleinen Tochter und genieße es, mich einfach mal auf sie konzentrieren zu können, sie nur zu halten und ihr beim schlafen zuzusehen.

Plötzlich öffnet sich die Zimmertür und eine Schwester, groß, graue Haare, die jahrelange Erfahrung strahlt sie bereits von weitem aus, kommt durch die Tür. Sie sagt “Herzlichen Glückwunsch” und fragt mich, wie es mir geht und ob sie ich etwas benötige. Dann kommt sie schnellen Schrittes auf mich zu. Ich sage nichts ahnend “Danke” und bin einfach nur total stolz. Dann fragt sie mich, ob es mit dem stillen klappt. Tja, was soll man dazu denn sagen? Ich hab das noch nie gemacht und hab meine Maus erstmal einfach nur angelegt, so sagt man, wenn man das Baby an die Brust randrückt, so wie ich es aus dem Fernseher kannte. Und meiner Meinung nach hat das auch gut geklappt. Also war meine Antwort “Joa, es läuft, ne.” Dann kommt die Frage: “Wann haben sie denn das letzte Mal angelegt?” und ich so “Joa, im Kreißsaal vorhin nur kurz.”

Und dann konnte ich nicht mehr reagieren. Sie nahm meine linke Brust, wie einen Apfel in die Hand und drückte und zog und quetschte sie in den Mund meiner Tochter. Ich fühlte mich kurz aus meinem Körper katapultiert und sah eigentlich nur als Gast von außen zu. Das habe ich im Krankenhaus nämlich schon während der Wehen gelernt. Jeder aber auch wirklich jeder darf “da unten” mal fühlen und gucken und tasten. Hallo Hebamme, ja klar darfst du nach dem Muttermund gucken. Hallo Assistenzarzt, ja siggi darfst du auch mal. Chefarzt? Klar doch, du auch! Oh, der Hausmeister – ey Hausmeister – willst du auch mal? Ok, ich geb´s ja zu, den Hausmeister habe ich mir ausgedacht.

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